Die Schweiz 1933 Bis 1945
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Der Umgang Des Schweizerischen Sozialarchivs Mit Rechtsextremem Material
C. Koller LIBREAS. Library Ideas, 35 (2019). 1 Weder Zensur noch Propaganda: Der Umgang des Schweizerischen Sozialarchivs mit rechtsextremem Material Christian Koller Kurzfassung: Das Schweizerische Sozialarchiv hat eine lange Tradition der Samm- lung rechtsextremen Materials. Der Artikel skizziert Umfang und Schwerpunkte die- ser Sammlung und diskutiert Erwerbungsstrategien und Benutzungsbedingungen im Lichte der Frage, ob Bibliotheken solche Literatur „neutral“ behandeln oder we- gen politischer Kontaminationsgefahr aus ihren Beständen fernhalten sollen. Abstract: The Swiss Social Archives have a long tradition of collecting far-right mate- rial. This article considers extent and contents of this collection and discusses acqui- sition strategies and terms of use in view of the question whether libraries ought to treat such material „neutrally“ or should rather exclude them to prevent spreading anti-democratic ideas. Einleitung Im Sommer 2017 war das Buch Finis Germania bei amazon.de wochenlang auf Platz 1 der Best- sellerliste. Das im neurechten Antaios-Verlag publizierte Werk des zuletzt an der Universität St. Gallen tätigen deutschen Historikers Rolf Peter Sieferle gab bei der Veröffentlichung nach dessen Suizid sowohl wegen des von Kritikern als rechtsextrem und antidemokratisch ein- gestuften Inhalts zu reden als auch wegen Kontroversen um seine Präsenz in verschiedenen Sachbuchlisten. Weniger Diskussionen verursachte die (Nicht-)Erwerbung des Bestsellers durch wissenschaftliche Bibliotheken. Vom schweizerischen Nebis-Verbund, dem mit rund 130 ange- schlossenen Institutionen (darunter mehrere der größten wissenschaftlichen Bibliotheken) be- deutendsten Bibliotheksnetzwerk des Landes, fand das Buch einzig Eingang in den Bestand des Schweizerischen Sozialarchivs in Zürich. Dies, obwohl Sieferles frühere Werke von einer ganzen Reihe von Bibliotheken erworben worden waren. Diese Beobachtung führt zur Frage, inwiefern das Schweizerische Sozialarchiv mit extremis- tischer Literatur einen speziellen Umgang pflegt. -
Geschichte Des Kantons Bern Seit 1798 Band Iii Tradition Und Aufbruch 1881-1995
BEAT JUNKER GESCHICHTE DES KANTONS BERN SEIT 1798 BAND III TRADITION UND AUFBRUCH 1881-1995 UNTER DEM PATRONAT DES REGIERUNGSRATES HERAUSGEGEBEN VOM HISTORISCHEN VEREIN DES KANTONS BERN HISTORISCHER VEREIN DES KANTONS BERN, BERN 1996 ARCHIV DES HISTORISCHEN VEREINS DES KANTONS BERN, 79. BAND 1996 GESTALTUNG: EUGEN GÖTZ-GEE, STÄMPFLI & CIE AG, BERN SATZ, DRUCK UND EINBAND: STÄMPFLI & CIE AG, BERN PHOTOLITHOS: BUSAG GRAPHIC AG, NIEDERWANGEN/BERN (SCHWARZWEISS) UND REPRO MARTI AG, HINTERKAPPELEN (FARBIG) ISSN 0250-5673 ISBN 3-85731-0018-7 1 GELEITWORT & VORWORT DES VERFASSERS GELEITWORT Im Hinblick auf das hundertjährige Bestehen des Historischen Vereins des Kantons Bern (1946) hat dessen Vorstand im Jahre 1942 den damaligen Präsidenten, Prof. Richard Feller, dafür gewinnen können, eine "Geschichte Berns" zu verfassen. Als dieses – heute als klassische Darstellung der politischen Entwicklung Berns geltende – Werk im Band IV bis zum Jahre 1798 vorgerückt war, nahm der Tod 1958 Richard Feller die Feder aus der Hand. Es darf als glückliche Fügung bezeichnet werden, dass auf das 150jährige Bestehen des Historischen Vereins hin mit dem dritten Band von Beat Junkers "Geschichte des Kantons Bern seit 1798" erstmals eine bis in die Gegenwart reichende "lesbare Darstellung der politischen Geschichte des Kantons Bern" vorliegt, wie sie schon 1942 die Zielsetzung des Vereinsvorstandes gewesen war! Zum Text, für den allein der Autor verantwortlich ist, steuerte das Staatsarchiv (Peter Martig, Karl F.Wälchli) den Bildteil bei; die Redaktion lag in den Händen von Emil Erne. Dem Vorstand des Historischen Vereins liegt daran, Prof. Beat Junker grossen Dank und hohe Anerkennung zu bezeugen für die nun abgeschlossene Darstellung der politischen Geschichte des Kantons Bern zwischen 1798 und 1995. -
