Dr. Philipp Jenninger Zum Gedenken
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Der Alleskönner. Erinnerung an Karl Carstens Anlässlich Seines 100
WÜRDIGUNG Der Alleskönner Erinnerung an Karl Carstens anlässlich seines 100. Geburtstags TIM SZATKOWSKI Geboren 1976 in Bremen, wissenschaft- Bei der Feier zum 70. Geburtstag von Karl licher Mitarbeiter bei der Edition Carstens, der am 14. Dezember 1914 in der „Akten zur Auswärtigen Politik der Bremen geboren wurde, sprach Bundes- Bundesrepublik Deutschland“ (AAPD) kanzler Helmut Kohl von einer Lebens- des Instituts für Zeitgeschichte im Aus- geschichte, die eine Sonderstellung ein- wärtigen Amt in Berlin, Redakteur des nehme. Es gebe nur wenige, die dem Land Rezensions journals „sehepunkte“ für den in so vielen Ämtern gedient hätten. Sein Bereich „Zeitgeschichte Westeuropa“. 100. Geburtstag erinnert jetzt an Carstens’ politische Laufbahn. Seine Erfahrungen während der NS-Diktatur hielten Karl Carstens zunächst davon ab, in den Staatsdienst einzutreten. Erst ein Studienaufenthalt in den USA 1948/49 änderte seine Meinung. Der Präsident des Bremischen Senats, der Sozial demokrat Wilhelm Kaisen, konnte den Rechtsanwalt dafür ge- winnen, im Oktober 1949 als Landesbevollmächtigter nach Bonn zu gehen. Carstens hatte großen Anteil an der Erhaltung der Eigenstaatlichkeit oder der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen Bremens. 104 Die Politische Meinung Auf Betreiben Konrad Adenauers wechselte Carstens, der zugleich seine wis- senschaftliche Karriere betrieben hatte, im August 1954 in den Auswärtigen Dienst; wenig später trat er in die CDU ein. Er folgte der Werteskala Adenau- ers: Freiheit, Frieden, Einheit. Es war kein Zufall, dass Carstens im September 1955 mit der Leitung der für die europäische Einigung zuständigen Unterab- teilung im Auswärtigen Amt betraut wurde. Mit Beginn der Brüsseler Konfe- renz zur Ausarbeitung von Verträgen über eine Europäische Wirtschafts- und Atom gemeinschaft im Juni 1956 hatte er den Vorsitz einer interministeriellen Koordinierungsgruppe inne. -
German Jewish Refugees in the United States and Relationships to Germany, 1938-1988
UNIVERSITY OF CALIFORNIA, SAN DIEGO “Germany on Their Minds”? German Jewish Refugees in the United States and Relationships to Germany, 1938-1988 A dissertation submitted in partial satisfaction of the requirements for the degree Doctor of Philosophy in History by Anne Clara Schenderlein Committee in charge: Professor Frank Biess, Co-Chair Professor Deborah Hertz, Co-Chair Professor Luis Alvarez Professor Hasia Diner Professor Amelia Glaser Professor Patrick H. Patterson 2014 Copyright Anne Clara Schenderlein, 2014 All rights reserved. The Dissertation of Anne Clara Schenderlein is approved, and it is acceptable in quality and form for publication on microfilm and electronically. _____________________________________________________________________ _____________________________________________________________________ _____________________________________________________________________ _____________________________________________________________________ _____________________________________________________________________ Co-Chair _____________________________________________________________________ Co-Chair University of California, San Diego 2014 iii Dedication To my Mother and the Memory of my Father iv Table of Contents Signature Page ..................................................................................................................iii Dedication ..........................................................................................................................iv Table of Contents ...............................................................................................................v -
