DEPARTEMENT BAU, VERKEHR UND UMWELT
20. Januar 2021
AUSWERTUNGSBERICHT
Aus der öffentlichen Anhörung/Mitwirkung zur Richtplananpassung "Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau – rGVK OASE 2040" (Kapitel M 1.2; Kapitel M 2.2, Beschlüsse 2.1, 3.1; Kapitel M 4.1, Beschlüsse Planungsgrundsatz D, 1.1, 1.2, 2.1) inklusive entsprechender Anpassung des Kantonsstrassennetzes
L:\AVK\2 FBI\640203342 OASE\5 Verfahren\55 Richtplan\557 Botschaft GR\Version 20210120\Arbeitsverzeichnis Rüe\Bot Jan\Web Auswertung Anhör öff MASTER\20210120_RP OASE_Auswertberi zusammengefasst-oeff.docx
Inhaltsverzeichnis
2. Überblick ...........................................................................................................................................5 3. Auswertung der Anhörung..............................................................................................................6
3.1 Gesamtkonzept OASE................................................................................................................7
3.1.1 Allgemeines.........................................................................................................................7 3.1.2 Ziele ....................................................................................................................................9 3.1.3 FVV .....................................................................................................................................9 3.1.4 öV......................................................................................................................................12 3.1.5 Verkehrsmanagement.......................................................................................................13 3.1.6 Monitoring .........................................................................................................................14 3.1.7 Stadt- und Freiraum ..........................................................................................................14 3.1.8 Auswirkungen auf die Umwelt...........................................................................................14
3.2 Raum Brugg-Windisch ..............................................................................................................15
3.2.1 Zentrumsentlastung / Kantonsstrassennetz .....................................................................15 3.2.2 Velonetz ............................................................................................................................16
3.3 Raum Baden .............................................................................................................................17
3.3.1 Zentrumsentlastung / Kantonsstrassennetz .....................................................................17 3.3.2 Umnutzung Hochbrücke / neue Limmatbrücke.................................................................18 3.3.3 Abstimmung mit LTB.........................................................................................................19 3.3.4 Ortsdurchfahrten ...............................................................................................................20 3.3.5 Siggenthal .........................................................................................................................21 3.3.6 Velonetz ............................................................................................................................21
3.4 Raum Unteres Aaretal...............................................................................................................22
3.4.1 Kantonsstrassennetz ........................................................................................................22 3.4.2 Weitere Planungen und Projekte ......................................................................................23
3.5 Weitere Themen........................................................................................................................23
3.5.1 Finanzierung .....................................................................................................................23 3.5.2 Etappierung/Priorisierung .................................................................................................25 3.5.3 Gesamtverkehr..................................................................................................................25 3.5.4 Mobilitätsverhalten ............................................................................................................26 3.5.5 Nationalstrasse .................................................................................................................27
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1. Einleitung 1.1 Verfahren und Stellungnahmen
Gestützt auf Art. 4 Abs. 2 RPG und § 66 der Kantonsverfassung erfolgte das Mitwirkungsverfahren (öffentliche Anhörung/Mitwirkung) zur Richtplananpassung rGVK OASE auf Stufe Festsetzung vom 18. Oktober 2019 bis 17. Januar 2020. Zum Start der Mitwirkung und öffentlichen Anhörung wurden eine Medienkonferenz sowie vier öffentliche Orientierungsveranstaltungen in Brugg, Baden, Kleindöttingen und Obersiggenthal durchgeführt. Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens kann sich gem. § 3 Abs. 1 BauG die Bevölkerung zur Vorlage äussern, in der Anhörung können sich politische Kantonalparteien und interessierte Organisationen äussern. Den Gemeinden der Regionen Baden, Brugg und Zurzibiet, den Regionalplanungsverbänden, den Parteien, den Verbänden, den Transportunternehmen, den Bundesämtern für Strassen (ASTRA) und für Raumentwicklung (ARE), der Bau- und der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, dem Regionalverband Hochrhein-Bodensee und dem Landratsamt Waldshut wurde der Entwurf Anpassung Richtplan zur Stellungnahme unterbreitet.
Die Anhörung stiess auf reges Interesse. Insgesamt gingen 1'306 Eingaben von politischen Parteien, Gemeinden, Regionalplanungsverbänden, betroffenen Institutionen und Verbänden sowie weiteren Interessierten ein. Interessant ist in diesem Richtplanverfahren zudem die Mobilisierung der Privatpersonen. Von den etwas über 1'300 Eingaben waren knapp 1'200 von Privatpersonen. Davon waren rund 1'000 aus den Gemeinden Obersiggenthal und Untersiggenthal, meist mit Ablehnung in allen Aspekten des rGVK.
