Bernhard Vogel
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Parliamentary Cultures : British and German Perspectives
CONTENTS EDITOR'S PREFACE ....................................................................... 10 WELCOME ................................................................................................. 13 Adam Ladbury, British Council ................................................................. 13 Professor JÜfgen Sch1aeger, Centre for British Studies, Humbo1dt University .................................................................................. 14 Sir Pau1 Lever, British Ambassador in Germany ....................................... 15 KEYNOTE SPEECHES ..................................................................... 17 The Constitutiona1 Revolution in Britain since May 1997 The Lord Chancellor The Rt Hon the Lord Irvine of Lairg ................... 17 The Bundestag in the Reichstag: Reflections on Par1iamentary Work in Berlin in the 21 sI Century Rudo1f Seiters MdB, Viee-President ofthe German Bundestag ............ 27 Diseussion ................................................................................................... 41 SESSION I PARLIAMENTS IN BRITAIN AND GERMANY: THE CULTURES OF PARLIAMENTS AND THE CHALLENGES OF MODERNISATION ...... 52 The Modemisation ofParliament: Themes and Challenges Clive Soley MP, Chair Parliamentary Labour Party and Chair Modemisation ofthe House ofCommons Seleet Committee ................ 53 Diseussion ................................................................................................... 63 6 The Modemisation of ParIiament: Themes and Challenges Hans-Ulrich Klose -
Chronik Band 4
Band IV Klaus Reinhold Chronik Arnstadt 704 - 2004 1300 Jahre Arnstadt 2. erweiterte und verbesserte Auflage Teil 4 (Fortsetzung) Hebamme Anna Kessel (Weiße 50) verhalf am 26.10.1942 dem viertausendstem Kind in ihrer langjährigen beruflichen Laufbahn zum Leben. 650 „ausgebombte“ Frauen und Kinder aus Düsseldorf trafen am 27.10.1942 mit einem Son- derzug in Arnstadt ein. Diamantene Hochzeit feierte am 28.10.1942 das Ehepaar Richard Zeitsch (86) und seine Ehefrau Hermine geb. Hendrich (81), Untergasse 2. In der Nacht vom Sonntag, dem 1. zum 2.11.1942, wurden die Uhren (um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr) um eine Stunde zurückgestellt. Damit war die Sommerzeit zu Ende und es galt wieder Normalzeit. Zum ersten Mal fand am 14.11.1942 in Arnstadt eine Hochzeit nach dem Tode statt. Die Näherin Silva Waltraud Gertrud Herzer heiratete ihren am 9.8.1941 gefallenen Verlobten, den Obergefreiten Artur Erich Hans Schubert mit dem sie ein Töchterchen namens Jutta (7 30.8.1939 in Arnstadt) hatte. Die Heirat erfolgte mit Wirkung des Tages vor dem Tode, also 8.8.1941. Die Tochter wurde „durch diese Eheschließung legitimiert“. 1943 Der Sturm 8143 des NS-Fliegerkorps baute Anfang 1943 auf dem Fluggelände Weinberg bei Arnstadt eine Segelflugzeughalle im Werte von 3500 RM. Die Stadt gewährte einen Zuschuß von 1000 RM und trat dem NS-Fliegerkorps als Fördermitglied mit einem Jahres- beitrag von 100,00 RM bei. Der fast 18-jährige Schüler Joachim Taubert (7 24.2.1925 in Arnstadt) wurde am 6.1.1943, 9.00 Uhr, in der Wohnung seiner Mutter, der Witwe Gertrud Elisabeth Taubert geb. -
Aufsatz Die Unterschiedlichen Regelungen Zur Amtszeit Des Amtseides »Vor« Dem Amtsantritt Bzw
