Solidarität Mit Den 10 Ehemaligen Militanten Aus Der RAF!
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Butz Peters RAF Gegen Bundesrepublik
Butz Peters 1977 RAF gegen Bundesrepublik Besuchen Sie uns im Internet: www.droemer.de © 2017 Droemer Verlag Ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG, München Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden. Covergestaltung: ZERO Werbeagentur, München Coverabbildung: FinePic®, München Satz: Adobe InDesign im Verlag Druck und Bindung: CPI books GmbH, Leck ISBN 978-3-426-27678-5 5 4 3 2 1 INHALT VORWORT ........................................ 11 FRÜHLING ERSTER ABSCHNITT. BUBACK ........................ 21 1. Gründonnerstag ................................ 21 2. Margarine ..................................... 25 3. Karfreitag ..................................... 38 4. Sonnenberg .................................... 43 5. Klar .......................................... 45 6. Folkerts ....................................... 55 7. Erkenntnisse ................................... 58 8. Staatsbegräbnis ................................. 61 9. Selbstbezichtigung .............................. 69 10. Singen ....................................... 81 11. Überraschungen ............................... 87 12. Becker ....................................... 95 13. Lorenz ....................................... 103 14. Heißler ....................................... 109 15. Haag ......................................... 113 16. Wüstencamp .................................. 117 17. Harz ......................................... 123 18. Überlegungen ................................ -
Die Bewegung 2. Juni Reinders/Fritzsch Die Bewegung 2 Knast Lor Haschr Gespräche Über Enz-Entführ
2 Juni•Titel 18.11.1997 16:43 Seite 1 Reinders/Fritzsch Die Bewegung 2. Juni Foto: Ralf Reinders und Ronald Fritzsch vor Gericht. »Die eigentliche Politisierung kam erst mit der Erschießung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967. Nach all den Prügeln und Schlä- Gespräche über gen hatten wir das Gefühl, daß die Bullen Haschrebellen auf uns alle geschossen haben. Gegen Prü- Lorenz-Entführung gel konntest du dich ja ein stückweit weh- Knast ren. Daß aber einfach jemand abgeknallt wird, ging ein Stück weiter.« Die Bewegung Ronald Fritzsch / s 2.Juni Ralf Reinder chiv ISBN: 3-89408-052-3 Edition ID-Archiv Edition ID-Ar 2_Juni•Layout 18.11.1997 13:59 Seite 1 Ralf Reinders/Ronald Fritzsch Die Bewegung 2. Juni Gespräche über Haschrebellen, Lorenzentführung, Knast Edition ID-Archiv Berlin – Amsterdam 2_Juni•Layout 18.11.1997 13:59 Seite 2 2_Juni•Layout 18.11.1997 13:59 Seite 4 Inhalt Vorwort 7 des Verlages Von den Haschrebellen zur Bewegung 2. Juni 11 Ralf Reinders/Ronald Fritzsch Ralf Reinders/Ronald Fritzsch Die Bewegung 2. Juni Die Lorenzentführung 61 Gespräche über Haschrebellen, Ralf Reinders/Ronald Fritzsch Lorenzentführung, Knast Edition ID-Archiv »Die Unbeugsamen von der Spree« 115 Postfach 360205 Ein vom Stern nicht veröffentlichtes Interview, 10972 Berlin Dokument von 1978 ISBN: 3-89408-052-3 Fritz Teufel, Gerald Klöpper, Ralf Reinders, Ronald Fritzsch 1. Auflage Oktober 1995 Die Jahre im Knast 135 Ralf Reinders Titel Eva Meier Chronologische Eckdaten 155 Von Vietnam bis Berlin-Moabit Layout seb, Hamburg Druck Winddruck, Siegen Buchhandelsauslieferungen BRD: Rotation Vertrieb Schweiz: Pinkus Genossenschaft Österreich: Herder Auslieferung Niederlande: Papieren Tijger 2_Juni•Layout 18.11.1997 13:59 Seite 6 Vorwort Im Januar 1972 schlossen wir uns zur Bewegung 2. -
Jahrbuch Extremismus & Demokratie (E & D)
