Johannes Brahms Klaviertrios IV Johannes Brahms

Total Page:16

File Type:pdf, Size:1020Kb

Johannes Brahms Klaviertrios IV Johannes Brahms CYAN MAGENTA GELB SCHWARZ Johannes Brahms 151 Klaviertrios IV T T TACE Trio für Klavier, Klarinette und Violoncello op. 114 a-Moll 24'45 zweite Bearbeitung (1891) 1 Allegro 7'56 2 Adagio 7'55 3 Andantino grazioso 4'29 4 Allegro 4'23 Johannes Brahms Trio für Klavier, Violine und Violoncello nachgelassen, veröffentlicht 1938 36'36 Klaviertrios IV 5 Moderato 11'55 6 Vivace 6'40 7 Lento 8'43 8 Presto 9'16 ABEGG TRIO Ulrich Beetz, Violine (Nicolas Lupot, Paris 1821, mit Darmsaiten) Birgit Erichson, Violoncello (Andrea Castagnieri, ca. 1847, mit Darmsaiten) historische Instrumente Gerrit Zitterbart, Klavier (Hammerfl ügel von Johann Baptist Streicher, Wien) Martin Spangenberg, Martin Spangenberg, Klarinette Klarinette TACET-T151_Seite_28 TACET-T151_Seite_1 Die Nachtigall und der Goldhelm unverkennbar platonischer Spitzname für den 1891, um sich immer wieder die Solopartien In Wahrheit fehlte der Katalysator: der Das Klarinettentrio op. 114 von Johannes bärtigen 34jährigen Mann, den Brahms auch aus Webers Klarinettenwerken und aus rührende Klarinettenton und Mühlfelds Brahms (1891) und das Klaviertrio A-dur als „Nachtigall des Orchester“ titulierte: Mozarts Klarinettenquintett vorspielen zu melodische Spannung. op. post. von Jan Reichow Richard Mühlfeld (1856 – 1907). lassen. An Clara Schumann schrieb er: „… man Kalbeck unterlegt dem zweiten Thema die Allerdings ist nicht richtig, was man immer kann nicht schöner Klarinette blasen, als es Worte: „Wie war es doch ?“ und hört „die Wann beginnt eigentlich das „Alterswerk“ von wieder liest (MGG 2000), dass Brahms ihn der hiesige Herr Mühlfeld tut.“ Frage nach verklungenen, halb vergessenen, Johannes Brahms ? Wie alt oder wie jung ist erst 1891 kennengelernt hat. Seit 1881 Im Mai begab sich Brahms wieder einmal in der Erinnerung zurückgedrängten Erlebnis- denn z. B. die gestraffte Bearbeitung seines weilte Brahms jährlich mehrere Tage in in seine Sommerresidenz in Bad Ischl, schrieb sen“. Leider klingt auch die Assoziation „Wer Jugendtrios op. 8, zu der er sich mit 57 Jah- Meiningen, um mit der dortigen Hofkapelle mit größter Sorgfalt sein Testament – und ent- uns getraut“ aus dem Zigeunerbaron des ren entschloss oder überreden ließ ? In diesen zu arbeiten. Hier war Mühlfeld seit 1879 als sann sich einiger Skizzen, die im Jahre 1888 von Brahms hoch geschätzen Johann Strauss Jahren begann er sich verstärkt der Aufgabe Soloklarinettist angestellt, nachdem er in mit Blick auf eine neue Sinfonie entstanden hinein. Entscheidend ist aber wohl die kom- zu widmen, seine musikalischen Skizzen jüngeren Jahren zunächst als zweiter Geiger waren; jetzt – mit den Meininger Klarinetten- plementär zum Haupthema des Satzes sanft zu sichten, Unbrauchbares zu vernichten, begonnen und sich zu den ersten Geigen tönen im Ohr – erfuhren sie eine wundersame absteigende Wendung. Brauchbares zu einem sinnvollen Abschluss vorgearbeitet hatte; zugleich erweiterte er Verwandlung. Merkwürdig genug baut sich die Thematik zu bringen. seine musiktheoretischen Kenntnisse bei Vielleicht ist so auch die Reminiszenz im des Satzes auf. Dass er sein Leben abzurunden suchte, einem Mendelssohnschüler, war nebenbei der letzten Satz des Klarinettentrios zu erklären, Der Anfang des Trios ist eher enttäu- erkennt man auch daran, dass er ein sorgfäl- gesuchteste Klavierlehrer in Meiningen, leitete wenn im Mittelteil (Takt 74 bis 104) wie aus schend: ein aufsteigender Molldreiklang im tig ausformuliertes Testament an den Verleger dort seit 1880 den alsbald „besten Männer- weiter Ferne der Anfang der 4. Sinfonie her- Cello, zweifellos kein großer Einfall, auch Simrock schickte. Im Zusammenhang mit der chor Südthüringens“, seit 1884 war er auch überwinkt: diese milden Gesten hätte man die Wendung abwärts ist nicht stark, noch Überarbeitung des Trios op. 8 fällt zum ersten- Soloklarinettist der Bayreuther Festspiele, dem stürmischen Hauptthema nicht zuge- weniger, als sie letztlich nur zum Ausgangs- mal die Rückbesinnung auf die eigene frühe Sängerinnen und Sänger betrieben bei ihm traut, aus dem