LKRZ_10_2011:LKRZ_4_2011.qxd 28.09.2011 13:35 Seite 361 10/2011 LKRZ 5. Jahrgang, Seiten 361–400 Zeitschrift für Landes- und Kommunalrecht Hessen | Rheinland-Pfalz | Saarland Herausgeber: Claus Böhmer, Präsident des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes | Prof. Dr. Christoph Gröpl, Universität des Saarlandes | Dr. Herbert Günther, Ministerialdirigent a.D., Staatskanzlei des Landes Hessen | Klaus-Ludwig Haus, Direktor des Landesverwaltungsamtes des Saarlandes | Prof. Dr. Reinhard Hendler, Universität Trier | Prof. Dr. Georg Hermes, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main | Prof. Dr. Hans-Detlef Horn, Philipps-Universität Marbug, Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof | Prof. Dr. Friedhelm Hufen, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mit- glied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz | Dr. Curt M. Jeromin, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Andernach | Prof. Dr. Siegfried Jutzi, Minis- terialdirigent, Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz, Vertreter des öffentlichen Interesses des Landes Rheinland- Pfalz, Honorarprofessor der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz | Prof. Dr. Holger Kröninger, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Saarbrücken | Prof. Dr. Klaus Lange, Justus-Lie big-Universität Gießen, Präsident a.D. und Mitglied des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen | Prof. Dr. Karl-Friedrich Meyer, Präsident des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz | Wolfgang Reimers, Präsident des Hessischen Verwal- tungsgerichtshofs a.D. | Prof. Dr. Gunnar Schwarting, -
1. Vorbemerkung Zu Hans-Jochen Vogel
Liebe Freundinnen und Freunde in der SEN der CSU, meine Damen und Herren im interessierten Umfeld, inzwischen haben Sie sich, wir uns alle daran gewöhnt, dass der Landesvorstand, besser der Landesvorsitzende der SEN in unregelmäßigem Abstand auf besondere Ereignisse, Persönlichkeiten und Gemengelagen aufmerksam macht, solche, die aus dem Tagesgeschäft herausstechen und zumindest nach meiner eigenen Einschätzung unsere/Ihre Aufmerksamkeit verdienen. Dabei beschränke ich mich bisher darauf, Kluges, das zur Begründung und Festigung der eigenen Standpunkte und Überzeugungen gesagt wird, reihum dem Argumentationsgut zuzufügen. Weil ich diese stillschweigend gehandhabte Verfahrensweise heute unterbreche, schicke ich der Aussendung diese Sätze voraus: 1. Vorbemerkung zu Hans-Jochen Vogel Am vergangenen Sonntag ist 94-jährig in München im Augustinum Hans-Jochen Vogel, der langjährige Münchner Oberbürgermeister und die nicht nur für die bayerische SPD weg- und richtungsbestimmende Parteigröße gestorben. Die SPD-Granden selbst werden seither nicht müde, die großen Fähigkeiten, die außergewöhnliche Ausstrahlung und die persönliche Verlässlichkeit ihres langjährigen Vormannes zu rühmen. Zu Recht wird Hans-Jochen Vogel in einem Atemzug mit Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder genannt. Den zeitgemäßen Charakter der Arbeiterpartei haben wenige andere so glaubwürdig verkörpert wie Hans-Jochen Vogel, dessen bürgerliche, ja und auch deutsche Mentalität sich auch darin offenbart, dass die Familie nicht nur ihn machen, schalten und walten lässt, sondern auch den CDU-Bruder und späteren zweifachen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Bernhard Vogel. Dass sich solche liberale Spannbreite „leben“ lässt, beweist u.a. die späte Veröffentlichung der Brüder: „Deutschland aus der Vogelperspektive“. Wenn es denn gälte, Belege dafür zu sammeln, dass das zusammengeht, das sozialdemokratische und das christdemokratische „S“ in der Politik, dann spiegeln das die Brüder Vogel wider. -
Info Thüringen 90/93 Englisch.Qxd