Uwe Backes/Alexander Gallus/ Eckhard Jesse/ Tom Thieme (Hrsg.) Jahrbuch Extremismus & Demokratie (E & D) 30. Jahrgang 2018 Nomos https://doi.org/10.5771/9783845296654 Generiert durch Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, am 26.06.2020, 12:19:22. Das Erstellen und Weitergeben von Kopien dieses PDFs ist nicht zulässig. BUT_Backes_5542-4.indd 3 15.11.18 07:43 Sammelrezension: 40 Jahre nach dem „deutschen Herbst“ Von Eckhard Jesse Stefan Aust, Der Baader-Meinhof-Komplex, Neuausgabe, Hamburg 2017 (Hoffmann und Campe), 987 S. Butz Peters, 1977. RAF gegen Bundesrepublik, München 2017 (Droemer), 576 S. Butz Peters, Hundert Tage. Die RAF-Chronik 1977, München 2017 (Knaur), 288 S. Wolfgang Kraushaar, Die blinden Flecken der RAF, Stuttgart 2017 (Klett-Cotta), 423 S. Petra Terhoeven, Die Rote Armee Fraktion. Eine Geschichte terroristischer Gewalt, München 2017 (C.H. Beck), 128 S. Stefan Schweizer, RAF 1.0 – 3.0. Ideologie – Strategie – Attentate, Waiblingen 2017 (SWB Media Publishing), 148 S. Ingeborg Gleichauf, Poesie und Gewalt. Das Leben der Gudrun Ensslin, Stuttgart 2017 (Klett-Cot- ta), 320 S. Michael Buback, Der zweite Tod meines Vaters, Neuausgabe, München 2017 (Knaur), 447 S. Anne Ameri-Siemens, Ein Tag im Herbst. Die RAF, der Staat und der Fall Schleyer, Berlin 2017 (Rowohlt), 319 S. Lutz Taufer, Über Grenzen. Vom Untergrund in die Favela, Hamburg 2017 (Assoziation A), 286 S. Christof Wackernagel, RAF oder Hollywood. Tagebuch einer gescheiterten Utopie, Springe 2017 (zu Kampen), 356 S. 1. Einleitung Auch 40 Jahre nach dem mythenumwobenen „deutschen Herbst“ ist er im kollekti- ven Gedächtnis Deutschlands fest verankert. Das Thema hat wenig von seiner An- ziehungskraft auf Autoren verloren, wohl aber spielt heute die apologetische Dimen- sion eine weitaus geringere Rolle als früher. -
Todesschüsse, Isolationshaft, Eingriffe Ins Verteidigungsrecht
TOD E S S C H ü S SE. ISO L A T ION S H A F T • EIN G R I F F E INS VER TEl 0 I GUN G S R E C H T Kritische Anmerkungen zu dem Bericht der Bundesrepublik Deutsch• land an den UN-Menschenrechtsausschuß vom November 1977 Herausgegeben von: Bernard Rambert. Rechtsanwalt. Zürich. Or. med. Ralf Binswanger. Psychiater. Zürich. Or. jur. Pieter Bakker Schutt Rechtsanwalt, Amsterdam (Herausgeber auch der ersten Auflage) Prof. Or. med. Herman J. van Aalderen, Amsterdam, Hedy d'Ancona. niederländische Abgeordnete im Europa• Parlament, Straßburg, Willem van Bennekom, Rechtsanwalt, Amsterdam, Josephine Oubois-Brinkman, Rechtsanwältin, Maastricht, Glyn Ford, brit. Abgeordnete im Europaparlament, Straß• burg, Eva Forest. Psychiaterin, Bilbao, Michael Hindley, brit. Abgeordneter im Europaparla• ment • Straßburg, Les Huckfield, brit. Abgeordneter im Europaparlament, Straßburg, Neuauflage, Hamburg 1988 Prof. Or. H.U, Jessurun d'Oliveira, Amsterdam, Panayotis Kanelakis, Rechtsanwalt, Athen, Umschlag: Feinmanufactur Beh Gerard P.M.F. Mols, Rechtsanwalt, Maastricht, Ad~le G. van der Plas, Rechtsanwältin, Amsterdam, Druck: Schwarzwurzeldruck, Heidelberg Ties Prakken, Rechtsanwältin, Amsterdam, Michaelis Raptis, Journalist, Athen, Joke Sacksioni, Psychiater, Amsterdam, Phili Viehoff, niederländische Abgeordnete im Europa• Verlag Libertäre Assoziation parlament, Straßburg, Arnoud W.M. Willems, Rechtsanwalt, Amsterdam, Lindenallee 72 Georgios Wocsis, Journalist, Athen 2000 Hamburg 20 1985 Tel.: 040/439 36 66 I INHALTSVERZEICHNIS Literaturverzeichnis 1. Einleitung 1 11. Todesschüsse (Art. 6 des Paktes) 5 Petra Schelm 5 Georg von Rauch 5 Thomas Weißbecker 6 Werner Sauber 7 Willy Peter Stoll 7 Elisabeth von Dyck 8 Michael Knoll 10 Ian Mac Leod 10 Günter Jendrian 11 Maßnahmen gegen die Gefangenen aus der RAF und andere poli• tische Gefangene Ill. -
Selbstmord Oder Mord? Das Todesermittlungsverfahren: Baader / Ensslin / Raspe
