STUDIEN ZUR IKONOGRAPHIE DES KUNSTBETRACHTERS Im 17., 18

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STUDIEN ZUR IKONOGRAPHIE DES KUNSTBETRACHTERS im 17., 18. und 19. Jahrhundert

Von der Philosophischen Fakultät der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen zur
Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Philosophie genehmigte Dissertation

vorgelegt von
Heinrich Silvester Johannes Becker aus
Ulm/Donau

Berichter:
Universitätsprofessor Dr. phil. Andreas Beyer
Universitätsprofessor Dr. phil. Theo Buck
Professurvertreter Dr. phil. Alexander Markschies

Tag der mündlichen Prüfung: 21. 01. 2005

Diese Dissertation ist auf den Internetseiten der Hochschulbibliothek online verfügbar

Rachel und meinen Eltern

Wem ich danken möchte:

- Prof. Dr. Adreas Beyer, der sich ohne Umschweife dazu bereit erklärte, die Betreuung dieser Arbeit von seinem Vorgänger zu übernehmen - Prof. Dr. Hans Holländer, dem besagten Vorgänger, von dem der entscheidende Anstoß zur Themenfindung kam - Prof. Dr. Walter Grasskamp für sein Interesse und seine Hinweise - Prof. Dr. Theo Buck für ein offenes Ohr und die umgehende Bereitschaft als Berichter zu fungieren - Professurvertreter Dr. Alexander Marschies für die freundliche und unkomplizierte Art, mit der er die Aufgabe des Gutachters übernahm - meiner Tochter Rachel und ihrer Mutter Viola Kramer für die vielen Entbehrungen, die sie im Lauf der Jahre - wenn auch nicht immer ganz freiwillig - auf sich genommen haben, und für ihr oft mühevolles Streben, mich im ‘richtigen’ Leben zu halten - meinen Eltern für ihre bereitwillige Unterstützung in jeder Hinsicht - Gabriela Ruhmann, ohne die und deren Verständnis, deren Geduld, deren Anregungen und Fragen diese Arbeit womöglich heute noch nicht fertig wäre - Thomas Fusenig für zahlreiche Gespräche und Anregungen, für seine Ratschläge und Einschätzungen - Dagmar Preising für ihren Rat und natürlich das - unerläßliche - geduldige Korrekturlesen - meinen Geschwistern für aufmunternde Worte, offene Augen und auch finanzielle Zuwendungen - Freunden, Kommilitonen und Bekannten für Hinweise, Gespräche, Unterkunft und Frotzeleien - dem freundlichen Personal der Bibliotheken (last but not least), etwa der Bibliotheken der Institute für Kunstgeschichte in Aachen und Amsterdam, der Hochschulbibliothek Aachen, des Warburg Institute und der Witt Library in London, und des Zentralinstituts München

  • EINLEITUNG
  • 11

  • 31
  • KAPITEL I - DAS 17. JAHRHUNDERT

  • i
  • SAMMELWESEN
  • 31

  • 34
  • i i
  • ANTWERPEN UND DIE GEMALTEN GALERIEN

- Der Inventor und seine möglichen Vorbilder - Frühe Beispiele Frans II Franckens - Hieronymus II Francken
37 39 45 52 53 57 65 70 74 78 81

- Liefhebber der Schildereyen

- Kennerschaftliches Interesse - Guillam van Haecht - Späte Beispiele Frans II Franckens - Hans III Jordaens und Cornelis de Baellieur - David Teniers d. J. - Zeit des Wandels ? - Nachblüte

  • i i i BESUCH IM ATELIER
  • 84

86 90 iv DAS MOTIV DES KUNSTBETRACHTERS IN ANDEREN REGIONEN

  • v
  • RESÜMEE

  • KAPITEL II - DAS 18. JAHRHUNDERT
  • 97

  • i
  • SAMMLUNGSDARSTELLUNGEN
  • 97

  • - J. M. Bretschneider in Prag
  • 97

- Ein Deutscher ‘Sammlungskatalog’ - Giovanni Paolo Pannini in Rom
100 103 108 111 112 113 116
- Johan Zoffany - ein anglisierter Deutscher in Florenz - Bénigne Gagnereaux - ein Franzose in Rom - Sammlungsansichten als Rom-Souvenir? - Adriaan de Lelie in Amsterdam - Konzentration auf das Personal

  • i i
  • DARSTELLUNGEN DES KUNSTHANDELS
  • 120

- »Bauernwirtschaft mit Kunsthandlung und Theaterbühne« - Watteaus »L’Enseigne de Gersaint« - Bouchard & Gravier in Rom
122 122 125 125 126 128
- »Spectators at a Print-Shop in St. Paul’s Church Yard« - Kunstauktionen - Straßenhändler

i i i AUSSTELLUNGSBILDER

- Der ‘Salon’ von 1699

130

132 134 135 139 143 144
- Festtagsausstellungen vor der Scuola di San Rocco in Venedig - Salonansichten von Gabriel de Saint-Aubin - Ausstellungen der Londoner Royal Academy im Bild - Der Pariser Salon in den Darstellungen P. A. Martinis - Das Ausstellungspublikum in zeitgenössischen französischen Texten

