Die Küste, 5 (1956), 9-48

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Die Küste, 5 (1956), 9-48 Die Küste, 5 (1956), 9-48 Gedanken zur Generalplanung im nordfriesischen Wattenmeer nach dem Manuskript von 1940 Von Johann M. Lorenzen Inhalt 9 Vorwort 11 · · · · · · · · · I. Einleitung . ·· ·· 12 II. Der Planungsraum Nordfriesland und die Planungsgrundlagen 12 A. Begrenzung . 13 B. Planungsgrundiagen . in letzten 13 a. Entwid lung des Raumes den Jahrhunderten 15 b. Wattaufbau (Geologie und Biologie) . 16 c. Messung der Gezeitenkrifie 17 III. Sidierung des Raumes vor der Kaste . 17 a. Begrenzung der Stromgebiete . I7 b. Einengung der Stromgebiete (Wattbedeichung) . 23 c. Landgewinnung als Kustenschutz . 24 IV. Die einzelnen PlanungsrRume 24 1. Der Planungsraum H6rnum-Tief - Norderau 24 a. Allgemeines 25 b. Kastenschutz 26 c. Landgewinnung d. Wasserwirtschaft und Wasserverkebr 27 27 2. Der Planungsraum Suderau - Norderhever 27 a. Allgemeines 29 b. Kastenschutz . 29 aa. Dammbauten 30 bb. Watbedeichung 31 Raum A .. .· Raum B 33 34 Raum C . ·· 34 Raum D . ·· 37 3. Der Planungsraum Suderhever .. V. Zusammenfassung 39 40 VI. Schriftenverzeichnis . · ... · hervor- VII. Anhang: Verzeichnis der aus dem Aufgabenbereich der Westkustenforsdiung bis 1956 42 gegangenen Arbeitsberichre und Ver6ffentlichungen 1934 Vorwort Die Arbeitsgruppe Kilstenschutz im KustenausschuB Nord- und Ostsee hat im Jalire 1955 edne Stellungnahme „Allgemeine Empfelilungen fur den deutscheii Kastenschutzv) erarbeiret, die sidi auf Beridite uber Erfahrungen und Erkenntnisse im Kustenschutz an der Nordsee in der Deutschen Buchi w hrend der lerzten hundert Jahre statzi. Eine der wichtigsre Forderungen der Stellungnahme ist die Verriefung der Einsicht in die wirksamen KrJAe und ihre Wechselbeziehungen im Tidegebier. Die niclit ausreichende Kenntnis der Naturkrifte hat bei rechnischen Mabnahmen vor der Kuste uberaus kostspielige Fehisdildge und Schiden eintreten lassen. VerheiBungsvolle Ans :tze zu uber- und der in ihm geordneter, die ganze deutsche Seekaste umfassender Untersud)ung des Wattenmeeres 1) Vgl. „Die Kiiste", 1955. Die Küste, 5 (1956), 9-48 10 wirksamen Kriftc hat der letzte Krieg zerstdrt. Der graBere Teit der in der Wattenforschung tdtig gewesenen wertvollen Fadlkrifte ist oder nicht an die gefalien alze Aufgabe zuruckgelfelirt. Nur ganz der wenige Ingenieure und Wissenschaftler, die in enger und fruchtbarer Arbeit eine Reihe wichriger Erkenntnisse gewonnen hatren, sind noch am Leben und im Einsatz. Die Forderung nach einer groB riumigen Planung im Kiistenraum im Hinblick auf die Belange des Kusrenschurzes, der Wasserwirtschaft und des Verkehrs ist jedoch geblieben. Sie hat nach dem Kriege fiir die Aufgaben des Kiistenschutzes und der Landeskultur den umfassendsten Ausdruck im „Kustenplan" gefunden, der die groitzigige des Bundes und der F*derung Linder erfihrt. Wenn auch im ganzen gesehen das Schwergewidit der Arbeiten des innerhalb der Uferlinie der „Kiistenplans" Meereskuste liegr, so greift er doch mit den Deichschutz- und Landgewinnungsarbeiten zrvangsliufig iii das Wattenmeer uber. Das ist besonders im Raum Nordfriesland der Fall, der sdrker als alle iibrigen Absdinitte der deutschen Meereskuste der