Jahresbericht 1987-1996
Das Archiv für Zeitgeschichte (AfZ) hat als Forschungs- und Doku- EIDGENÖSSISCHE TECHNISCHE HOCHSCHULE ZÜRICH mentationsstelle des Instituts für Geschichte der ETH Zürich auch im Berichtsjahr sowohl bei seinen Dienstleistungen wie auch im Bereich Institut für Geschichte der Quellensicherung den seit Anfang der achtziger Jahre in- Archiv für Zeitgeschichte tensivierten Ausbau fortsetzen können. Insgesamt verfügt nun das Ar- ETH Zentrum chiv über eine breite Dokumentationsbasis zur neuesten, insbesondere 8092 Zürich zur schweizerischen Zeitgeschichte, deren Umfang wie inhaltliche Vielfalt die Anwendung moderner Erschliessungstechniken auch für unser Archiv unabdingbar macht. Im Berichtsjahr wurden erste Schritte zur Anwendung der EDV im AfZ eingeleitet. Bis die damit verbun- denen erheblichen Vorteile einer zentralen Quellenerschliessung mit- JAHRESBERICHT 1987 tels EDV voll genutzt werden können, erfordert diese zusätzliche Auf- gabe einen Mehraufwand, der in den nächsten Jahren einen be- trächtlichen Teil unserer Arbeitskapazitäten beanspruchen wird. Ueber DES die einzelnen Abteilungen des Archives ist für 1987 wie folgt zu berich- ten: PRIVATNACHLASSE / SCHENKUNGEN ARCHIVS FÜR ZEITGESCHICHTE Unter den kleineren und grösseren Schenkungen, die das AfZ 1987 er- halten hat, ist ein Quellenbestand seiner internationalen Bedeutung wegen besonders hervorzuheben: der Nachlass von Avner W. Less. Avner W. Less (1916-1987) ist als jener israelische Polizeioffizier be- kannt geworden, der Ende Mai 1960 bis Anfang 1961 im Auftrag des Zürich, März 1988 Generalstaatsanwalts des Staates Israel Adolf Eichmann, den berüch- tigten Leiter des Referates IV B 4 RSHA ("Juden- und Räu- mungsangelegenheiten"), verhört hat. Diese Einvernahmen, die Less mit Eichmann alleine und in deutscher Sprache durchgeführt hat, dau- erten insgesamt 275 Stunden; die Niederschriften füllen sechs Bande von insgesamt 3564 Seiten. -
Zurzach Zur Zeit Des Nationalsozialismus'
383 Zurzach zur Zeit des Nationalsozialismus' WALTER LEIMGRUBER «Der Frontenfrühling sprang auf unser Land über und schoss bald mächtig ins Kraut. Manch ein später Honoriger war in seinen damals noch jungen Jahren unschlüssig, und in den einen und andern unter ihnen frass sich der Wurm des nationalsozialistischen Gedankengutes [ ... ] »* Am 7. Februar 1935 wurde der Zurzacher Unternehmer Karl Mallaun in Deutschland verhaftet unter der Beschul digung, den deutschen Devisenbestimmungen zuwiderge handelt zu haben. Mallaun wurde in Berlin festgenommen und am 15. Februar von zwei Beamten nach Waldshut gebracht, wobei «die Fahrtkosten 2. Klasse zu seinen Las ten» fielen, wie der Aargauer Polizeichef Oberst Oskar Zumbrunn in seinem Schreiben an die Polizeidirektion fest hielt. In Basel hatte der Zug Aufenthalt, ein Begleiter riet Mallaun, auszusteigen und zu verschwinden. Dieser woll te nicht: «Ich habe nichts ungesetzliches begangen und brauche deshalb die Flucht nicht zu ergreifen .>>2 Nach ei nigen Monaten Untersuchungshaft in Waldshut sah Mallaun die Sache anders. Am 4. August 1935 floh er aus dem Gefängnis und schlug sich in die Schweiz durch. Mallaun betrieb in Zurzach mit seinem Bruder ein Bauge schäft, das 1933 in Zahlungsschwierigkeiten geriet. Die Baufirma wurde vorerst weiterbetrieben, befand sich im Moment der Verhaftung aber in der Phase der Liquidati on. Mallaun war auch in Deutschland aktiv. Zusammen mit dem deutschen Architekten Adolf Mildenberger, der ebenfalls verhaftet wurde,3 besass er dort Liegenschaf ten, «die grössere Werte repräsentieren». Die beiden * PAUL HAUSHERR, Feldgraue Tage , Erinnerungen aus den Jahren 1935- 1945, Baden 1975, S. 9. 1 D as Kapitel bas iert auf den umfangreichen Akten des N achrichten dienstes der Aargauer Polizei in Aarau (in den Anmerkungen ge kennzeichnet mit «PK AG ND 2.WK» = «Polizeikommand o Aar gau, N achrichtendienst Zweiter W eltkrieg» und der entsprechen den Dossiernummer) und den Akten der Schweiz. -