  • iv RESÜMEE
  • 149

  • KAPITEL III - DAS 19. JAHRHUNDERT
  • 155

  • i
  • AUSSTELLUNGEN
  • 156

  • 156
  • - Erste Ansichten des nachrevolutionären Salons

- »Die Öffentlichkeit besieht sich Davids Gemälde der Krönung

  • von Napoleon und Josephine«
  • 158

160 161 165 168 172 174
- Ingres zeichnet den Salon - The British Institution - F. A. Biard: Eine Darstellung des Salons ‘in eigener Sache’ - Daumiers Salonkarikaturen - “Kunstbeschouwing” bei Arti in Amsterdam - In der Royal Academy, London

  • i i
  • KUNSTHANDEL
  • 178

- Kunsthandlungen - Auktionen
178 184

  • 191
  • - Straßenhändler

  • i i i SAMMLUNGEN
  • 192

  • - Fiktive Sammlungen
  • 192

196 201
- Ansichten tatsächlich existierender Privatsammlungen - Konzentration auf das Personal

  • iv MUSEUMSDARSTELLUNGEN
  • 207

  • - Innenansichten des Louvre von Hubert Robert
  • 214

218 219 221 222 224 226 227 229 235 237 239 240
- Eine Zeichnung vom Eröffnungstag des Koninklijk Museum - Öffentliches Museum in ‘Privatnutzung’ - Ein idealisierter Antikensaal im British Museum - Amerikaner im Louvre - »Die Dresdener Gemäldegalerie im Stallgebäude« - Museum im Kirchenraum - Der Raum gewinnt an Bedeutung - Das einfachere Volk im Museum - Ein Ort der Freizeitgestaltung - Liebelei im Museum - Vergegenwärtigung - Übermannt

  • v
  • RESÜMEE
  • 241

  • SCHLUSS
  • 247

  • 255
  • LITERATURVERZEICHNIS

EINLEITUNG

Die Betrachtung von Kunstwerken ist zweifellos die grundlegende ‘Technik’ der Kunstgeschichte. Dennoch ist die Art und Weise, wie Kunstwerke zu verschiedenen Zeiten betrachtet wurden, bislang nur vereinzelt zum Forschungsgegenstand gemacht worden. Zudem finden sich lediglich1 Arbeiten, die diesen Komplex mit Hilfe von Texten angehen, die also anhand von zeitgenössischen Schriften versuchen zu erschließen, mit welchen Haltungen, Überzeugungen und Interessen man sich in verschiedenen Epochen mit Kunst beschäftigte.2 Bildliche Darstellungen von Kunstbetrachtern hingegen wurden im Hinblick auf diese oder ähnliche Fragen noch nicht systematisch untersucht. Das ist das Ziel der vorliegenden Arbeit.
Das Korpus bilden im Kern europäische Gemälde, Graphiken und Zeichnungen aus dem
17., 18. und 19. Jahrhundert,3 die Personen im Umgang mit Kunstwerken zeigen;4 wobei natürlich auch jene Figuren von Bedeutung sein können, die sich im vorgeführten Moment - womöglich demonstrativ - nicht für die Kunstwerke interessieren. Eine Arbeit zum Motiv des Kunstbetrachters kann sich indessen nicht auf das dargestellte Personal, also z. B. seine gesellschaftliche, geschlechtliche und altersmäßige Zusammensetzung oder seine Posen beschränken. Auch die Zusammenhänge, in denen es gezeigt wird, sind zu berücksichtigen. Hier sind etwa Fragen zu stellen wie: Ist es eine öffentliche Veranstaltung oder ein eher privates Treffen? Ist tatsächlich die Kunst der Anlaß für das Zusammenkommen, und wie wird der Umgang mit ihr charakterisiert? Handelt es sich um eine nüchterene Bestandsaufnahme mit Staffagefiguren oder um ein repräsentatives Sammlungsportrait mit prestigereichen Gä- sten? Im Hinblick auf die Entwicklung des Motivs ist schließlich im Auge zu behalten, wann es wo und in welcher Ausprägung auftaucht.