zersidrenden Wirkung des Meeres ausgesetzt ist. Diese Tatsache hat in Verbindung mit den groBen notwendigen Aufgaben des Kustenschutzes bereirs in den vergangenen beiden Jahrzehnren in Nord- friesland technische und wissenscha liche Vorarbeiten ausgeldst, die much fur die untersudiende und planende Arbeit der Gegenwart unentbehrlich sind. Als zu Beginn des zweiten Wekkrieges im nordfriesischen Wattenraum wie uberal[ die einge- leiteten zum kamen und Untersuchungen Erliegen ilire Wiederaufnahme in ferne Zukunft zu racken hat der begann, Verfasser den Versudi gemacht, mit Hilfe der noch verfugbaren Mitarbeiter die bis dahin erarbeiteten Untersuchungsergtbnisse zusammenzustellen (Anhang, S. 42). Als der Krieg begann, lag von den auf zehn Jahre abgesrellien Untersuchungen das Ergebuis einer vierjilirigen Forschungs- arbeit vor. Sinn und Z·,vedc des Berichts war cs, die widltigsten Ergebnisse und Erkenntnisse einer jahrelangen Arbeit in Umrissen fesrzuscellen soweit grollen und maglich prakrische Folgerungen za ziehen, die einer Wiederaufnahme der Untersudiungen nach dem Kriege dienlich sein warden. Nachdem der oben erw hnte Beridit bereits Gegenstand kritischer Betraclitung in der Oftent- Iicillek, vor allem in dem Band I des Werkes „Landgewinnzing und Landerlialtung in Schleswig Holsrein - des Sonderprobleme Kustenraumes" (FIsCHER, 1955), gewordeii ist, hdlt es der Verfasser fur angebracht, die in Gemeinschaft mit enger ausgezeictineten Mitarbeitern in der Zeit bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in einer knappen Obersidit der Offent lic keir vorzulegen. Die in der vorliegenden Abhandlung niedergelegren Gedanken und Folgerungen kannen die nach dem Kriege neu erarbeiteten Erkenntnisse naturgemiB nictic berucksiditigen; trorzdem durf en sie dem forschenden und planenden Ingenieur auch heute noch von Nutzen sein. Durcli fast ein Menschenalter verfolgt der Verfasser das Wirken der Naturkr e in seiner nord- friesischen Heimat. Mit wachsendem Einblick in das Naturgeschehen und in das Verhalten des Menschen hierzu, in dem tieferen Erkennen von Ursache und Wirkung hat ihn die Sorge um den Bestand des nordfriesisclien Watrenmeeres und damit Nordfrieslands in zonelimendem Maile bedridft. Daraus erwuchs der Heimar die gegenuber selbstversr ndliche Pflicht, nidit nur die Gefahren, sondern auch Wege aufzuzeigen, die zu einer maglicbst dauerhaften Siderung des nordfriesischen Kastenraums fithren k6nnen. Die nachstehende soll Ver6ffentlichung gleichzeitig ein kieiner sehr versp reter Dank an die Mitarbeiter:) sein, die sich der Et·arbeitung wichriger Grundlagens) fur die Sicherung der Schleswig- Holsteinischen Westkuste mit ganzer Kraft gewidmet haben. Kiel, den 31. Dezember 1956 J. M. LORENZEN D Die Mitarbeiter der Westkustenforschung von 1934 bis 1940 und ihre Arbeitsgebiete: 1. Dr. h. c. BRocKMANN: Diatomeen (ehrenamtliche Mitarbeit). 2. Dr. DECHEND: Geologie, besonders Mineratogie. 3. Dr. DITYMER: Geotogie, besonders Kustensenkung, Sri·atigraphie, Morphologie, Baugrundfragen, Grundwasserkunde, Sinksroffe. 4. Dipl.-Ing. ELY 2: Vermessung, Karrographie. 5. Dr. ERNsT 1 : Geologie, besonders Pollenanalyse, Stratigraphie. 6. Regierungsbaurat HABERsTRoH 1: Verwalrung, Vermessung, Peilung. 