Freiwirtschaftliche Bibliothek Seite 1 / 249 Universitätsbibliothek
Freiwirtschaftliche Bibliothek Universitätsbibliothek Basel UB Wirtschaft – Schweizerisches Wirtschaftsarchiv Verzeichnis der Werke in der Freiwirtschaftlichen Bibliothek (FB) Mehr Informationen zum Bestand, zum Recherchieren und zum Ausleihen: http://www.ub.unibas.ch/ub-wirtschaft-swa/recherche/spezialbestaende/freiwirtschaftliche-bibliothek/ Geordnet nach Erscheinungsjahr / Stand: 7.7.2014 / Martin Lüpold Feld Inhalt ***** Dokument 1 von 1420 Autor/-in Klaus, J. C. Titel Aufgaben der Personalpolitik der schweizerischen Wirtschaft / von J.C. Klaus Impressum [S.l.] : [s.n.], [19--] Umfang 12 S. Reihe (Wirtschaftsbriefe der Auslandschweizer ; Nr. 3) Standort Basel UB Wirtschaft - SWA. Magazin SWA. Signatur: FB 1147 Systemnr. 2263679 Gehe zu Wirtschaftsbriefe der Auslandschweizer ***** Dokument 2 von 1420 Autor/-in Roesle, Kurt Titel Der Weg aus Not und Krise : die Psychotechnik der Schicksals-Meisterung / Kurt Roesele Impressum Zürich : Verlag "Buchhandlung für alle", [19--] Umfang 57 S. Standort Basel UB Wirtschaft - SWA. Magazin SWA. Signatur: FB 1146 Systemnr. 2257566 ***** Dokument 3 von 1420 Autor/-in Sonderegger, H. U. Titel Das Geheimnis der Hochfinanz / von H. U. Sonderegger Impressum Zürich : Verlag E&K Scheuch, [19--] Umfang 78 S. Standort Basel UB Wirtschaft - SWA. Magazin SWA. Signatur: FB 1134 Systemnr. 2262280 ***** Dokument 4 von 1420 Titel Schriftenreihe Arbeiterklasse und Geldpolitik Impressum Altenburg : Verlag von Stritzke Standort Basel UB Wirtschaft - SWA. Magazin SWA. Signatur: FB Zs 35. Bestand:1[193?]-3[193?] Titelvariante -
Nationale Erneuerungsbewegungen in Der Schweiz 1925-1940
VIERTELJAHRSHEFTE FÜR ZEITGESCHICHTE 14. Jahrgang 1966 1. Heft/Januar PETER GILG UND ERICH GRUNER NATIONALE ERNEUERUNGSBEWEGUNGEN IN DER SCHWEIZ 1925-1940 D er Schweizer neigt von Natur nicht zum politischen Extremismus. Links- und rechtsextreme Bewegungen sind in der Schweiz stets nur vorübergehend und nicht in breiten Schichten wirksam geworden. So hat auch in der Zeit des Faschismus und Nationalsozialismus der Rechtsextremismus in der schweizerischen Politik keine bestimmende Bedeutung gewinnen können. Die große europäische Reaktion der Zwanziger- und Dreißigerjahre ging aber an der Schweiz nicht spurlos vorüber. Sie hat im Gegenteil das geistige und poli tische Leben stark beeinflußt, freilich auf Grund der spezifischen Gegebenheiten des Landes in besonderer Weise. Eine Darstellung dieses Einflusses kann sich deshalb nicht auf die dem italienischen Faschismus oder dem deutschen Nationalsozialismus nahestehenden und mehr oder weniger mit ihm liierten Bewegungen beschränken. Sie muß den Gesamtkomplex einer Bewegung der nationalen Erneuerung einbe ziehen, welche untereinander sehr verschiedene Versuche, die auch in der Schweiz empfundene Krisenlage der herkömmlichen Demokratie zu überwinden, umfaßt. Wie tief das Gefühl einer unmittelbar bevorstehenden Zeitwende auch bei Schweizern gewesen ist, die durchaus nicht krisenhaft angekränkelt waren, zeigt etwa eine Studie des Basler Historikers Emil Dürr1, die in einer abschließenden „Charakteristik der heutigen politischen Gesamtlage"2 das politische Leben „haupt sächlich von wirtschaftlich-materialistischen Mächten und Bewegungen beherrscht" und „die ursprünglichen und traditionellen geistigen Werte und Mächte" empfind lich geschwächt sieht. Beherrschend sei die allgemeine, grundsätzliche Kritik an der europäisch-traditionellen Gesellschafts- und Wirtschaftsform, die Erschütterung des traditionellen Rechtsbewußtseins, der Schwund des Dienst- und Pflichtgefühls, die Entwertung von Individuum und Persönlichkeit u. a. -