29. November 1982: Sitzung Der Landesgruppe
CSU-LG – 9. WP Landesgruppensitzung: 29. 11. 1982 29. November 1982: Sitzung der Landesgruppe ACSP, LG 1982: 21. Überschrift: »Protokoll der 43. Sitzung der CSU-Landesgruppe am 29. November 1982 in der Bayerischen Landesvertretung«. Zeit: 20.00–22.45 Uhr. Vorsitz: Waigel. Anwesend: Biehle, Bötsch, Brunner, Engelsberger, Faltlhauser, Geiger, Gerlach, Glos, Handlos, Hartmann, Hinsken, Höffkes, Höpfinger, Graf Huyn, Jobst, Keller, Kiechle, Klein, Kraus, Krone-Appuhn, Kunz, Linsmeier, Lintner, Lowack, Niegel, Probst, Regenspurger, Riedl, Rose, Rossmanith, Schneider, Spilker, Spranger, Stücklen, Voigt, Waigel, Warnke, Wittmann, Zierer, Zimmermann. Gäste: Baumgärtel, Stoiber. Sitzungsverlauf: A. Geschäftliche Mitteilungen des Landesgruppenvorsitzenden Waigel mit einem Bericht über den anstehenden Bundestagswahlkampf, die Aufstellung der Landesliste, die Sitzung des GATT in Genf, die UN-Seerechtskonvention, die Flick-Affäre, die Gründung der Partei Liberale Demokraten und die Kritik an Bundespostminister Schwarz-Schilling (CDU). B. Erläuterungen des Parlamentarischen Geschäftsführers Bötsch zum Plenum der Woche. C. Allgemeine Aussprache. D. Vorbereitung auf die Beratung des Antrags der Fraktionen von CDU/CSU und FDP über bessere Bedingungen für den CB-Funk. E. Bericht des CSU-Generalsekretärs Stoiber zur Wahlkampfführung mit ergänzenden Bemerkungen des Landesgeschäftsführers Baumgärtel. F. Allgemeine Aussprache. G. Verschiedenes. [A.] Tagesordnungspunkt 1: Bericht des Vorsitzenden Waigel begrüßt den Generalsekretär der CSU, Edmund Stoiber, und den Landesgeschäftsführer der CSU, Manfred Baumgärtel. Waigel gratuliert dem Kollegen Götz zu seinem heutigen Geburtstag. Waigel gibt einige Termine bekannt: 4.12.1982 Kleiner Parteitag in Neuburg an der Donau; 6.12.1982 Landesgruppensitzung mit Franz Josef Strauß; 7.12.1982 Nikolausfeier des Freundeskreises der CSU in Bonn; 6. bis 8.1.1983 Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth mit Franz Josef Strauß und Norbert Blüm1. -
19. Oktober 1981: Sitzung Der Landesgruppe
CSU-LG – 9. WP Landesgruppensitzung: 19. 10. 1981 19. Oktober 1981: Sitzung der Landesgruppe ACSP, LG 1981: 15. Überschrift: »Protokoll der 18. Landesgruppensitzung am 19. Oktober 1981«. Zeit: 20.00–20.20 Uhr. Vorsitz: Zimmermann. Anwesend: Althammer, Biehle, Bötsch, Faltlhauser, Fellner, Geiger, Glos, Handlos, Hartmann, Höffkes, Höpfinger, Graf Huyn, Keller, Kiechle, Klein, Kraus, Kunz, Lemmrich, Linsmeier, Niegel, Probst, Regenspurger, Röhner, Rose, Rossmanith, Sauter, Spilker, Spranger, Stücklen, Voss, Warnke, Zierer, Zimmermann. Sitzungsverlauf: A. Bericht des Landesgruppenvorsitzenden Zimmermann über die Bonner Friedensdemonstration vom 10. Oktober 1981, die Haushaltslage, den Deutschlandtag der Jungen Union in Köln, die USA-Reise des CDU-Parteivorsitzenden Kohl und die Herzerkrankung des Bundeskanzlers. B. Erläuterungen des Parlamentarischen Geschäftsführers Röhner zum Plenum der Woche. C. Allgemeine Aussprache. D. Erläuterungen zu dem Gesetzentwurf der CDU/CSU-Fraktion zum Schutze friedfertiger Demonstrationen und Versammlungen. E. Vorbereitung der zweiten und dritten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Gesetzentwurfs über die Anpassung der Renten der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 1982 und der zweiten und dritten Beratung des Entwurfs eines Elften Gesetzes über die Anpassung der Leistungen des Bundesversorgungsgesetzes (Elftes Anpassungsgesetz-KOV). [A.] TOP 1: Bericht des Vorsitzenden Dr. Zimmermann begrüßt die Landesgruppe. Er gratuliert den Kollegen Dr. Dollinger, Keller und Hartmann zu ihren Geburtstagen. Dr. Zimmermann betont, daß sich selten die politische Lage in der Bundesrepublik Deutschland zwischen zwei Landesgruppensitzungen so verändert habe: Friedensdemonstration1, Haushaltslage und Gesundheit des Kanzlers.2 Drei grundverschiedene Bereiche, von denen jeder allein auf die Koalition destabilisierende Wirkung habe. Was die Haushaltslage angehe, so bedeute eine Lücke von 5 bis 7 Mrd. DM, wie Matthöfer sie für den Haushalt 1982 zugebe, das Ende des vorliegenden Entwurfs.3 1 Zur Friedensdemonstration in Bonn am 10. -