Insgesamt gingen 1'306 Eingaben ein. Sie verteilen sich auf:
- 36
- Gemeinden
- Bad Zurzach, Baden, Birmenstorf, Böttstein, Brugg, Döttingen, Eh-
rendingen, Endingen, Ennetbaden, Fislisbach, Freienwil, Full-Reuenthal, Gebenstorf, Hausen, Klingnau, Koblenz, Lengnau, Leuggern, Mägenwil, Mandach, Mellikon, Mülligen, Neuenhof, Gemeinde Obersiggenthal / Verkehrskommission Obersiggenthal, Riniken, Rümikon, Spreitenbach, Tegerfelden, Turgi, Untersiggenthal, Villigen, Wettingen, Windisch, Wohlenschwil, Würenlingen, Würenlos
- 5
- Regionalplanungsverbände
- Baden Regio, Brugg Regio, Zurzibiet Regio, Fricktal Regio, Mut-
schellen-Reusstal-Kelleramt
11
Nachbarkanton Bundesamt
Kanton Zürich (Amt für Verkehr) Bundesamt für Raumentwicklung ARE (konsolidierte Stellungnahme mehrerer Bundesämter)
19
- Nachbarland
- Landratsamt Waldshut
- Kantonalparteien
- BDP Kanton Aargau, CVP Aargau, EVP Aargau, FDP.Die Liberalen
Aargau, GLP Kanton Aargau, Grüne Aargau, *jevp Aargau, SP Aargau, SVP Aargau
- 32
- Lokale/regionale Parteien
- CVP Stadtpartei Brugg, CVP Klingnau, CVP Neuenhof, CVP Ober-
siggenthal, CVP Untersiggenthal, CVP Wettingen, FDP.Die Liberalen
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Aargau Bezirk Brugg, FDP.Die Liberalen Birmenstorf, FDP.Die Liberalen Endingen, FDP.Die Liberalen Obersiggenthal, FDP.Die Liberalen Untersiggenthal, GLP Bezirk Brugg, GLP Siggenthal, GLP Ortspartei Wettingen, Grüne Bezirk Baden, Grüne Stadt Baden, Grüne Bremgarten, Grüne Obersiggenthal, Grüne Untersiggenthal, SP Bezirk Baden, SP Bezirk Brugg, SP Bezirk Zurzach, SP Stadt Baden, SP Brugg Einwohnerratsfraktion, SP Obersiggenthal, SP Sektion Untersiggenthal, SP Einwohnerrat Windisch, SVP Obersiggenthal, SVP Ortspartei Untersiggenthal, SVP Wettingen, SVP Würenlos, team baden
- 25
- Verbände, Organisationen
- Aargauer Wanderwege, Aargauischer Gewerbeverband (AGV), Aar-
gauische Industrie- und Handelskammer AIHK, Aargauische Industrie- und Handelskammer AIHK - Region Baden, ASTAG Sektion Aargau, Aargauische Verkehrskonferenz AVK, BirdLife AG, Forum Untersiggenthal, IG OASE Untersiggenthal, IG OASE so nicht, Lebenswerte Stadt Wettingen, Natur- und Vogelschutzverein Obersiggenthal, Pro Ehrendingen, Pro Natura Aargau, Pro Velo Region Baden, Pro Velo Brugg-Windisch, Quartierverein Klosterzelg Reutenen, Quartierverein Martinsberg, Quartierverein Kappelerhof, Regionale Identität Baden Brugg, TCS Untersektion Limmattal, VCS Sektion Aargau, Vereinigung Kirchdorf (Obersiggenthal), Wirtschaftsforum Zurzibiet (WFZ), WWF Aargau
- 10
- Privatunternehmen
Einzelpersonen
Be blessed plus, BRUGG Group c/o BRUGG Immobilien AG, Forstbetrieb Siggenberg, freigutpartners IP Law Firm, Max Schwarz AG, PostAuto AG-Gebiet Nord, Reliag AG, StarRail AG, Weber AG (Gartencenter), Zugkraft Stucki GmbH
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2. Überblick
Gute bis sehr gute Zustimmung haben die Handlungsfelder Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr und Mobilitätsmanagement in allen drei Räumen Baden, Brugg-Windisch und Zurzibiet erhalten.