Flüchtlingsakten 1930-1950
Eidgenössisches Departement des Innern EDI Schweizerisches Bundesarchiv BAR Flüchtlingsakten 1930-1950 Der vorliegende Band in der Reihe Inventare hat zwei inhaltliche Schwerpunkte. Er stellt erstens die Akten zur schweizerischen Flüchtlingspolitik in der Zeit vor, während und unmittelbar nach dem Zwei- ten Weltkrieg thematisch zusammen. Die Nachgeschichte ist bis zur Veröffentlichung des Berichts von Carl Ludwig von 1957 mitberücksichtigt. Das Inventar deckt in erster Linie die Bestände der eidgenös- sischen Behörden im Bundesarchiv ab (Band 1, 1999). Ergänzt wird diese Übersicht durch Hinweise auf Bestände in den Kantonen und in anderen öffentlich-rechtlichen oder privaten Archiven (Band 2, 2001). Zweitens setzt das Inventar einen Schwerpunkt in der Analyse der Flüchtlingsdossiers der Eidgenössi- schen Polizeiabteilung. Es handelt sich um die sogenannte N-Serie, 45’000 zwischen 1936 und 1946 angelegte Personendossiers, und um die ältere P-Serie von 1930 bis 1936. Bestellen der Unterlagen Sämtliche im Inventar aufgeführten Unterlagen sind heute online recherchier- und bestellbar. Aller- dings hat sich die Schreibweise der Signaturen geändert. Kombinieren Sie mehrere Suchfelder, um einen Eintrag aus dem Inventar zu eruieren. Hier beispiels- weise «Alles» und «Signatur» (mit * können noch weitere Zeichen folgen). Bei mehreren Ergebnissen achten Sie auf den entsprechenden Entstehungszeitraum. Zum Beispiel: Wenn Sie ein Dossier nicht finden, wenden Sie sich an die Beratung. Schweizerisches Bundesarchiv Archives fédérales suisses Archivio federale svizzero Archiv federal svizzer Inventare Inventaires Inventari Inventaris Flüchtlingsakten 1930–1950 Thematische Übersicht zu Beständen im Schweizerischen Bundesarchiv Zusammengestellt von Guido Koller und Heinz Roschewski Bern 1999 1 Inventare / Inventaires / Inventari / Inventaris Flüchtlingsakten 1930–1950, Thematische Übersicht zu Beständen im Schweizerischen Bundesarchiv Leitung: A. -
Part Ii. Foreign Countries I
REVIEW OF THE YEAR 5701 125 PART II. FOREIGN COUNTRIES I. BRITISH COMMONWEALTH By THEODOR H. GASTER* Let the sharp ball of fire be hurled at me; Let heaven be alive with lightning flash And scourge of angry winds; O let the earth Ail from her prime foundation tempest-tost! Crash forth, ye mighty breakers of the sea; Stars in your courses, clash and run together! Let the swift eddies of relentless Fate Sweep this poor body into darkest hell; Yet still shall life endure. Aeschylus, Prometheus Bound, 1045-1055. Great Britain British Jewry was mainly occupied during the past year with the twin problems of air raids and evacuation, both of which brought profound changes in its structure and complexion. Wholesale destruction on the one hand and the readjustment of life on the other confronted the community with a host of new problems and anxieties. It is the object of the following pages to offer a rounded picture of these developments. No attempt has been made to produce a day-by-day record. Indeed, in present circum- stances this would have been impossible, in view of the rigid censorship to which all news from Britain is subjected. It is, for example, quite impossible, in most cases, to state the precise date on which a building was bombed, nor is it by any means a simple matter to identify in every instance the "well-known structure" or "prominent synagogue" of an official dispatch. Air Raids LONDON'S Jewish quarter, where the policemen speak Yiddish and where East meets West in striking defiance of the well-worn proverb, is a sprawling jumble of mean 'Editorial Secretary, Institute of Jewish Affairs of the American Jewish Congress. -