Info Thüringen 90/93 englisch.qxd 18.05.2010 13:27 Uhr Seite 1 THÜRINGEN BLÄTTER ZUR LANDESKUNDE he peaceful revo- the 6th century, the lution in the DDR Ludowingian landgra- Tand the subse- viate of Thuringia of quent reunification in- the 12th and 13th cen- augurated the renais- tury and even earlier sance for Thuringia as historic contexts. In the political administra- 19th century, demands tive unit. In this sense to unify Thuringia be- 1989/90 signifies a dis- came louder and were tinctive turning-point gradually accomodated in the history of the during the 20th cen- federal state. Over the tury. In 1920, seven centuries, the region duchies and prince- between Harz and the doms amalgamated to Thuringian Forest, the Free State of Thu- Werratal and Pleißen- ringia with Weimar as land is a prime ex- its capital. After the end ample of German par- of World War II in 1945, ticularism. Yet, a sense the Prussian territories of “unity within diver- were joined together sity” persisted among and therewith the town the Thuringian people. of Erfurt became the This relates back to the capital of the young Thuringian kingdom of state. However, due to The Free State of Thuringia 1990/93 the implementation of the DDR’s “de- deeply rooted identity. This found ex- mocratic centralism”, the Free State of pression during the peaceful revolution Thuringia was dissolved again in 1952. in 1989, when one of the very first de- In its place, the districts of Erfurt, Gera mands was the re-establishment of Thu- and Suhl were established. -
Die SPD Als Königsmacher Und Heimlicher Wahlgewinner Koalitionsbildung in Thüringen 2009 – Eine Fallstudie
Regierungsforschung.de Das wissenschaftliche Online-Magazin der NRW School of Governance Tobias Baier / Ann‐Cathrine Böwing / Maximilian Hösl / Sarah Lüning / Jan‐Hendrik Weinhold Schwarz/Rot: Die SPD als Königsmacher und heimlicher Wahlgewinner Koalitionsbildung in Thüringen 2009 – Eine Fallstudie 27. Mai 2011 Redaktion Herausgeber (V.i.S.d.P.) Matthias Bianchi, M.A. Univ.‐Prof. Dr. Karl‐Rudolf Korte Tel. +49 (0) 203 / 379 ‐ 2706 Fax +49 (0) 203 / 379 ‐ 3179 Redaktionsanschrift matthias.bianchi@uni‐due.de Redaktion Regierungsforschung.de NRW School of Governance Wissenschaftliche Koordination Institut für Politikwissenschaft Kristina Weissenbach, M.A. Lotharstraße 53 Tel. +49 (0) 203 / 379 ‐ 3742 47057 Duisburg Fax +49 (0) 203 / 379 ‐ 3179 Tel. +49 (0) 203 / 379 ‐ 2706 kristina.weissenbach@uni‐due.de Fax +49 (0) 203 / 379 – 3179 [email protected] Sekretariat Anita Weber Tel. +49 (0) 203 / 379 ‐ 2045 www.nrwschool.de Fax +49 (0) 203 / 379 ‐ 3179 www.forschungsgruppe‐regieren.de anita.weber@uni‐due.de www.politik.uni‐duisburg‐essen.de Regierungsforschung.de Inhaltsverzeichnis: 1 Einleitung .............................................................................................................................................. 2 2 Das Wahlergebnis – potenzielle Koalitionen ........................................................................................ 3 2.1 Wahlausgang ................................................................................................................................. 3 2.2 Institutionelle -
Hessen Und Thüringen – Nachbarn Und Partner