Soweit ich es überblicke, gibt es bisher weder Arbeiten, die sich speziell mit der Ikonographie des Kunstbetrachters beschäftigen, noch solche zu verwandten Themenkomplexen, in der sie als eigenständiger Teilaspekt abgehandelt wird. In der Literatur zum Kunstbetrachter allgemein, den Orten und Institutionen, an denen er ‘gemeinhin beheimatet’ ist, und zu Darstellungen, auf denen er wiedergegeben ist, finden sich meist nur einzelne Abschnitte, die für den hier behandelten Zusammenhang von direktem Interesse sind.
Die Publikationen »Der Betrachter«  von Thomas Frangenberg, Carol Gibson-Woods

»Studies in the   Theory of Connoisseurship from Vasari to Morelli« oder Robert Trautweins

1

Das ist keinesfalls abwertend gemeint.

2

Thomas Frangenberg: Der Betrachter: Studien zur florentinischen Kunstliteratur des 16. Jahrhunderts. Berlin,
1990. Carol Gibson-Wood: Studies in the Theory of Connoisseurship from Vasari to Morelli. New York; London, 1988. Robert Trautwein: Geschichte der Kunstbetrachtung. Von der Norm zur Freiheit des Blicks. Köln, 1997.

3

Hinzu kommen noch einige vereinzelte Beispiele aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

4

Da es um die Entwicklung und Verbreitung eines Motivs geht, werden Beispiele ganz unterschiedlicher Qualität nebeneinanderstehen. Eine Wertung aber nach ästhetischen Kriterien soll nicht vorgenommen werden.

11

»Geschichte der Kunstbetrachtung«  sind zwar insofern von einer gewissen Bedeutung, als sie

- unter anderem - dem indirekt in Schriften verschiedener Autoren und Epochen entworfenen Bild von Kunstbetrachtern nachspüren, doch auf bildliche Darstellungen dieser ‘Spezies’ gehen sie nicht ein.5 Studien, die sich mit der Geschichte des Sammelns, des Kunsthandels, der Akademieausstellung, der Ausstellung allgemein oder des Museums beschäftigen, setzen entsprechende Bildbeispiele vornehmlich zur ‘visuellen Untermalung’ ein, nur selten werden sie dort im einzelnen besprochen oder gar in den Fortgang der Überlegungen einbezogen.6 Gleichwohl liefern solche Studien natürlich - auch für die vorliegende Arbeit -wichtige Informationen zur Entwicklung der genannten ‘Institutionen’, seltener etwas zur Zusammensetzung des Publikums oder zu dessen Ansichten und Eindrücken.7
Als ergiebigste Quelle erweist sich noch die Literatur zu einzelnen Darstellungen, die
Kunstbetrachter zeigen, also etwa Studien zu prominenten Stücken wie Panninis »Galeriebild

für Kardinal Valenti Gonzaga«8 und Zoffanys » T r i buna«9 oder zu einzelnen Meistern wie

Frans II. Francken10 und Guillam van Haecht11. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang außerdem die zahlreichen Publikationen zu den gemalten Galerien aus dem Antwerpen des 17. Jahrhunderts.12 Es ist allerdings festzuhalten, daß das Personal auch hier eine eher unterge-

5

Siehe Anm. 2.

6

Beispielsweise: Niels von Holst: Creators, Collectors and Connoisseurs. The Anatomy of artistic Taste from Antiquity to the Present day. London, 1967. Krzystof Pomian: Der Ursprung des Museums. Vom Sammeln. Berlin, 1993. Hans Peter Thurn: Der Kunsthändler. Wandlungen eines Berufes. München, 1994. Patricia Mainardi: The end of the Salon: art and the state in the early Third Republic. Cambridge u.a., 1993. Georg Friedrich Koch: Die Kunstausstellung. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Berlin, 1967. Germain Bazin: The Museum Age. Brüssel; London, o.J. [franz. Version v. 1967]. Verzamelen. Van Rariteitenkabinet tot Kunstmuseum. Redactie Ellinoor Bergvelt et al.. Heerlen, 1993. La Jeunesse des Musées. Les musées de France au XIXe siècle. (Ausst. 1994: Musée d’Orsay, Paris) Paris, 1994.

7

Vgl. etwa: Kenneth Hudson: A Social History of Museums. What the Visitors Thought. London u. a., 1975. Oder auch Alma S. Wittlin: The Museum. Its History and its Tasks in Education. London, 1949. Kunstsoziologische Arbeiten, die sich auch historisch eingehender mit der Seite der Rezipienten bildender Kunst auseinandersetzen, sind bislang anscheinend ausgesprochen rar. Rainer Wick meint gar grundsätzlicher: “So groß die Zahl theoretischer Studien und empirischer Untersuchungen im Bereich der allgemeinen Publikumsforschung auch sein mag, zum speziellen Problemkreis ‘Kunstpublikum’ hat die Soziologie bisher nur Rudimentäres beigetragen. Rainer Wick: “Das Museumspublikum als Teil des Kunstpublikums”, in: Kunstsoziologie. Bildende Kunst und Gesellschaft. Hrsg. v. Rainer Wick u. Astrid Wick-Kmoch. Köln, 1979. (S. 259 - 278) S. 260. Auch in zwei jüngeren Publikationen spielt dieser Bereich eine sehr bescheidene Rolle, auch finden sich keine Hinweise auf tiefgreifendere Studien, die sich mit dem Kunstpublikum vor 1900 auseinandersetzen. Vgl. etwa Barabara Aulinger: Kunstgeschichte und Soziologie. Eine Einführung. Berlin 1992. Soziologie der Kunst. Produzenten, Vermittler und Rezipienten. Hrsg. v. Jürgen Gerhards. Opladen, 1997.