Die Eingaben zum rGVK im Raum Brugg-Windisch waren grösstenteils positiv. Die wichtigsten Vorbehalte betrafen konkrete Punkte im Zusammenhang mit der Zentrumsentlastung Brugg/Windisch und den Anschlüssen Industrie (Kabelwerke) und Aufeld. Die Stadt Brugg, die Gemeinde Windisch, diverse Verbände, Parteien und diverse Privatpersonen setzen sich für eine Verlängerung des Tunnels im Teil Süd und einen Verzicht auf den Anschluss Industrie ein.
Die Rückmeldungen aus der öffentlichen Anhörung zum rGVK im Raum Baden waren unterschiedlich. Neben positiven Aussagen gab es auch viele Stellungnahmen mit zum Teil Ablehnung in allen Aspekten. Die drei grössten Vorbehalte zum rGVK OASE-Raum Baden sind:
• Lösung im Raum Siggenthal: Die kritische Haltung zur hohen und prognostizierten Verkehrsbelastung 2040 im Siggenthal zeigte sich in der Anhörung mit klaren Aussagen einzelner Gemeinden, Parteien und Voten von rund tausend Siggenthaler Privatpersonen. Für das Siggenthal wird vor allem eine bessere Verkehrsentlastung gefordert.
• Umnutzung Hochbrücke: Ob die bisher geplante vollständige Umnutzung der Hochbrücke (reserviert für öV, FVV, kein MIV) für die Limmattalbahn, den Bus sowie den Fuss- und Veloverkehr nö- tig ist, wird bezweifelt. Es wird eine Teilnutzung für den motorisierten Individualverkehr (MIV) gefordert. Insbesondere die Stadt Baden, die Gemeinde Wettingen, Verkehrsverbände, ein Teil der Parteien und diverse Privatpersonen fordern, dass mindestens auf die Vollsperrung der Brücke für den MIV zu verzichten ist. In diesem Zusammenhang wird die Zweckmässigkeit der neuen MIV-Limmatbrücke zwischen Badne und Wettingen ebenfalls in Frage gestellt.
• Grenzverkehr/Mehrverkehr/Schwerverkehr: Es bestehen Befürchtungen, dass der Grenzverkehr, insbesondere der grenzüberschreitende Schwerverkehr, der in jedem Dorf von Koblenz bis Baden als Durchgangsverkehr auftritt, im Unteren Aaretal und im Siggenthal, vor allem auch in Untersiggenthal, weiter stark zunimmt.
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3. Auswertung der Anhörung
In den nächsten Kapiteln wird auf die Stellungnahmen aus der Anhörung eingegangen. Anpassungen der Botschaft gegenüber dem Anhörungsbericht sind in diesem Kapitel in kursiver Schrift dargestellt. Zur besseren Lesbarkeit werden die Institutionen, die Stellungnahmen abgegeben haben, jeweils in der Fusszeile aufgeführt.
Die Auswertung ist gegliedert in Stellungnahmen zum Gesamtkonzept rGVK OASE (3.1), zum Raum Brugg-Windisch (3.2), zum Raum Baden (3.3), zum Raum Unteres Aaretal (3.4) und weitere relevante Themen (3.5).
Die wichtigsten Abkürzungen, die auf den folgenden Seiten genutzt werden:
ASTRA.............Bundesamt für Strassen BLN .................Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung BNO.................Bau- und Nutzungsordnung FVV .................Fuss- und Veloverkehr IVS...................Bundesinventar der historischen Verkehrswege Schweiz KGV.................Kommunaler Gesamtplan Verkehr LSVA ...............Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LTB..................Limmattalbahn MIV..................motorisierter Individualverkehr MM ..................Mobilitätsmanagement öV....................öffentlicher Verkehr P+R .................Park+Ride PSI...................Paul-Scherrer-Institut rGVK OASE.....regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau SSV .................Signalisationsverordnung STEP...............strategisches Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur StrG.................Strassengesetz SVG.................Strassenverkehrsgesetz VBS .................Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport des Bundes VRV.................Verkehrsregelnverordnung ZEL..................Zentrumsentlastung
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3.1 Gesamtkonzept OASE 3.1.1 Allgemeines Einige Institutionen1 thematisieren verschiedene Anpassungen des Perimeters und der einbe- zogenen Institutionen des rGVK OASE.
Die Zielsetzung des rGVK OASE beinhaltet die Verbesserung der Verkehrssituation im Raum BruggWindisch und im Raum Baden sowie die bessere Anbindung des Unteren Aaretals und des Zurzibiets an die Autobahn A1. Die betroffenen Gemeinden und die Replas Baden Regio, Brugg Regio und Zurzibiet waren in der Planung eingebunden. Bei den Untersuchungen mit dem Verkehrsmodell wurden weitere Projekte in angrenzenden Gebieten – wie dem Limmattal – berücksichtigt. Damit wurden wichtige, geplante Vorhaben auch ausserhalb des Massnahmenperimeters der OASE berücksichtigt.