,...........-- Karl-Heinz Weidenhammer Selbstmord oder Mord? Das Todesermittlungsverfahren: Baader / Ensslin / Raspe InAllHi II CIP- Titelaufnahme der Deutschen Bibliothek VORBEMERKUNG Weidenhammer, Karl-Heinz: Selbstmord oder Mord? d, Todes• Diese Dokumentation mag der interessierten Leserin ermittlungsverfahren: und dem interessierten Leser die Möglichkeit verschaf• Baader, Ensslin, Raspel fen, sich selbst darüber zu informieren, ob es den Parla• Karl-Heinz Weidenhammer ments- und Justizorganen der Bundesrepublik Kiel: Neuer Malik Verlag, 1988 ISBN 3-89029-033-7 Deutschland gelungen ist, eine über jeden Zweifel • erhabene Untersuchung der Todesfälle und der Körper• ·• • verletzung im Hochsicherheitstrakt in der Vollzugsan• ·• stalt Stuttgart-Stammheim vom Herbst 1977vorzulegen ·• oder ob Zweifel angebracht sind. · Der von der Bundesregierung bei Gelegenheit einge• · setzte Krisenstab, in dem Vertreter des Rüstungskapi• tals tonangebend sind, hat die günstige Gelegenheit genutzt, um sich bei der "Bekämpfung des Terroris• mus" Regierungsfunktionen anzueignen. So kommt es, daß bis zum heutigen Tag der in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nicht vorgesehene Kri• senstab die Auffassung verbreitet, die Täuschung eige• ner Staatsorgane sei ein nicht zu beanstander Realakt. Aus dieser staatlich geschützten Dunkelzone werden • Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland • ~_ ••••_ ••••- a .., bei der Aufklärung dieser Sache in die Irre geleitet oder INT. INSTITUUT auch die Europäische Kommission für Menschenrechte SOC. GESCHIEDENIS über die Tatsache der Isolationsfolter - so Amnesty international - über die wahren Todesumstände der -- !Vi..I!;'~. ,. •I':·."~.,..V\ politischen Gefangenen aus der RAF in Stammheim hinweggetäuscht. ~10 ..~M~~.~~,~.~" - -~,""~·T'r,;;,. .-~ Seit über einem Jahrzehnt erscheinen die Ermitt• lungsorgane der Bundesrepublik Deutschland bei ihren Aufklärungsaktivitäten in dieser Sache wie gelähmt, fast so, als könnten sie sich nicht aus eigener Kraft aus © 1988 by NEUER MALIK VERLAG Kiel der Umklammerung des Krisenstabes befreien. -
Die RAF – Ein Bildungsmärchen
# 2017/13 Thema https://jungle.world/artikel/2017/13/die-raf-ein-bildungsmaerchen Vor 40 Jahren begann der »Deutsche Herbst« – viele Fragen sind bis heute ungeklärt Die RAF – ein Bildungsmärchen Von Oliver Tolmein Der Deutsche Herbst begann im Frühling. Die sogenannte Offensive 77 zur Freipressung der Gefangenen der Roten Armee Fraktion (RAF) begann mit dem Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback und endete mit der Ermordung Hanns Martin Schleyers im Oktober 1977. Am Morgen des 7. April 1977 wurden Wolfgang Göbel, Georg Wurster und Siegfried Buback vom »Kommando Ulrike Meinhof« der RAF in Karlsruhe erschossen. Als Mörder des Generalbundesanwalts und seiner Mitarbeiter wurde zuerst Knut Folkerts verurteilt, später folgten Urteile gegen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt. Heute gilt als gesichert, dass weder Knut Folkerts geschossen hat noch Brigitte Mohnhaupt am Tatort war und auch Christian Klar scheidet demnach als Schütze aus. Ein Verfahren gegen das ehemalige RAF-Mitglied Verena Becker, das vor allem auf Betreiben von Siegfried Bubacks Sohn Michael 2010 bis 2012 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart stattfand, endete mit der Verurteilung von Verena Becker wegen Beihilfe zum Mord am obersten Strafverfolger der Republik und seinen Begleitern. Antreten musste die mittlerweile als Heilpraktikerin tätige ehemalige Militante die Haftstrafe aber nicht. Becker, die nach ihrer Verhaftung und Verurteilung zu lebenslanger Haft wegen gezielter Schüsse auf zwei Polizisten 1977 in Haft zusammengebrochen war und sich bereit erklärt hatte, mit dem Verfassungsschutz zusammenzuarbeiten, war bereits nach zwölf Jahren Gefängnis von Bundespräsident Richard von Weizsäcker begnadigt worden. Im neuen Verfahren konnten trotz einiger Bemühungen von Gericht, Staatsanwaltschaft und vor allem der Nebenklage nur Teile der Verfassungsschutzakten von damals ausgewertet werden – der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verweigerte eine umfassende Freigabe. -
Anarchiv Collection 1971-1988