A State of Peace in Europe
Studies inContemporary European History Studies in Studies in Contemporary Contemporary A State of Peace in Europe A State of Peace in Europe European European West Germany and the CSCE, 1966–1975 History History West Germany and the CSCE, 1966–1975 Petri Hakkarainen In a balanced way the author blends German views with those from Britain, France and the United States, using these countries’ official documents as well. His book represents a very serious piece of scholarship and is interesting to read. It excels with a novel hypothesis, a very careful use of varied archival sources, and an ability not to lose his argument in the wealth of material. Helga Haftendorn, Free University, Berlin Petri Hakkarainen I don’t know of any other book that deals so thoroughly with German CSCE policy in the years described here…The author has done a vast amount of research, using documents from different archives and different countries…While he is of course not the first scholar to write about the origins of the CSCE, the author does contribute new elements and interpretations to the topic. Benedikt Schönborn, University of Tampere, Centre for Advanced Study From the mid-1960s to the mid-1970s West German foreign policy underwent substantial transformations: from bilateral to multilateral, from reactive to proactive. The Conference on Security and Cooperation in Europe (CSCE) was an ideal setting for this evolution, enabling A StateofPeaceinEurope the Federal Republic to take the lead early on in Western preparations for the conference and to play a decisive role in the actual East–West negotiations leading to the Helsinki Final Act of 1975. -
Politprominenz Erweist Bonn Die Reverenz
Dr. Stephan Eisel Mitglied des Deutschen Bundestages Wahlkreisbüro: Markt 10-12 53111 Bonn 0228 -184 99832 Deutscher Bundestag Platz der Republik 1, 11011 Berlin Tel. 030 - 227 – 77088 [email protected] Nr. 45 1. September 2008 Politprominenz erweist Bonn die Reverenz Zahlreiche Spitzenpolitiker kommen zur Feierstunde des Bundestages anlässlich des 60. Jahrestages der Konstituierung des Parlamentarischen Rates am kommenden Samstag ins Museum Koenig. Dies teilte der Bonner Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel mit, auf dessen Anregung die Feierstunde zurückgeht: „Als ich Ende 2007 Bundestagspräsident Norbert Lammert gesagt habe, die Geburtsstunde des Grundgesetzes dürfe nicht nur in Berlin, sondern müsse vor allem auch am Geburtsort Bonn gefeiert werden, hat er dies sofort aufgegriffen. Die große Resonanz zeigt, dass Bonn ein Symbol für viele gute Jahre deutscher Geschichte bleibt.“ Bundestagspräsident Lammert wird mit drei seiner Vizepräsidenten (Susanne Kastner, Hermann Otto Solms und Petra Pau) und etwa 50 Bundestagsabgeordneten anreisen, darunter die Fraktionschefs Peter Struck (SPD) und Guido Westerwelle (FDP), Norbert Röttgen für Fraktionsspitze der CDU/CSU. Teilnehmen werden auch die früheren Bundestagspräsidenten Rita Süßmuth und Philipp Jenninger sowie der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes Hans-Jürgen Papier mit seinen Vorgängern Jutta Limbach und Ernst Benda. Aus dem Bundeskabinett haben sich die Minister Brigitte Zypries und Wolfgang Tiefensee sowie Staatssekretär Peter Altmaier angesagt. Dazu kommen die früheren Bundesminister Friedrich Bohl, Horst Ehmke, Herbert Ehrenberg, Hans-Dietrich Genscher, Otto Graf Lambsdorff, Manfred Lahnstein, Ursula Lehr, Franz Mütefering, Rainer Offergeld, Oscar Schneider, Carl-Dieter Spranger, und Dorothee Wilms, Die Bundesländer sind durch den Vizepräsident des Bundesrates Ministerpräsident Peter Müller, NRW-Landtagspräsidentin Regina von Dinther, den stv. NRW-Ministerpräsidenten Andreas Pinkwart sowie CDU-Fraktionschef Helmut Stahl vertreten. -