hessisches hauptstaatsarchiv Hessen und Thüringen – Nachbarn und Partner BEGLEITHEFT ErgänzEndEr BEitrag zUr aUSStELLUNG »20 JahrE FriEdLichE Revolution Und DeutSchE EinhEit« Foto: picture-alliance / dpa HESSEN UND THÜRINGEN – NACHBARN UND PARTNER BEGLEITHEFT ERGÄNZENDER BEITRAG ZUR AUSSTELLUNG »20 JAHRE FRIEDLICHE ReVOluTION UND DeuTSCHE EINHEIT« INHALT GRussWORT MINISTERPRÄSIDENT ROLAND KOCH 4 1. EINleITUNG 6 2. HesseN UND THÜRINGEN WÄHREND Des KALTEN KRIEGes 13 2.1. DeR KALTE KRIEG 13 2.2. DIE INNERDeuTSCHE GRENZe 15 2.3 THÜRINGEN ZWISCHEN 1945 UND 1989 19 2.4 HesseN ZWISCHEN 1945 UND 1989 25 2.5 HessISCH-THÜRINGISCHE BEZIEHUNGEN WÄHREND Des KALTEN KRIEGes 30 3. DIE »WeNDE« IN THÜRINGEN 35 3.1. OPPOSITION UND WIDERSTAND VOR 1989 35 3.2. DIE FRIEDLICHE ReVOluTION UND GRÜNDUNG Des LANDes THÜRINGEN 40 4. HesseNS HIlfe FÜR THÜRINGEN 51 5. VON DER »HesseNHIlfe« ZUR LANGFRISTIGEN KOOPERATION 63 GRussWORT Liebe Leserin, lieber Leser, was in Deutschland vor zwanzig Jahren geschah, hatten viele Menschen ersehnt, aber kaum zu hoffen gewagt: Die Mauer fiel, die Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschland wurden geöffnet. 2009 und 2010 erinnern wir an den Mauerfall und die deutsche Wiederverei- nigung. Wir sehen dabei auch auf den historischen wie auf den zeitgenössischen Kontext. Vor 70 Jahren hat Deutschland mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Welt- krieg begonnen. In dessen Folge kam es zur Teilung Deutschlands wie zur Teilung Europas. Erst die Auflösung des Ostblocks und der emotional große Moment der deutschen Wiedervereinigung 1989/90 haben die europäische Einigung beflügelt und entscheidend voran gebracht. Die Europäische Union kann 2009 mit Stolz auf nunmehr fünf Jahre erfolgreicher EU-Osterweiterung zurückblicken. -
Wie Alles Begann: Die Gründung Der Universität Trier-Kaiserslautern Vor 40 Jahren“ Impressum
REDEN AN DER UNIVERSITÄT 40 Jahre Universität Trier Festvortrag von Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung „Wie alles begann: Die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern vor 40 Jahren“ Impressum Herausgeber: Der Präsident der Universität Trier Redaktion: Peter Kuntz, Leiter der Pressestelle Fotos: Universität Trier Satz und Druck: Technische Abteilung der Universität Trier Druck: Juli 2010 3 40 Jahre Universität Trier Festvortrag von Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel Ehrenvorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung 18. Mai 2010 „Wie alles begann: Die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern vor 40 Jahren“ 4 Inhalt Impressum . 2 Vorwort . 5 des Präsidenten Prof. Dr. Peter Schwenkmezger „Wie alles begann: . 7 Die Gründung der Universität Trier-Kaiserslautern vor 40 Jahren“ Ministerpräsident a.D. Professor Dr. Bernhard Vogel 5 Vorwort Die Universität Trier feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Ju - biläum. Dies ist Anlass genug, die Entstehungsgeschichte kurz nach - zuzeichnen. Nachdem Trier bereits von 1473 bis 1798 eine eigene Universität hatte, die im Zuge der napoleonischen Kriege wie alle linksrheinischen Universitäten wieder geschlossen wurde, fiel im Jahr 1969 die Entschei - dung, in Rheinland-Pfalz eine weitere Universität zu gründen. Dazu beschloss im Juli 1969 die rheinland-pfälzische Landesregierung das Mem - orandum zur Gründung einer zweiten Universität. Am 1. September 1969 nahm die durch Erlass vom damaligen Kultusminis - ter Dr. Bernhard Vogel errichtete Dienststelle zur Vorbereitung der Errich - tung der Universität Trier-Kaiserslautern unter Leitung von Prof. Dr. Mar - tin Graßnick ihre Tätigkeit auf. Am 20. November 1969 stimmte der Wis - senschaftsrat der Neugründung zu und empfahl dem Bund, die neue Uni - versität Trier-Kaiserslautern in die Hochschulbauförderung aufzunehmen. -
Thüringer Landtag Plenarprotokoll 5/2 5