7. Dr. HERRMANN t: Agrikulturdiemie. 8. Dipl.-Ing. HuNDT: Kusrenverinderungen, Vermessungen, Peilung, Sturmfluten. 9. Professor Dr. IwERSEN 1: Agrikulturchemie, Watt-Kultivierung, landwirtschafEliche Neuordnung und Umlegung. 10. Dr. KeNIG: Biologie, Watrfauna und -flora, besonders Diatomeen, Salicornia, Spartina. 1 Die Küste, 5 (1956), 9-48 11 I. Einleitung In den letzten fiinf Jahren haben die vor dem zweiten Weltkrieg iibertieferten Auffassungen uber Ziel und Weg der Arbeit im schleswig-holsteinischen Ebbe- und Flurgebiet tiefgreifende Anderungen erfahren. Der erste Schritt zu einer Neuausriditung wurde im Jahre 1934 getan, als die schon lange als notwendig erkannre Zusammenfassung (LoRENzEN, 1938) der drei wich- tigsten Aufgaben Kustenschutz, Landgewinnung und Marschwasserwirischaft zu einer organi- schen Einheit erfolgte. Den JuBeren Rahmen hierfur bildete der 10-Jahresplan fur Kusten- schutz und Landgewinnung (LoRENzEN, 1938). Dieser Plan stutzte sich zunichst allein auf die Erfahrung, daE zwischen den drei groilen Arbeitsbereichen im Tidegebier ein enger naturlicher Zusammenhang besteht, der bei jeder Einzelmainahme sorgsamste Beachrung verlangt. Im die wie z. B. uber die einzelnen war bis Anfang der dreifiiger Jahre iiber Zusammenhinge, Bezieliung zwischen dem Meeresangriff und seiner einerseits zerst8renden, andrerseits auf- bauenden Wirkung im Wattenmeer sehr wenig bekannt. AuBer einer luckenhafien Beobachtung der Gezeitenwasserstinde und einer fiir Zwecke der Schiffahrt wiederholt durchgefuhrten Peilung der groBen Wattstr8me durch die Deutsche Seewarte bzw. durch die Marine fehlte fur nahezu alles, was aus dem Wirken der Gezeitenkrifle praktische Folgerungen groBriumige Kustenschutzarbeit hJ:tte ziehen lassen. Ebenso war auch uber die Entwicklung des Watten- des Wattbodens uber die Kiistenlinie hinaus raums, uber Form, Aufbau und Verinderungen sich uber das Wattenmeer wenig oder nichts bekannt. Es war also nicht verwunderlich, dal und uber die M6glichkeiten, dieses einstmals fruchtbare Gebiet zuriackzugewinnen, selbst in Fachkreisen die verschiedensten Auffassungen gel)ildet hatten. Die K.ustenschutzarbeit hatte sich im wesentlichen auf eine dem Stand technischer Bau- verfahren entsprechende Erhaltung der Meeresufer beschrinkt, ohne daB man ihre dauernde Kiistensaum des Wirkung ubersehen konnte. Auch die Ausnutzung der an einem schmalen Festlands wirksamen landaufbauenden Titigkeit der Gezeiten war nach den uberlieferten Landgewinnungsmethoden erfolgt, ohne die Frage nach der Ursache und der mhglichen Ent- wicklung dieser aufbauenden Titigkeit beantworten zu kdnnen. Fur eine Planung im Sinne einer weitschauenden und dauernden Sicherung der Kuste mit geringsten Mitteln, zu einer erschdpfenden Ausnutzung alter Maglichkeiten zur Neuland- Wasserwirtschaft gewinnung und schlieillich zur Schaffung einer fiir die Dauer geordneten in den unter mittelbarem GezeiteneinfluB stehenden Seemarschen bedurfte man einer grund- lichen Kennmis der in Vergangenheit und Gegenwart wirksamen Krifte und der durcli sie gestalteten Formen. Der Wattenmeerforschung, die sich mit der Erarbeitung dieser Grund- lagen bis Kriegsbeginn etwa funf Jahre befaEr
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