MS-603: Rabbi Marc H
MS-603: Rabbi Marc H. Tanenbaum Collection, 1945-1992. Series D: Internationalional Relations Activities.Activities. 1961-1961 1992 Box 58, Folder 18,, GGermany,ermany, 11986-1989.986-1989. 3101 Clifton Ave, Cincinnati, Ohio 45220 (513) 221-1875 phone, (513) 221-7812 fax americanjewisharchives.org FEB 12 1988 THE AMERICAN JEWISH COMMITTEE date February 1o, 1986 to Bill Trosten, Gene DuBow, Marc Tanenbaum from Phyllis Sherman subject Ebert Foundation Report on Treatment of Germany in U. S. High School Textbooks Attached for your review is the draft report to the Ebert Foundation. Please note the-following: 1. I made only a very rough "tally" of the results because the responses were very spotty and not u·niform in their interpretation: of the intent of the questions~ 2. The last section "Summary" could be changed to "Summary and Recommendations." No recommendations were made, e.g., 11 a call for. further ,study of the American school system based on this preliminary survey" because I did not know the extent to which you want to involve us either directly or indirectly in such a study. Moreover, a survey of existing studies might have to be made before such a recommendation is made. One respondent notes that a similar study was u~dertaken by the Eckart Foundation . The Eckart study may, however, have concentrated on college texts. This was not clear. 3. There is some repetition which was deliberate and meant to be reinforcing. You may, however, ·want to shorten it. If so, please advise as to what you want taken out. PS :mb · Attachment cc: David Gordis .· " ; . -
CDU) SOZIALORDNUNG: Dr
g Z 8398 C 'nformationsdienst der Christlich Demokratischen Union Deutschlands Union in Deutschland Bonn, den 7. Oktober 1982 Für die Wir packen Auftakt-Aktion Bundeskanzler es an Helmut Kohl liegen jetzt sämtliche Materia- Als Helmut Kohl vor zehn Tagen zum Bundes- lien vor. Ausführliche Vorstel- lung mit Abbildungen und Be- kanzler gewählt wurde, sagte er: „Packen wir es stellformular im rosa Teil. gemeinsam an." Dieses Wort gilt. Die Re- Von dem am 1. Oktober 1982 gierung unter seiner Führung hat angepackt. aktuell herausgegebenen „Zur D'e Bürger im Land spüren dies, sie atmen Sache"-Flugblatt zur Wahl Hel- *uf, daß die Zeit der Führungslosigkeit, des mut Kohls wurden am Wo- Tr chenende bereits über 3 Mil- eibenlassens und der Resignation zu Ende lionen Exemplare verteilt. 9eht. Auch die Beziehungen zu unseren Freun- • den im Ausland hat Helmut Kohl mit seinen er- sten Reisen nach Paris und Brüssel gefestigt Das traurige Erbe und gestärkt. Dokumentation über die Hin- terlassenschaft der Regierung Der Bundeskanzler und alle, die ihm helfen, haben in Schmidt im grünen Teil den letzten Tagen mit einem gewaltigen Arbeitspen- sum ein Beispiel für uns alle dafür gegeben, was jetzt yon uns verlangt wird, um Schritt für Schritt das trau- • HELMUT KOHL r,9e Erbe, das die Schmidt-Regierung hinterlassen Wir müssen den Leistungswillen nat, zu überwinden. Die häßliche Hetzkampagne zahl- in unserem Volke wieder beleben Seite 3 reicher Sozialdemokraten gegen diesen Neuanfang 2ßigt ihre Ohnmacht und ihr schlechtes Gewissen; s'e sind schlechte Verlierer und schlechte Demokra- • BUNDESTAGS- ten, und sie werden dafür am 6. März die Quittung er- FRAKTION halten. -