Die Weiterentwicklung in den verschiedenen Teilgebieten und die dazugehörenden Organisationsformen und Perimeter sind Teil der weiteren Zusammenarbeit von Kanton und Gemeinden.
Viele Institutionen2 thematisieren eine Plafonierung beziehungsweise Attraktivitätsreduktion des MIV beziehungsweise keinen Kapazitätsausbau für den MIV.
Mehrere Institutionen3 thematisieren, dass ausreichende Kapazitäten für den MIV bereitzustel- len seien und die Erreichbarkeit der Zentren sicherzustellen sei.
Das kantonale Raumkonzept Aargau und die Mobilitätsstrategie mobilitätAARGAU wurden vom Grossen Rat beschlossen und definieren die groben Schwerpunkte zum Thema Siedlung und Verkehr. Die Planung des Kantons Aargau richtet sich – auch im Rahmen des rGVK OASE – nach diesen Vorgaben.
Das rGVK OASE leistet einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des Strassennetzes und der Sicherstellung der wirtschaftlichen Funktionsfähigkeit. Mit dem rGVK OASE werden die Attraktivität des öV und des Veloverkehrs über den gesamten Perimeter erhöht. Die Kapazität und Attraktivität des MIV wird in den zentrumsnahen Räumen plafoniert, indem die Zentrumsentlastungen zwingend mit einer entsprechenden Kapazitätsreduktion für den durchfahrenden MIV auf den bestehenden Zentrumsdurchfahrten kombiniert und ins Verkehrsmanagement eingebunden werden. Mit der Kapazitätsreduktion auf den Zentrumsdurchfahrten kann Raum für die Förderung des öV und FVV freigespielt werden. Mit einem überregionalen Verkehrsmanagement sollen die vorhandenen Strassenkapazitäten optimal genutzt und bewirtschaftet werden.
Mit dem rGVK OASE wird der prozentuale Anteil des MIV am gesamten Verkehr im Vergleich zum Zustand 2040 ohne rGVK OASE über den ganzen Perimeter deutlich reduziert. Punktuell nimmt auch die absolute MIV-Belastung gegenüber heute ab. Diese Stossrichtung ist kompatibel mit der Strategie mobilitätAARGAU, wogegen eine flächendeckende Reduktion des MIV-Aufkommens gegenüber heute der kantonalen Strategie widersprechen würde.
1 Gemeinderat Spreitenbach, Gemeinde Turgi, Gemeinde Birmenstorf, FDP Birmenstorf, *jevp Aargau, Stadtrat Klingnau, Pro Velo Region Baden, IG OASE Untersiggenthal, CVP Aargau, CVP Klingnau, Privatpersonen 2 Pro Velo Brugg-Windisch, Pro Velo Region Baden, der VCS Aargau, der WWF Aargau, BirdLife Aargau, Grüne Aargau, Grüne Bremgarten, Grüne Obersiggenthal, Grüne Untersiggenthal, Grüne Bezirk Baden, Grüne Stadt Baden, SP Aargau, SP Bezirk Baden, SP Stadt Baden, SP Einwohnerratsfraktion Brugg, SP Untersiggenthal, SP Obersiggenthal, SP Bezirk Zurzach, SP Einwohnerratsfraktion Windisch, Natur- und Vogelschutzverein Obersiggenthal, FDP Untersiggenthal, Grüne Bremgarten, Gemeinde Obersiggenthal (Tiefbauamt). Gemeinde Neuenhof (Gemeinde und Gemeinderat), Privatpersonen 3 SVP Würenlos, Gemeinderat Mandach, Gemeinderat Bad Zurzach, Gemeinderat Böttstein, Gemeinderat Döttingen, Gemeinderat Mellikon, Gemeinderat Rümikon, Gemeinderat Villigen, Gemeinderat Endingen, Gemeinderat Lengnau, Gemeinderat Tegerfelden, Stadtrat Klingnau, Gemeinde Full-Reuenthal, Gemeinde Freienwil, Repla Zurzibiet Regio, Aargauischer Gewerbeverband, Aargauische Verkehrskonferenz, ASTAG Aargau, FDP Birmenstorf
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Die gesamtverkehrliche Erreichbarkeit der Zentren Baden und Brugg wird mit dem rGVK OASE erhöht. Die bereits hohe Attraktivität beziehungsweise Erreichbarkeit des MIV wird dabei im Einklang mit mobilitätAARGAU plafoniert, während die Erreichbarkeit mit dem öV und dem Veloverkehr erhöht wird. Die damit höheren Verkehrsmittelanteile dieser Verkehrsträger ermöglichen trotz hohem Bevölkerungswachstum einen möglichst stabilen Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmenden, auch für den strassengebundenen Güterverkehr und den motorisierten Individualverkehr.