8

Michael Kiene: “Giovanni Paolo Panninis Expertisen für Marchese Capponi und sein Galeriebild für Kardinal
Valenti Gonzaga”, in: Römisches Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana. 26/1990. S. 257 - 301.

9

Oliver Millar: Zoffany and his Tribuna. London, 1966.

10

Ursula Härting: Frans Francken der Jüngere (1581 - 1642): Die Gemälde mit kritischem Œuvrekatalog. Freren,
1989.

11

Gary Schwartz: “Love in the Kunstkamer. Additions to the Work of Guillam van Haecht (1593 - 1637)”, in:
Tableau. Fine Arts Magazine. 18/1996/Nr. 6. S. 43 - 52.

12

Nur eine Auswahl sei hier stellvertretend genannt: Ursula Härting: “>doctrina et pietas<, über frühe Galeriebilder”, in: Jaarboek van het Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, Antwerpen. 1993. S. 95 - 133; Annalisa Scarpa Sonino: Cabinet D’Amateur. Le Grandi Collezioni d’Arte nei Dipinti dal XVII al XIX Secolo. Mailand, 1992. David

12

ordnete Rolle spielt, oft bleibt es bei bloßen Aufzählungen, zu denen zuweilen Indentifizierungsversuche hinzukommen. Das Augenmerk liegt vornehmlich auf den Bildern-imBild. Hier kommt vielleicht zum Tragen, was Elizabeth Honig im Zusammenhang mit den gemalten Galerien beschreibt - was aber auch auf andere, verwandte Bildtypen übertragbar scheint: “Any art historian who has stood before an Antwerp k unstkammer painting has felt the impulse to begin guessing at the authorship of the works shown, to name names […].”13 Die Bilder-im-Bild, so erscheint es, ‘versperren’ nicht selten den Blick auf die Betrachter.
Im Vergleich zu ikonographischen Studien, die auf christliche oder mythologische
Themen ausgerichtet sind, wird hier beim profanen Motiv des Kunstbetrachters nur selten der Fall eintreten, daß sich Texte und Bilder direkt aufeinander beziehen lassen, daß also z.B. ein literarischer Museumsbesuch als Vorlage für einen gemalten wahrscheinlich gemacht werden kann oder umgekehrt. Dennoch erscheint es geboten, sich mit der - jeweils zeitgenössischen - Literatur zu beschäftigen. Das dort vom Kunstbetrachter ‘gezeichnete’ Bild, so die Hoffnung, versetzt einen in die Lage, den Eindruck, den Gemälde und graphische Arbeiten -14 und damit die in gewisser Weise voreingenommenen Künstler -15 von ihm vermitteln, ein wenig besser zu beurteilen.
Die Literatur liefert einen möglichen Text zu den Darstellungen, das heißt z.B. konkretere
Anhaltspunkte darauf, zu welchen Zeiten was für Wertmaßstäbe für die Beurteilung von Kunst galten und in welchen Bahnen sich die Konversation bewegte. Sicher mag auch eine gemalte Figur, die Details eines Gemäldes aus wenigen Zentimetern Abstand oder gar mit einer Lupe betrachtet, darauf verweisen, daß malerische Qualitäten eine Rolle spielen, doch ein Text könnte das ganz explizit tun, könnte das vertiefen und eventuell zeigen, ob und wie inhaltliche und technische Aspekte zueinander in Beziehung gesetzt, wie sie gewichtet wurden. Allerdings, das sei betont, wird hier das Bild des Betrachters in den jeweils zeitgenössischen Texten allenfalls ausschnitthaft wiedergegeben werden; damit ist explizit nicht die unausweichliche Unvollständigkeit einer Arbeit wie der vorliegenden gemeint: an mehr als eine Ar-