Thüringer Landtag Plenarprotokoll 5/2 5. Wahlperiode 30.10./04.11.2009 2. Sitzung Freitag, den 30.10.2009 Mittwoch, den 04.11.2009 Erfurt, Plenarsaal Wahl der Ministerpräsidentin 21 Wahlvorschlag der Fraktion der CDU - Drucksache 5/36 - Der Wahlvorschlag der Fraktion der CDU - Drucksache 5/36 - erhält in geheimer Wahl bei 86 abgegebenen gültigen und einer ungültigen Stimme mit 44 Jastimmen, 39 Neinstimmen und 3 Enthaltungen nicht die erforderliche Mehrheit. Die Sitzung wird für 15 Minuten unterbrochen. Im zweiten Wahlgang erhält der Wahlvorschlag der Fraktion der CDU - Drucksache 5/36 - in geheimer Wahl bei 86 abgegebenen gültigen und einer ungültigen Stimme mit 44 Jastimmen, 38 Neinstimmen und 4 Enthaltungen erneut nicht die erforderliche Mehrheit. Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE gemäß § 41 Abs. 6 GO wird die Sitzung für 10 Minuten unterbrochen. Nach dem Ende der Sitzungsunterbrechung schlägt die Fraktion DIE LINKE den Abgeordneten Bodo Ramelow für das Amt des Mi- nisterpräsidenten des Freistaats Thüringen vor. Die Sitzung wird erneut für 10 Minuten unterbrochen. Während der Sitzungsunterbrechung wird der Wahlvorschlag der Fraktion DIE LINKE - Drucksache 5/45 - verteilt. Im dritten Wahlgang erhält in geheimer Wahl bei 87 abgegebenen gültigen Stimmen der Wahlvorschlag der Fraktion der CDU - Druck- sache 5/36 - 55 Stimmen und der Wahlvorschlag der Fraktion DIE LINKE - Drucksache 5/45 - 27 Stimmen bei 5 Enthaltungen. Damit ist die Abgeordnete Christine Lieberknecht gemäß Artikel 70 Abs. 3 Satz 3 der Verfassung des Freistaats Thüringen i.V.m. § 47 Satz 3 GO zur Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen gewählt. Vereidigung der Minister- 24 präsidentin Die Ministerpräsidentin leistet den gemäß Artikel 71 Abs. -
Mann Ohne Schablonen Von Gerhard Schröder Bernhard Vogel
490_73_76_Vogel 29.07.2010 6:47 Uhr Seite 73 Zum 100. Geburtstag Mann ohne Schablonen von Gerhard Schröder Bernhard Vogel Am 11. September vor einhundert Jahren gemeinschaft des Gymnasiums an; hier wurde Gerhard Schröder in Saarbrücken wurde sein besonderes Interesse für die geboren. Er lässt sich schwerlich mit ei- Philosophie Immanuel Kants geweckt, nem Begriff charakterisieren. „Schablo- die er sein Leben lang pflegte. Noch im nen passen nicht zu ihm“, wie Helmut Jahr seines Todes, 1989, sagte Schröder: Schmidt einmal gesagt hat. Schröder war „Kant ist für mich ein unauslöschliches Jurist, Doktor der Rechtswissenschaften, Symbol des Lebens und der Entwicklung wissenschaftlicher Assistent, Anwalt, als geworden, der Philosoph einer strengen der er kurzfristig auch in der Industrie Lebensauffassung und strenger Anforde- tätig war, Mitglied der Bekennenden Kir- rung. Er war für mich der Mann, der che, nach 1945 Mitbegründer der CDU, eigentlich das Beste war, was Preußen- Vorsitzender ihres Evangelischen Ar- Deutschland hervorgebracht hat.“ beitskreises und vor allem ein Mann mit Besonderes Augenmerk verdient sein einer ungewöhnlich langen Amtszeit von Abituraufsatz, der neben der Note „sehr über sechzehn Jahren als Bundesminister gut“ auch den Viktor-von-Scheffel-Preis in drei Schlüsselressorts. für den besten Aufsatz bekam. Darin setzt Ein reiches Leben, ein außergewöhn- sich der Achtzehnjährige am Ende der licher Lebenslauf in einer bewegenden Weimarer Republik mit dem Staatsgedan- und aufregenden Zeit. Es sollte ein wenig ken in Kleists Prinz von Homburg auseinan- der Vergangenheit entrissen werden. Zu der und schreibt: „Allgemeine Gesetzge- Recht hat der Philosoph Odo Marquard bung, nicht Eigenwille, nicht Eigennutz gesagt: „Zukunft braucht Herkunft.“ Ge- sollen Leitstern des Handelns sein. -
Dieter Althaus Ministerpräsident Freistaat Thüringen Im Gespräch Mit Werner Reuß