Anarchiv Collection 1971-1988 International Institute of Social History Cruquiusweg 31 1019 AT Amsterdam The Netherlands hdl:10622/ARCH01946 © IISH Amsterdam 2020 Anarchiv Collection 1971-1988 Table of contents Anarchiv Collection........................................................................................................................... 3 Context............................................................................................................................................... 3 Content and Structure........................................................................................................................3 Access and Use.................................................................................................................................4 Appendices.........................................................................................................................................5 VORLÄUFIGE LISTE......................................................................................................................18 ..........................................................................................................................................................62 International Institute of Social History 2 Anarchiv Collection 1971-1988 Anarchiv Collection Collection ID ARCH01946 Creator Anarchiv Other Creator(s) Autonomen Knastbüros (Bochum) Period 1971-1988 Extent 4.37 m. Language list German Language of Material German Context Historical Note Also named Knastarchiv; set up by -
Soundscape Stammheim
Svea Bräunert Soundscape Stammheim Die Rote Armee Fraktion (RAF) markiert nicht nur in visueller, sondern auch in akustischer Hinsicht ein herausragendes Phänomen der westdeut- schen Nachkriegsgeschichte. So war eine der ersten Stellungnahmen, die nach der Befreiung Andreas Baaders im Mai 1970 veröffentlicht wurde, eine Tonbandaufzeichnung Ulrike Meinhofs. Die Journalistin Michèle Ray hatte sie nach Abschluss ihres Interviews dem „Spiegel“ überlassen. Damit konnten die Aussagen Meinhofs zum Aufbau der Roten Armee nicht nur als Text, sondern auch als Ton der Nachwelt erhalten bleiben.1 Ebenso zeichne- te auch das RAF-Kommando Siegfried Hausner die Stimme seiner Geisel Hanns Martin Schleyer im September und Oktober 1977 gleich zweifach auf: einmal in den für die bundesdeutsche Medienöffentlichkeit bestimmten vier Videobotschaften, in denen Schleyer in „Bild und Ton“2 präsent war, wie die „Tagesschau“ vom 8. September mit Erstaunen feststellte; und ein anderes Mal auf internen Tonbändern, die die Überschrift „Spindy – Gespräch mit Charly“ trugen und 1982 in einem Erddepot der RAF bei Heusenstamm gefunden wurden. Kurze Zeit vor der Entführung Schleyers war in Stuttgart-Stammheim der Prozess gegen Gudrun Ensslin, Andreas Baader und Jan Carl Raspe zu Ende gegangen; Ulrike Meinhof hatte sich bereits vor Verkündigung des Urteils im Mai 1976 das Leben genommen. Der von Mai 1975 bis April 1977 andauernde Prozess gegen die Kader der ersten RAF-Generation war nach den Nürnberger Kriegsverbrecher- Prozessen 1945– 49 und den Frankfurter auschwitz-Prozessen 1963– 68 der dritte Prozess in der (bundes-)deutschen Nachkriegsgeschichte, dessen 1 Die Erklärung Ulrike Meinhofs wurde unter der Überschrift „Natürlich kann geschossen werden“ im „Spiegel“ abgedruckt (vgl. Spiegel 25/1970, S. -
Die RAF – Ein Deutsches Trauma?