Teniers, Jan Brueghel y Los Gabinetes de Pinturas.(Museo del Prado) Madrid, 1992; Zirka Zaremba Filipczak: Picturing Art in Antwerp 1550 - 1700. Princeton, N.J., 1987; S. Speth-Holterhoff: Les Peintres Flamands de Cabinet d’Amateur au XVIIe Siècle. Brüssel, 1957; Matthias Winner: Die Quellen der Pictura-Allegorien in gemalten Bildergalerien des 17. Jahrhunderts zu Antwerpen. (Dissertation) Köln, 1957 (Typoskript); Theodor von Frimmel,: Gemalte Galerien. (Kleine Galeriestudien, III. Lieferung.) Bamberg, 1893. Arbeiten zu anderen Bildtypen - außer Atelierbesuchen, auf die noch gesondert einzugehen sein wird -, sprich zu Ausstellungs-, Museums- oder auch Auktionsdarstellungen gibt es, soweit ich sehe, kaum. Eine der wenigen Ausnahmen ist G.F. Koch: “Das Ausstellungsbild in der französischen Malerei und Graphik des 17. und 18. Jahrhunderts”, in: Sitzungsberichte der Kunstgeschichtlichen Gesellschaft zu Berlin. Nr. 4/1955-56. S. 17 - 21.

13

Elizabeth Honig: “The beholder as work of art: A study in the location of value in seventeenth-century Flemish painting”, in: Nederlands Kunsthistorisch Jaarboek. 1995, Deel 46. S. 277.

14

Es mag auch plastische Umsetzungen des Themas geben, doch ist mir bisher nichts dergleichen begegnet.

15

Schließlich geht es um die Rezeption ihres Mediums.
13

rondierung durch die Literatur ist nicht gedacht.16
Es soll vornehmlich erzählende Literatur zu Wort kommen. Doch natürlich sind in die
Recherche auch andere Textsorten einbezogen, sofern sie Informationen zum Verhalten des Publikums, seinem Geschmack oder seiner Zusammensetzung versprechen. Gemeint sind beispielsweise Reisebeschreibungen17 - die bisweilen recht anekdotisch gehalten sind -, Reiseführer oder Kunstkritiken und zudem auch einiges auf den ersten Blick vielleicht weniger naheliegende wie etwa Neickels »Museographia«, eine Anleitung zum Anlegen einer Kunst- und Wunderkammer, die aber in den Anmerkungen mit einem knapp vierseitigen Katalog von Verhaltensregeln für den Besuch von Sammlungen aufwartet.18

Der Hauptteil dieser Arbeit ist weitgehend chronologisch aufgebaut und berücksichtigt die Zeit von ca. 1600 bis ca. 1900.19 Grundsätzlich beschäftigt sich jedes der drei Kapitel mit einem Jahrhundert. Eine solche Einteilung in Jahrhunderte hat den Vorteil, daß parallele Entwicklungen deutlicher hervortreten als bei einer Betrachtung der einzelnen Orte der Kunstwahrnehmung über den gesamten abzudeckenden Zeitraum hinweg. Um eine gewisse Anschaulichkeit zu erreichen, lassen sich den Jahrhunderten - wenn auch nur mit Vereinfachungen - nach Maßgabe der gefundenen Darstellungen ‘Leitinstitutionen’ oder ’Leitorte’ zuordnen. Für das 17. Jahrhundert ist das die Sammlung, insbesondere die bürgerliche. Sie

16

Es sei aber verwiesen auf einige Sammlungen literarischer Museumsbesuche und ekphrastischer Texte: Menschen im Museum. Eine Sammlung von Geschichten und Bildern. Gefunden u. hrsg. v. Christoph Stölzl. Berlin, 1997. Der Blick des Dichters. Antike Kunst in der Weltliteratur. Hrsg. u. kommentiert v. Detlev Wanagat. Darmstadt, 1997. Die Welt der Museen. Literarische Besuche in den Museen der Welt. Hrsg. v. Joachim Rönneper. Frankfurt; Leipzig, 1993. “Dossier: Sonderbare Museumsbesuche” [zusammengest. u. kommentiert v. Walter Grasskamp], in: Jahresring. Jahrbuch für moderne Kunst. 36. 1989. S. 151 - 206. Gedichte auf Bilder. Anthologie und Galerie. Hrsg. v. Gisbert Kranz. München, 1975. In diesem Zusammenhang vgl. auch Heffernan, James A. W.: Museum of words: the poetics of ekphrasis from Homer to Ashberry. Chicago; London, 1993. Kranz, Gisbert: Meisterwerke in Bildgedichten: Rezeption von Kunst in der Poesie. Frankfurt a. M., 1986.Kranz, Gisbert: Das Bildgedicht in Europa. Zur Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung. Paderborn, 1973.