Initiative Fonjallaz : Chronologie Et Analyse Politique Par Dominique Freymond
Initiative Fonjallaz : chronologie et analyse politique Par Dominique Freymond Dominique Freymond: Initiative Fonjallaz, Chronologie und politische Analyse Am 28. November 1937 wurde die Initiative zum Verbot der Freimaurerlogen durch das Schweizer Volk in einem Volksentscheid mit 515.327 zu 234.980 Stimmen, also mit 68,7 %, bei einer Wahlbeteiligung von 64,5 % zurückgewiesen. Es war der Versuch des Colonel und Faschisten Arthur Fonjallaz, die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Die Ablehnung wurde als Sieg des Schweizer Volkes gegen die Beschränkung der Versammlungsfreiheit gefeiert. Wie konnte es dazu kommen und wie setzten sich die Freimaurer zur Wehr? Am 9. November 1932 wurden 13 Menschen bei einer Straßenschlacht in Genf getötet. Die extreme Rechte hielt inmitten Genfs in einem Saal eine Versammlung ab. Außerhalb des Gebäudes rief die Linke zu einer Protestkundgebung auf und drohte, den Saal zu stürmen. Erst die zu Hilfe gerufenen Truppen konnten wieder Ordnung herstellen. Bei einer politischen Demonstration am 13. Juni 1933 fanden Anhänger der Front National und Heimatwehr im Casino in Bern „die Protokolle der Weisen von Zion“. Aus dem Protokoll 1 ergibt sich die angestrebte Weltherrschaft durch das internationale Judentum. In Wirklichkeit handelte es sich um eine antisemitische Streitschrift, die in überarbeiteter Form einem Polizeibericht von 1897 bis 1898 aus dem Zarenreich entnommen war. Arthur Fonjallaz gründete am 11. Februar 1934 mit finanzieller und politischer Unterstützung von Benito Mussolini die Vereinigung Schweizer Faschisten in Rom. Am 11. Februar 1934 forderte eine Versammlung schweizer Faschisten in Bern das Verbot von Freimaurerlogen in der Schweiz. Am 26. Februar 1934 wandte sich August Jeanneret vom Vorstand der Alpina direkt an Colonel Fonjallaz und forderte ihn zur Offenlegung von Beweisen seiner Vorwürfe gegen die Freimaurerei auf. -
La Politique Extérieure, De La Première À La Deuxième Guerre Mondiale»
«La politique extérieure, de la Première à la Deuxième Guerre mondiale» Mauro Cerutti Bibliographie élargie pour l’article in Bott Sandra, Crousaz Karine, Krämer Daniel, Leimgruber Matthieu, Schaufelbuehl Janick Marina, Schubert Yan (éd.), Politikgeschichte in der Schweiz: eine historiografische Skizze – L’histoire politique en Suisse: une esquisse historiographie (traverse 2013/1) Altermatt Claude (1994), «Die Beziehungen der Schweiz zum Vatikan nach der Wiedererrichtung der Nuntiatur im Jahre 1920», in Altermatt Urs (Hg.), Schweizer Katholizismus zwischen den Weltkriegen 1920–1940, Freiburg i. Üe., 331–342. Altermatt Urs (1992), Die Schweizer Bundesräte. Ein biographisches Lexikon, Zürich. Andrzejewski Marek (1990), «Die Schweizerische Gesandschaft in Warschau, ihre Tätigkeit und ihr Gesichtspunkt der polnischen Angelegenheiten», Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 40, 297–306. Arlettaz Gérald (2002), «La Nouvelle Société Helvétique et les Suisses à l’étranger (1914–1924). Aspects de la construction d’un nationalisme de type ethnique», Etudes et sources 28, 37–64. Batou Jean, Prezioso Stéfanie, Rapin Ami-Jacques (1997), «Regards suisses sur la guerre civile d’Espagne (1936–1996). Traumatisme, refoulement et éveil de la curiosité», Revue suisse d’histoire 47, 27–45. Baudendistel Rainer (2006), Between Bombs and Good Intentions. The Red Cross and the Italo- Ethiopian War. 1935–1936, New York. Belot Robert (dir.) (2006), Guerre et frontières. La frontière franco-suisse pendant la Seconde Guerre mondiale, Panazol. Bernecker Walther L. (Hg.) (1997), Die Schweiz und Lateinamerika im 20. Jahrhundert. Aspekte ihrer Wirtschafts- und Finanzbeziehungen, Frankfurt a. M. Betschart Pius (1984), «Kapitalschutz und schweizerische Aussenpolitik. Die diplomatische Anerkennung des revolutionären Mexiko, 1919–1926», Etudes et sources 10, 57–162. Bonjour Edgar, Geschichte der schweizerischen Neutralität. -