Liste Deutscher Teilnehmer Bilderberg
• Egon Bahr (1968, 1971, 1982, 1987), German Minister, creator of the Ostpolitik • Rainer Barzel (1966), former German opposition leader • Kurt Biedenkopf (1992), former Prime Minister of Saxony • Max Brauer (1954, 1955, 1958, 1963, 1964, 1966), former Mayor of Hamburg • Birgit Breuel (1973, 1979, 1980, 1991, 1992, 1994), chairwoman of Treuhandanstalt • Andreas von Bülow (1978), former Minister of Research of Germany • Karl Carstens (1971), former President of Germany • Klaus von Dohnanyi (1975, 1977), former Mayor of Hamburg • Ursula Engelen-Kefer (1998), former chairwoman of the German Confederation of Trade Unions • Björn Engholm (1991), former Prime Minister of Schleswig-Holstein • Ludwig Erhard (1966), former Chancellor of Germany • Fritz Erler (1955, 1957, 1958, 1963, 1964, 1966), Socialist Member of Parliament • Joschka Fischer (2008), former Minister of Foreign Affairs (Germany) • Herbert Giersch (1975), Director, Institut fur Weltwirtschaft an der Universitat Kiel • Helmut Haussmann (1979, 1980, 1990, 1996), former Minister of Economics of Germany • Wolfgang Ischinger (1998, 2002, 2008), former German Ambassador to Washington • Helmut Kohl (1980, 1982, 1988), former Chancellor of Germany • Walter Leisler Kiep (1974, 1975, 1977, 1980), former Treasurer of the Christian Democratic Union (Germany) • Kurt Georg Kiesinger (1955, 1957, 1966), former Chancellor of Germany • Hans Klein (1986), Member of German Bundestag • Otto Graf Lambsdorff (1980, 1983, 1984), former Minister of Economics of Germany • Karl Lamers (1995), Member of the -
Die Ära Kohl Im Gespräch
DIE ÄRA KOHL IM GESPRÄCH Die Wende 1982/83: Der Beginn der Ära Kohl Einführung* Hanns Jürgen Küsters Meine sehr verehrten Damen und Herren, „Die Wende 1982/83: Der Beginn der Ära Kohl“ ist das Thema der heutigen Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe „Ära Kohl Gespräch“, zu der ich Sie alle ganz herzlich im Namen der Konrad-Adenauer-Stiftung willkommen heiße. Es ist mir eine ganz besondere Freude, dass Sie wieder einmal so zahlreich der Einladung gefolgt sind. Unser Tagungsraum, der alte Plenarsaal des Bun- desrates, gehört zu den historischen Orten, die aus der Zeit der Bonner Repu- blik noch unverändert erhalten geblieben sind. Er war und ist ein Herzstück des deutschen Föderalismus und wichtige Stätte der „Bonner Republik“, die es zu bewahren gilt. Hier sind Bund und Länder, Regierung und Opposition, Interes- sen gleicher und unterschiedlicher parteipolitischer Coleur und Koalitions- muster aufeinander getroffen. Dieser Plenarsaal verkörpert ein Stück gelebter deutscher Demokratie, in dem viele Jahre lang auch Helmut Kohl als Minister- präsident und Bundeskanzler gewirkt hat. Ein besonderer Willkommensgruß gilt den Weggefährten und Zeitzeugen der Ära Kohl, die den Regierungswechsel 1982 in unterschiedlichen Funkti- onen miterlebt haben und aus eigener Anschauung über die Geschehnisse be- richten können. Zunächst darf ich ganz herzlich Herrn Dr. Norbert Blüm begrüßen, der von 1981 an Senator für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes Berlin beim Bund im damaligen Senat des Regierenden Bürgermeisters Richard von Weizsäcker war und 1982 zum Bundesminister für Arbeit ernannt wurde. Ihn zeichnet aus, während der gesamten Ära Kohl als einziger Bundes- minister sein Ressort behalten und den fünf Kabinetten von Helmut Kohl an- gehört zu haben. -
The Sanctuary and the Glacis France, the Federal Republic of Germany, and Nuclear Weapons in the 1980S (Part 1)