17

Zu Reisebeshreibungen vgl. etwa:Der Reisebericht. Die Entwicklung einer Gattung in der deutschen Literatur.
Hrsg. v. Peter J. Brenner. Frankfurt a. M., 1989. Michael Wiemer: Der “Gentleman” und die Kunst. Studien zum Kunsturteil des englischen Publikums in Tagebuchaufzeichnungen des 17. Jahrhunderts. (Studien zur Kunstgeschichte; 41) Hildesheim u.a., 1986. Gertrud Kalb: Bildungsreise und literarischer Reisebericht. Studien zur englischen Reiseliteratur (1700-1850). (Erlanger Beiträge zur Sprach- und Kunstwissenschaft; Bd. 67) Nürnberg, 1981. Reisen und Reisebeschreibungen im 18. und 19. Jahrhundert als Quellen der Kulturbeziehungsforschung. Hrsg. v. B. I. Krasnobaev. (Studien zur Geschichte der Kulturbeziehungen in Mittel- und Osteuropa; 6) Berlin, 1980.

18

C. F. Neickel: “Museographia oder Anleitung zum rechten Begriff und nützlicher Anlegung der Museorum oder
Raritäten-Kammern […].” Leipzig u. Breslau, 1727. Daß es sich dabei nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, um so etwas wie den Entwurf einer Hausordnung für eine evtl. nach Neickels Anleitung angelegte Sammlung handelt, macht etwa Punkt 8 deutlich, in dem daran erinnert wird, wie nützlich es sei “in der Zeichenkunst etwas exerciret”(S. 455) zu sein, um Skizzen von ausgesuchten Stücken anfertigen zu können.

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  • Edward Hawke Locker and the Foundation of The

    Edward Hawke Locker and the Foundation of The

    EDWARD HAWKE LOCKER AND THE FOUNDATION OF THE NATIONAL GALLERY OF NAVAL ART (c. 1795-1845) CICELY ROBINSON TWO VOLUMES VOLUME I - TEXT PhD UNIVERSITY OF YORK HISTORY OF ART DECEMBER 2013 2 ABSTRACT The National Gallery of Naval Art was situated within the Painted Hall at Greenwich Hospital from 1824 until 1936. This collection of British naval paintings, sculptures and nautical curiosities was one of the first ‘national’ collections to be acquired and exhibited for the general public, preceding the foundation of the National Gallery by a matter of months. Installed in the wake of the Revolutionary and Napoleonic Wars, the Naval Gallery, as it was more commonly known, was primarily founded to commemorate ‘the distinguished exploits of the British Navy’.1 This thesis examines how the Gallery presented a unique type of national naval history to the early nineteenth-century public, contributing to the development of contemporary commemorative culture as a result. In addition, the Naval Gallery also functioned as a forum for the exhibition of British art. This study examines how the Gallery was actively involved in the contemporary art world, liaising with the Royal Academy of Arts and the British Institution, providing patronage for contemporary artists and actively contributing toward the development of a national patriotic aesthetic. In 1936 the Naval Gallery was dismantled and the collection was given, on permanent loan, to the newly founded National Maritime Museum. As a result of this closure the Gallery ceased to be the subject of contemporary commentary and knowledge of its existence gradually declined. This thesis conducts a dedicated institutional study of the Naval Gallery in an attempt to re-establish its status as the first ‘national’ naval art collection, as a major site for the public commemoration of Nelson and as an active participant in the early nineteenth-century British art world.
  • MA Orpheus by Brueghel 4 Abril 2021.Pages

    MA Orpheus by Brueghel 4 Abril 2021.Pages

    Beatriz González Crespo Matrikelnummer: 61800331 Music by Brueghel: Abstract, conceptual and allegorical musical iconography, and context in Orpheus singing before Pluto and Proserpina, by Jan Brueghel KMA Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts Des MasterstuDiums Violoncello StuDienkennzahl: RA 066 718 an Der Anton Bruckner Privatuniversität Betreut Durch: LaubholD, Lars-EdvarD Univ.Prof. Dr. Zweitleser: Körber, Till AlexanDer Ao.Univ.Prof. Mag. Linz, 8. April 2021 ANTON BRUCKNER PRIVATUNIVERSITÄT für Musik, Schauspiel und Tanz Hagenstraße 57 I 4040 Linz, Österreich I W www.bruckneruni.at !2 INDEX 1. Index ………… 3 2. Introduction ………… 5 3. Prologue ………… 8 PART 1: 4. Biography: Life and trajectory ………… 16 5. Historical and Musical Chronology ………… 18 6. His work ………… 20 PART 2: 7. Music and allegories ………… 24 8. Brueghel & Music ………… 29 9. Clarifications for the reader ………… 30 10. Orpheus singing before Pluto and Proserpina ………… 31 11. Conclusions ………… 50 APPENDIX: 12. Full painting ………… 52 13. Bibliography ………… 53 !3 !4 INTRODUCTION In this work we have as a reference the painting of "Orpheus singing before Pluto and Proserpine" by Jan Brueghel and we talk about the use by the painter of abstract and/or conceptual musical iconography. As it is in the cases that are treated: - The creatures with a musical aspect/allegory that appear, and - The harp, a musical instrument placed and represented in a different way and with different purposes. The context of the work of art is also dealt with, in terms of the theme and also in musical terms, in this case the Greek myth of Orpheus in Hell, necessary to see the repercussions that this has on its musical content.
  • British Art Studies November 2016 British Art Studies Issue 4, Published 28 November 2016