BR-ONLINE | Das Online-Angebot des Bayerischen Rundfunks Sendung vom 26.09.2006, 20.15 Uhr Dieter Althaus Ministerpräsident Freistaat Thüringen im Gespräch mit Werner Reuß Reuß: Verehrte Zuschauer, ganz herzlich willkommen zum alpha-forum, heute vom Mitteldeutschen Rundfunk in Erfurt aus, der Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Bei uns zu Gast ist der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus. Ich freue mich, dass er hier ist, herzlich willkommen, Herr Ministerpräsident. Althaus: Guten Tag. Reuß: "Politik ist die Kunst, dem lieben Gott so zu dienen, dass es dem bösen Teufel nicht missfällt", so sagt ein Sprichwort. Ist das so? Ist Politik eine Gratwanderung? Was ist Politik für Dieter Althaus? Althaus: Für mich ist das jetzt natürlich das ganze Leben. Ich bin mit der Wiedervereinigung eingestiegen, damals mit dem Bewusstsein, etwas verändern zu wollen. Ich glaube, Politik muss immer wieder versuchen, die Spielregeln, die in der Gesellschaft bestehen, zu überprüfen, zu verändern, sodass sich die Gesellschaft möglichst frei gestalten kann. Zum Zweiten muss Politik auch ein großes Kommunikationsvermögen beweisen: Was da getan wird, muss auch vermittelt werden. Drittens muss Politik auch vorgelebt werden. Das heißt, derjenige, der Politik gestaltet, muss wissen, dass er als Mensch auch in besonderer Weise wahrgenommen wird. Insofern ist mit der Politik und aus der Politik heraus auch eine Vorbildrolle verbunden. Reuß: Etiketten sind nicht unproblematisch, sie neigen dazu, zum Klischee zu werden, aber ich will es dennoch mal probieren: Die "Frankfurter Rundschau" lobte Sie einmal als "überraschend offensiv". Der "Fokus" bezeichnete Sie als "Thüringer Dynamo" und die "Süddeutsche Zeitung" nannte Sie einen "zielstrebigen Pfadfinder der Macht". Fühlen Sie sich so richtig beschrieben? Althaus: Das sind alles Facetten, die sicher eine wichtige Aussagefunktion haben. -
Unsere Disziplin Muss Helfen, Die Gegen- ADENAUER-STIFTUNG Sitionspapieren Und Aktionsprogrammen
REDE Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Heidelberg PROF. DR. BERNHARD VOGEL VORSITZENDER DER KONRAD- „Unsere Disziplin muss helfen, ADENAUER-STIFTUNG MINISTERPRÄSIDENT A.D. die Gegenwartsfixierung zu durchbrechen!“ 30. Mai 2008 Meine sehr verehrten Damen und Herren! Professor zu ihm hätte ich es mit Sicherheit www.kas.de nicht gebracht. Dieter Nohlen und Arno Mohr haben sich erfreulicherweise der Aufgabe unterzogen, Erlauben Sie, dass ich auch an meinen da- zu „50 Jahre Institut für Politische Wissen- maligen Assistentenkollegen Rolf Richard schaft“ eine Festschrift vorzubereiten. Da Grauhan erinnere, dessen früher selbst ge- ich zu den Privilegierten gehöre, die den wählter Tod mich bis heute betroffen macht. Text vorab zu Gesicht bekommen haben Dankend erinnern möchte ich auch an mei- und da ich ungefähr erahne, was Klaus von nen Freund und Nachfolger als Assistent Beyme nach mir vortragen wird, muss ich Sternbergers, Peter Haungs, der allzu früh wohl darauf verzichten, die Entstehung der von uns gegangen ist. Politischen Wissenschaft und die Entwick- lung des Instituts für Politische Wissen- Anlass zu danken habe ich aber auch einer schaft in Heidelberg aus meiner Sicht nach- Reihe von Mitgliedern meiner eigenen ers- zuzeichnen. ten Proseminare: Horst Jaeckel, Adolf Lei- sen, Gerhard Weigand? Und vor allem Peter Nur aufs Danken möchte ich nicht verzich- Haungs, mit dem ich den Wahlkampf von ten. Auf den Dank, heute hier in der Alten 1961 beobachtet und eine recht umfängli- Aula meiner Universität zu Ihnen sprechen che Studie vorgelegt habe: „Wahlkampf und zu dürfen. Es ehrt mich und erfüllt mich mit Wählertradition“. Ein mehrsemestriges Se- Freude. Und dankbar erinnern möchte ich minar zu Fragen des europäischen Wahl- natürlich und in erster Linie an Dolf Stern- rechts folgte.