ISBN 978-3-89289-044-7 Die RAF – ein deutsches Trauma? Die RAF – ein deutsches Trauma? • „... gegen den Terrorismus steht der Wille des gesamten Volkes.“ (Helmut Schmidt) Caroline Klausing/Verena von Wiczlinski (Hrsg.) Caroline Klausing/Verena Versuch einer historischen Deutung Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz Am Kronberger Hof 6 • 55116 Mainz Herausgeberinnen: Caroline Klausing und Verena von Wiczlinski Tel.: 0 61 31 - 16 29 70 • Fax: 0 61 31 - 16 29 80 in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz E-Mail: [email protected] Homepage: www.politische-bildung-rlp.de Impressum Herausgeberinnen Caroline Klausing und Verena von Wiczlinski in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz Am Kronberger Hof 6 55116 Mainz Verantwortlich Bernhard Kukatzki Redaktion Marianne Rohde, Marita Hoffmann Lektorat Marita Hoffmann Umschlaggestaltung Birgit Elm und Llux Agentur & Verlag Abbildungsnachweis Alle Fotografien außer auf Seite 71 und 83: Dr. Andreas Linsenmann Fotografien auf Seite 71 und 83: Jan Hildner Gesamtherstellung Llux Agentur & Verlag e.K. 67065 Ludwigshafen www.buecher.llux.de Mainz 2018 ISBN 978-3-89289-044-7 Die RAF – ein deutsches Trauma? Versuch einer historischen Deutung Inhalt Vorwort 4 Bernhard Kukatzki und Marianne Rohde Zur Einführung 6 Die RAF als gesamtgesellschaftliche Herausforderung – Akteure, Institutionen und Kontroversen Caroline Klausing und Verena von Wiczlinski Der Staat 14 Staat und Terrorismus in der Bundesrepublik -
Terrorzelle Stammheim Die Gründer Der RAF Entfalteten Im Gefängnis Größere Wirkung Als in Freiheit
Serie (V): Die zweite Generation Terrorzelle Stammheim Die Gründer der RAF entfalteten im Gefängnis größere Wirkung als in Freiheit. Gleichzeitig formierte sich im Untergrund, nach mehreren Rückschlägen, eine neue Truppe. Ihr Ziel war die Befreiung der inhaftierten Führung. Von Michael Sontheimer enn Marieluise Becker im Jahr 1973 ihren Mandanten Andreas W Baader im Gefängnis Schwalm- stadt besuchte, wurden zunächst ihre Ta- sche und ihre Unterlagen gründlich durch- sucht. Dann musste sie sich bis auf die Unterhose und den BH ausziehen. Schließ- lich schaute eine Wachtmeisterin der Hei- delberger Anwältin vorn und hinten in den Slip. „Nach einer derart erniedrigenden Behandlung“, sagt Becker, „kam einem das Wort vom ,faschistischen Staat‘ leicht über die Lippen.“ So wie die Anwältin sahen es damals manche Linksradikale, nicht lange nach- dem die Gründer der RAF im Sommer 1972 fast ohne Ausnahme verhaftet worden waren. „Das Problem Baader-Meinhof ist erledigt“, hatte Walter Scheel festgestellt. Der liberale Vizekanzler hielt die Terror- gruppe nur für einen kurzen Irrweg der bundesdeutschen Erfolgsgeschichte, für eine düstere Episode, die nun zum Glück abgehakt war. Es sollte anders kommen. Die harten Haftbedingungen der RAF-Mitglieder lie- ferten den Sympathisanten der Terror- gruppe einen willkommenen Anlass, die Nachfolge der RAF-Gründer anzutreten und den fanatischen Feldzug gegen den demokratischen Staat fortzusetzen. Die meisten RAF-Untersuchungshäftlin- ge wurden konsequent innerhalb der Ge- fängnisse isoliert. Sie durften nicht an Ge- meinschaftsveranstaltungen teilnehmen, durften ihre Zelle nur gefesselt verlassen und waren beim Hofgang allein. Kamen Verwandte oder Freunde zu Besuch, saßen BKA-Beamte dabei. Hinterher wurden ge- wöhnlich die Gefangenen und ihre Zellen durchsucht. Besonders weit ging die Anstaltsleitung in Köln-Ossendorf. -
How Terrorist Campaigns End