Einige Institutionen4 thematisieren die dem rGVK OASE zugrunde gelegten Bevölkerungs- und Verkehrsprognosen.
Wachstumsprognosen zu Bevölkerungs- und Verkehrsentwicklung werden vom Bund vorgegeben und vom Grossen Rat als Grundlage für die kantonale Richtplanung verwendet. Die Belastungszahlen (Ist, Prognose ohne OASE, Prognose mit OASE) sind im Rahmen des rGVK OASE nach heutigem Stand der Kenntnisse entwickelt worden.
Einige Institutionen5 thematisieren, dass Wirkungen des rGVK OASE unter anderem durch Ve- lomassnahmen und Verkehrsmanagement überschätzt werden.
Die Wirkungen der Massnahmenpakete aus dem rGVK OASE wurden auf Basis des kantonalen Verkehrsmodells untersucht. Die positive Wirkung und der Nachweis der Leistungsfähigkeit wurden für alle Elemente stufengerecht erbracht.
Einige Institutionen6 thematisieren, dass der Bund und die angrenzenden, übergeordneten Regionen – auch über die Landesgrenze hinaus – in das Projekt OASE einzubeziehen sind.
Die Zusammenarbeit mit den angrenzenden Regionen, wie auch im Bereich der Nationalstrassen mit dem Bund/ASTRA, ist seit Jahren auf allen Stufen sehr eng. Die Massnahmen des rGVK OASE sind Teil der kantonalen Verkehrsplanung des Kantons Aargau. Bei den Schnittstellen, wie den Verkehrszahlen beim Grenzübergang oder den Wechselwirkungen im Limmattal, wurde der Austausch stufengerecht für den Richtplan mit den zuständigen Behörden der Nachbarskantone, wie auch mit dem Bund und Deutschland, gepflegt.
Unter anderem aufgrund dieser Stellungnahmen wurde in dieser Botschaft in der Zusammenfassung und beim weiteren Vorgehen die Aufarbeitung der Verkehrsentwicklung am Grenzübergang Koblenz und darüber hinaus mit Fokus Schwerverkehr als eigenständige Planung nochmals aufgeführt.
4 Verkehrskommission Obersiggenthal, Verein Regionale Identität Baden-Brugg, Natur- und Vogelschutzverein Obersiggenthal, IG OSN, FDP Untersiggenthal, SVP Obersiggenthal, SVP Untersiggenthal, GLP Siggenthal, Vereinigung Kirchdorf, Privatpersonen 5 Verkehrskommission Obersiggenthal, Natur- und Vogelschutzverein Obersiggenthal, IG OSN, FDP Untersiggenthal, SVP Obersiggenthal, SVP Untersiggenthal, GLP Siggenthal, FDP Endingen, Aargauischer Gewerbeverband, Aargauische Verkehrskonferenz, ASTAG Aargau, Privatpersonen 6 Gemeinderat Spreitenbach, Gemeinderat Ehrendingen, Verein pro ehrendingen, Gemeinde Würenlos, CVP Aargau, CVP Klingnau, Landkreisamt Waldshut, Stadtrat Baden
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3.1.2 Ziele Mehrere Institutionen7 haben die Zielsetzung des rGVK OASE thematisiert und Anpassungen sowie Ergänzungen der Projektziele gefordert (unter anderem quantitative Modal-Split-Ziele, höhere Bedeutung Umwelt, verbesserte Anbindung des Unteren Aaretals mit öV).
Im rGVK OASE wurden Oberziele, Ziele und Gewichtung unter Einbezug der Behördendelegation und teilweise der Regionalplanungsverbände Baden Regio, Brugg Regio und Zurzibiet festgelegt. Der Grosse Rat beauftragte im 2017 das Departement Bau, Verkehr und Umwelt mit dem Richtplaneintrag Zwischenergebnis, die künftigen Verkehrslösungen im rGVK OASE-Raum unter Berücksichtigung der gleichen Oberziele weiterzuentwickeln und vollständig räumlich abzustimmen.