    British Art Studies November 2016 British Art Studies Issue 4, Published 28 November 2016

    British Art Studies November 2016 British Art Studies Issue 4, published 28 November 2016 Cover image: Martin Parr, De La Warr Pavilion, Bexhill on Sea, East Sussex, England, UK, 1978. Digital image courtesy of Martin Parr / © Martin Parr / Magnum Photos (LON28062) PDF generated on 21 July 2021 Note: British Art Studies is a digital publication and intended to be experienced online and referenced digitally. PDFs are provided for ease of reading offline. Please do not reference the PDF in academic citations: we recommend the use of DOIs (digital object identifiers) provided within the online article. Theseunique alphanumeric strings identify content and provide a persistent link to a location on the internet. A DOI is guaranteed never to change, so you can use it to link permanently to electronic documents with confidence. Published by: Paul Mellon Centre 16 Bedford Square London, WC1B 3JA https://www.paul-mellon-centre.ac.uk In partnership with: Yale Center for British Art 1080 Chapel Street New Haven, Connecticut https://britishart.yale.edu ISSN: 2058-5462 DOI: 10.17658/issn.2058-5462 URL: https://www.britishartstudies.ac.uk Editorial team: https://www.britishartstudies.ac.uk/about/editorial-team Advisory board: https://www.britishartstudies.ac.uk/about/advisory-board Produced in the United Kingdom. A joint publication by Contents Rehanging Reynolds at the British Institution: Methods for Reconstructing Ephemeral Displays, Catherine Roach Rehanging Reynolds at the British Institution: Methods for Reconstructing Ephemeral Displays Catherine Roach Abstract Reconstructions of historic exhibitions made with current technologies can present beguiling illusions, but they also put us in danger of recreating the past in our own image.
  • Government Art Collection Annual Report and Acquisitions 2004 – 2005 2

    Government Art Collection Annual Report and Acquisitions 2004 – 2005 2

    Department for Culture, Media and Sport Government Art Collection Government Art Collection Annual Report and Acquisitions 2004 – 2005 Government Art Collection Annual Report and Acquisitions 2004 – 2005 2 Contents Page 3 Foreword - Julia Somerville, Chairman, Advisory Committee on the Government Art Collection 4 Introductory Report – Penny Johnson, Director 9 Acquisitions 2004 – 2005 13 Annex 1 - List of works lent to public exhibitions between 1 April 2004 and 31 March 2005 15 Annex 2 – List of long-term loans outside Government Government Art Collection Annual Report and Acquisitions 2004 – 2005 3 Foreword This year saw real and visible progress in one of our major preoccupations: the exciting art projects at the new Home Office building in Westminster. The works on the façade by Liam Gillick were completed, allowing the public to see the effects as they walked past. Work continues apace both inside and out on the other projects by the ten artists. We on the Advisory Committee have been actively involved in the approval and monitoring of these art installations – the first time the Government Art Collection (GAC) has been involved in a building this way. The Advisory Committee, which includes the Directors of Tate, the National Gallery, and the National Portrait Gallery among its distinguished members, has no direct line or management responsibility for the GAC. However, as Chairman, I can attest to the enthusiasm and active spirit of involvement in which the Committee meetings are held. Beyond that, the members’ expertise and connections with the art world mean that the Director is able at any one time to consult individual members for their views.
  • British Drawings and Watercolours 2013

    British Drawings and Watercolours 2013

    27441 GP Summer 2013_SR v5_Layout 1 22/04/2013 11:40 Page 1 BRITISH DRAWINGS AND WATERCOLOURS 2013 1 27441 GP Summer 2013_SR v5_Layout 1 22/04/2013 11:40 Page 2 Guy Peppiatt started his working life at Dulwich Picture Gallery before joining Sotheby’s British Pictures department in 1993. He soon specialised in early British drawings and watercolours and took over the running of Sotheby’s Topographical sales. Topographical views whether they be of Britain or worldwide have remained an abiding passion. Guy left Sotheby’s in early 2004 and has worked as a dealer since then, first based at home, and now in his gallery on Mason’s Yard, St James’s, shared with the Old Master and European Drawings dealer Stephen Ongpin. He advises clients and museums on their collections, buys and sells on their behalf and can provide insurance valuations. 2 27441 GP Summer 2013_SR v5_Layout 1 22/04/2013 11:40 Page 3 BRITISH DRAWINGS AND WATERCOLOURS 2013 Monday to Friday 10am to 6pm Weekends and evenings by appointment Guy Peppiatt Fine Art Ltd Riverwide House, 6 Mason’s Yard Duke Street, St James’s, London SW1Y 6BU Tel: +44 (0) 20 7930 3839 Mobile:+44 (0) 7956 968284 Fax: +44 (0) 20 7839 1504 [email protected] www.peppiattfineart.co.uk 3 27441 GP Summer 2013_SR v5_Layout 1 22/04/2013 11:40 Page 4 1 George Romney (1734-1802) John Howard visiting the Lazaretto Numbered 86 in a later hand upper left, pencil on laid paper watermarked GR Similarly intense pencil drawings of the subject are in a sketchbook in the Huntington 15.7 by 19.1 cm., 6 by 7 ½ in.
  • Gemälde Alter Meister