The Sanctuary and the Glacis France, the Federal Republic of Germany, and Nuclear Weapons in the 1980s (Part 1) ✣ Frédéric Bozo In December 1985, Chancellor Helmut Kohl of the Federal Republic of Ger- many (FRG) came to Paris to meet with French President François Mitterrand to discuss defense and security cooperation. Kohl had requested the meeting in the hope of overcoming the stalemate that had emerged during the previ- ous months, not least regarding nuclear matters—a sensitive subject in light of the two countries’ different nuclear weapons status. The conversation was thorough. Mitterrand, in particular, mentioned the possibility of establishing some form of nuclear consultation mechanism between Paris and Bonn in times of crisis or war, a long-time West German demand. Kohl was euphoric: “This is the very first time that this kind of discussion can take place,” he told Mitterrand. “Such a conversation had never before been possible between a [French] president and a [West German] chancellor,” he continued, adding that his father, a captain in the German army, “would never have imagined such a situation.”1 Kohl was right. Only a few years before, such topics were hardly discussed between French and West German leaders. In the wake of Mitterrand’s election in the spring of 1981, Helmut Schmidt, Kohl’s prede- cessor, had come to Mitterrand’s vacation home in the southwest of France for extensive discussions of the international context as well as bilateral relations. Toward the end of their first meeting, Mitterrand, who had been briefed on the importance of nuclear consultation to the FRG, asked Schmidt whether he had discussed the topic with his predecessor, Valéry Giscard d’Estaing. -
Tim Geiger Ludwig Erhard Und Die Anfänge Der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg TIM GEIGER Ludwig Erhard und die Anfänge der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Originalbeitrag erschienen in: Rudolf Hrbek (Hrsg.): 40 Jahre Römische Verträge: der deutsche Beitrag; Dokumentation der Konferenz anlässlich des 90. Geburtstages von Dr. h.c. Hans von der Groeben Baden-Baden: Nomos, 1998, S. 50-64 Tim Geiger Ludwig Erhard und die Anfänge der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Ludwig Erhard war kein Freund der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Viel wichtiger als der Gemeinsame Markt der Sechs war ihm die Errichtung einer das ganze freie Europa umfassenden Großen Freihandelszone. Die fol- genden historischen Betrachtungen lassen sich von dieser Schwerpunktset- zung des Bundeswirtschaftsministers leiten. Die Ausführungen über Erhards Europavorstellungen gliedern sich folglich in zwei Abschnitte. Im ersten Teil soll Erhards Einflußnahme auf die Entstehung des EWG-Vertrages betrachtet werden. Da Erhard die Römischen Verträge keinesfalls als Abschluß der eu- ropäischen Integrationsbemühungen ansah, gilt es darüber hinaus in einem zweiten Abschnitt Erhards Bemühungen um die Schaffung einer die EWG überwölbenden Freihandelszone in Augenschein zu nehmen. 1) Ludwig Erhard und die Entstehung des EWG-Vertrages (1955 -1957) Die Idee eines gemeinsamen Marktes und einer Zollunion der sechs Montan- unionstaaten bildete den Kern des neuen europapolitischen Anlaufs, der nach der Messina-Konferenz vom Juni 1955 Gestalt anzunehmen begann. Ludwig Erhard hielt diesen Ansatz für verfehlt. Zwar begrüßte er die geplante engere Zusammenarbeit und Liberalisierung innerhalb der Sechser-Gemeinschaft, doch hielt er den eingeschlagenen Weg zur Erreichung dieses Zieles für falsch. Einer Zollunion wohne, so der Bundeswirtschaftsminister, stets eine Tendenz zur Abschottung nach außen inne. Dies führe zu einer gefährlichen Zerstückelung der Märkte. In Erhards Denken war jedoch kein Platz für Re- gionalismus oder engstirnigen Nationalismus.