Department of Economic and Political Studies University of Helsinki Finland Acta Politica 41 How Terrorist Campaigns End The Campaigns of the Rode Jeugd in the Netherlands and the Symbionese Liberation Army in the United States Leena Malkki ACADEMIC DISSERTATION To be presented, with the permission of the Faculty of Social Sciences of the University of Helsinki, for public examination in the lecture room 5, University main building, on June 11, 2010, at 12 noon. Helsinki 2010 ISBN 978-952-10-6266-7 (pbk.) ISSN 0515-3093 Helsinki University Print Helsinki 2010 Abstract This study explores the decline of terrorism by conducting source-based case studies on two left-wing terrorist campaigns in the 1970s, those of the Rode Jeugd in the Netherlands and the Symbionese Liberation Army in the United States. The purpose of the case studies is to bring more light into the interplay of different external and internal factors in the development of terrorist campaigns. This is done by presenting the history of the two chosen campaigns as narratives from the participants’ points of view, based on interviews with participants and extensive archival material. Organizational resources and dynamics clearly influenced the course of the two campaigns, but in different ways. This divergence derives at least partly from dissimilarities in organizational design and the incentive structure. Comparison of even these two cases shows that organizations using terrorism as a strategy can differ significantly, even when they share ideological orientation, are of the same size and operate in the same time period. Theories on the dynamics of terrorist campaigns would benefit from being more sensitive to this. -
Drei Männer Und Ein Attentat
ein Schritt wird langsam, wenn er den steilen Pfad durch den Bergwald Drei Männer und Shinaufsteigt. Einst zählte Peter-Jür - gen Boock zu den meistgesuchten Terro - risten in Deutschland, heute lebt er in Ita - ein Attentat lien zusammen mit seiner Frau in einem Rustico, einem schlichten Feldsteinhaus, weitab von jeder Straße. Terrorismus Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft Am offenen Kamin zieht er Bilanz: „Es in Sachen Rote Armee Fraktion sind hat lange gedauert, aber mittlerweile ist am Ende angelangt. Es bleiben viele offene Fragen. die RAF für mich weit weg, hier oben auf meinem Berg.“ Er legt noch ein paar Schei - te nach. „Morgen muss ich Holz hacken, zum Kochen und Heizen. Das ist wichtig.“ Boock will seine Ruhe haben. 40 Jahre ist es inzwischen her, dass er sich der Roten Armee Fraktion (RAF) anschloss. Gerade hat er erfahren, dass das Ermittlungsver - fahren gegen ihn wegen mutmaßlicher Beihilfe zum Mord an Generalbundes - anwalt Siegfried Buback eingestellt wor - den ist. Boock ist beruhigt. Bundesanwalt Walter Hemberger sieht keine Möglichkeit mehr, noch herauszu - finden, wer Buback oder Hanns Martin Schleyer und ihre Begleiter erschossen hat. Deshalb hat er die Ermittlungen beendet: Es ist eine Bankrotterklärung der obersten Strafverfolger der Republik. Der Krieg der RAF gegen den Staat hat die Bundesrepublik verändert, das Leben vieler ihrer Bürger beeinflusst. Begriffe wie „Deutscher Herbst“ und „Bleierne Zeit“ stehen für eine düstere Geschichte, die in vielen Einzelheiten voller Rätsel blei - ben wird. An der Reaktion von drei Männern – alle zwischen 60 und 70 Jahre alt – zeigt sich, was die gescheiterte Aufklärung der RAF- Taten bedeuten kann. Da ist ein Gefühl von Erleichterung – wie bei Peter-Jürgen Boock, 63.