    Gemälde Alter Meister

    Gemälde Alter Meister Lot 3001 - 3072 Auktion: Dienstag, 22. März 2016, 14.30 Uhr Vorbesichtigung: 8. bis 16. März 2016 Bearbeitung: Karoline Weser Stéphanie Egli Cyril Koller Tel. +41 44 445 63 35 Tel. +41 44 445 63 32 Tel. +41 44 445 63 30 [email protected] [email protected] [email protected] Weitere Bearbeitung: Christian Stutz, Natassja Lloyd English descriptions are available on our website: www.kollerauctions.com Gemälde Alter Meister 3001 MEISTER DES MAIKAMMERER ALTARS (tätig um 1500 am Oberrhein, wohl Strassburg) Flügelansicht eines Agnes-Retabels: Die Heilige Agnes von Rom verweigert den Götzendienst. Um 1485/1495. Öl auf Holz. 61,5 x 38 cm. Gutachten: Dr. Bernd Konrad, 26.1.2016. einem Blätterkranz gekrönt, aus dem rote Blüten emporspriessen, woran sie zu identifizieren ist. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Der von Blumen durchsetzte Rankenteil über der szenischen Darstellung sowie der kleinteilige Die Heilige Agnes, welche aus einer römischen Fliesenboden in unserem Gemälde finden sich Adelsfamilie stammte, hatte aus Verbundenheit in ähnlicher Gestaltung auf einer Tafel im De zu Jesus Christus das Gelübde der Ehelosigkeit Young Memorial Museum San Francisco wieder, abgegeben. Vor Gericht wurde sie dafür zur die einen Engel zeigt, der die Heilige Agnes mit Entblössung und öffentlichen Vergewaltigung einem weißen Gewand einkleidet (Öl auf Holz, verurteilt. Die Legenda Aurea berichtet, dass ihr 58 x 36,5 cm) und welche Alfred Stange dem Haar auf wundersame Weise ihren Körper be- Meister des Maikammerer Altars zuordnete (sie- deckte und der Vergewaltiger von einem Dämon he KV II, Nr. 148). Dr. Michaela Schedl bringt heimgesucht wurde. Als sie anschliessend auf unsere Tafel zudem stilistisch mit einer weiteren einem Scheiterhaufen verbrannt werden sollte, in Verbindung, welche das Martyrium der Heili- wichen die Flammen vor ihr zurück.
  • The Lay of the Land: English Landscape Themes in Early Modern Painting in England

    The Lay of the Land: English Landscape Themes in Early Modern Painting in England

    The Lay of the Land: English Landscape Themes in Early Modern Painting in England Barbara Lou Budnick A dissertation submitted in partial fulfillment of the requirements for the degree of Doctor of Philosophy University of Washington 2017 Reading Committee: Christine Goettler, Chair Estelle C. Lingo Susan P. Casteras Program Authorized to Offer Degree: Art History ©Copyright 2017 Barbara Lou Budnick University of Washington Abstract The Lay of the Land: English Landscape Themes in Early Modern Painting in England Barbara Lou Budnick Chair of Supervisory Committee: Professor Christine Goettler Art History Landscape paintings generally offer a far and wide view of external world, including all parts of the built and natural environment that pass before the eye. As a genre in England, landscape painting arose slowly in the second decade of the seventeenth century, portraying royal palaces and their prosperous environs along the Thames. This dissertation examines the development of an English landscape iconography based on property, both real and intellectual. I argue that during the seventeenth and early eighteenth centuries traditional English hierarchies of ownership were combined with new concepts of achievement to reimagine exclusive rights. To analyze visual works within an early modern context, I draw on a range of late sixteenth- to late eighteenth-century written sources, including diaries, journals, private correspondence, public rolls, personal account ledgers, periodicals, poetry, histories, travel texts, and scientific works, as well as economic, political, and aesthetic treatises. Such a broad literature of source material is interdisciplinary and situates landscape imagery in its historical period. Similarities and differences in verbal and visual representations reveal how concepts of knowledge changed throughout the period: just as contemporary manuscripts and printed texts celebrated increasing concentrations of riches and innovative technologies, landscapes depicted larger properties, advances in science, and recent sources of prosperity.