Frontismus Und Nationalsozialismus in Der Stadt Bern Viel Lärm, Aber Wenig Erfolg
Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung..................................................................................... 3 2. Die Schweiz und die Gefahr von rechts ........................................ 6 Entstehung und Entwicklung des Frontismus ............................... 6 Nationalsozialistische Organisationen in der Schweiz .................. 7 Behördliche Massnahmen ............................................................ 8 3. Frontismus in Bern....................................................................... 10 Bund für Volk und Heimat........................................................... 10 Die Heimatwehr, eine mittelständische Bewegung ........................ 11 Schweizerische Bauernheimat- oder Jungbauernbewegung ........... 12 4. Bewegungen mit nationalsozialistischer oder faschistischer Prägung .......................................................... 14 Die Entstehung der Nationalen Front........................................... 14 Die «Protokolle der Weisen von Zion» ........................................ 15 Die Affäre Tödtli.......................................................................... 19 Die Nationale Front beteiligt sich 1934/35 an Wahlen ................. 22 «Malaktion» an öffentlichen Gebäuden ....................................... 25 Der Marsch auf Bern.................................................................... 28 Eidgenössische Soziale Arbeiter-Partei .......................................... 32 Bund treuer Eidgenossen nationalsozialistischer Weltanschauung 33 Nationale -
Flüchtlingsakten 1930–1950
Schweizerisches Bundesarchiv Archives fédérales suisses Archivio federale svizzero Archiv federal svizzer Inventare Inventaires Inventari Inventaris Flüchtlingsakten 1930–1950 Thematische Übersicht zu Beständen im Schweizerischen Bundesarchiv Zusammengestellt von Guido Koller und Heinz Roschewski Bern 1999 1 Inventare / Inventaires / Inventari / Inventaris Flüchtlingsakten 1930–1950, Thematische Übersicht zu Beständen im Schweizerischen Bundesarchiv Leitung: A. Kellerhals-Maeder Konzept: G. Koller Zusammenstellung und Redaktion: G. Koller und H. Roschewski Bern 1999 Alle Rechte vorbehalten Copyright © 1999 by Swiss Federal Archives Vervielfältigungen erfordern die Genehmigung des Schweizerischen Bundesarchivs 2 Inhaltsverzeichnis Abkürzungen Archivische Grundbegriffe, Benutzungsbestimmungen und Zitierweise Erster Teil 1 Einleitung 12 2 Aufbau des Inventars „Flüchtlingsakten 1930–1950“ 13 3 Begriffe und Rechtsgrundlagen 15 3.1 Das Asylrecht 15 3.2 Der Flüchtlingsbegriff 15 3.2.1 Politische Flüchtlinge 16 3.2.2 „Emigranten“ und „Emigrantinnen“ 16 3.2.3 Zivile Flüchtlinge 17 3.2.4 Militärflüchtlinge 17 4 Behördenkompetenzen 19 4.1 Übersicht 19 4.2 Behördengeschichte 21 5 Aktenüberlieferung 25 5.1 Übersicht 25 5.2 Handakten der Bundesräte 27 5.2.1 Handakten von Bundesrat Eduard von Steiger 27 5.3 Generalstab 28 5.4 Eidg. Polizeiabteilung 29 5.5 Eidg. Fremdenpolizei 32 5.6 Armeekommando und Territorialkommandos 33 5.6.1 Nachrichten- und Sicherheitsdienst 34 5.6.2 Territorialkommando 1 34 5.6.3 Territorialkommando 4 34 5.6.4 Territorialkommando