sie als Umkehrung entwickelt punkt zurückführt. Aber sobald die Klari- Zeit auf: „Mit welcher Kinderei ich schöne Som- Vortragsstudien, um von seiner einzigartigen sind. Und anders als im Klarinetten-Quintett nette beginnt, – scheinbar ähnlich, jedoch mertage verbrachte, rätst du nicht. Ich habe Atem- und Phrasierungstechnik zu profitieren, haben sie im Trio nicht das letzte Wort: viel- auf instabiler Grundlage (Quartsextakkord) mein H-dur-Trio noch einmal geschrieben und 1889 wurde er mit der bayrischen goldenen mehr ihre aufwärts gerichtete Originalgestalt, –, wird es ernst, und die Abwärtswendung kann es op. 108 statt op. 8 nennen.“ (An Clara Medaille für Wissenschaft und Kunst geehrt. mit einer trotzigen Abschlusskadenz von hat hier eine ganz andere Bedeutung, zumal Schumann, 3. September 1889). Es war nicht Brahms, der ihn groß gemacht Klavier und Cello zu einer fast „schreienden“ sie durch Wiederholung intensiviert wird: ein Auch Neues entstand natürlich: als reales hat, aber nach dessen Klarinettentrio und Klarinette. melancholisches Verweilen, ein Blick zurück op. 108 hatte er gerade die dritte Violinsonate Klarinettenquintett stiegen Mühlfelds solis- Der Brahms-Biograph Max Kalbeck meinte, gleich zu Beginn. d-Moll geschrieben, dann folgte noch einiges tische Auftritte in Deutschland und Europa es sei wohl die übergroße Ähnlichkeit der Zum einen ist es diese Dehnung, dann aber an Chormusik, aber das Streichquintett op. sprunghaft an: von 7 im Jahre 1891 auf 34 im beiden Themen des Kopfsatzes gewesen, die die Tatsache, dass die Klarinetten-Parallele 111 betrachtete er als offiziellen Abschluss Jahr 1892. (Alle Angaben nach Herta Müller, den Komponisten von einer Verarbeitung in zum Cellobeginn nicht den Abschluss des seines Lebenswerkes. s. Literaturverzeichnis). einer großangelegten Sinfonie absehen ließen Melodiebogens ergibt, sondern ihn weiter in Und dann kam überraschend eine neue Brahms war „reif“ für die Klarinette und (als ob er nicht auch noch ein Kontrastthema die Tiefe sinken lässt, wo er ausklingt, – aber Liebe, genannt „Fräulein Klarinette“, – ein nutzte seinen Meiningen-Aufenthalt im März hätte erfinden können !). so, dass man dieses Verklingen zugleich als 2 3 TACET-T151_Seite_2 TACET-T151_Seite_3 leise Frage verstehen kann. Oder schließt sich erweisen: man hat sie schwerlich als motivisch Klarinettentrio freundliche Züge. Es lebt und mutwilligen Komponisten stammen. Aber ein Kreis? bedeutungsvoll wahrgenommen, da kehren belebt. dieser melancholische, gelassen wiederholte Man kann bei dieser Frage stehen bleiben sie wieder und beginnen herauf- und herun- Nach der Seligkeit des zweiten Satzes Zweifel, das ist Brahms 1891; dazu gehört und die ersten 30 Sekunden wie ein Mantra terzuhuschen, zeichenhaft, und ganz am Ende bewegen wir uns im dritten wieder in Erden- auch – zwischen den fragenden Abschnitten hören und vielmals wiederholen: eine Offen- beschließen sie den Satz mit ihrem Gemurmel: nähe, aber möglicherweise ohne sie zu berüh- – die unglaubliche Milde des Mittelteils: mit barung, die das ganze Werk wie in einem aus Linien werden Dreiklangsbrechungen, ren, – wenn wir Max Kalbecks Interpretation den terzenselig segnenden Abwärtsbewegun- Brennspiegel konzentriert. pa rallel und in Gegenbewegung zwischen folgen: „An Stelle des munteren Scherzos gen, die, wie schon erwähnt, an das Kopfmo- Und doch gibt es eine unmittelbare Ant- Cello und Klarinette, 4 imaginäre Kreise und erscheint ein Andantino grazioso, das einen tiv der 4. Sinfonie erinnern. Das ist es, was den wort auf die Frage: sie erfolgt im Klavier; man eine letzte Auswärtsbewegung: im Cello nach menuettartigen Walzer in A mit einem stei- späten Brahms auszeichnet, nicht bloße Meis- könnte meinen, dass dies nun das eigentliche ganz unten, in der Klarinette nach ganz oben. rischen Ländler in D (als Trio) abwechseln terschaft, sondern auch die Fähigkeit, sich in Hauptthema sei: eine (rhythmisch pointierte) Was für ein Abschied, – so beiläufig, befremd- läßt. Weder der höfische noch der bäurische ein „zufälliges“ Detail zu verlieren, – jedenfalls schreitende Bewegung oberhalb des Grund- lich und wunderbar! Tanz tritt fest auf; die Wesen, die sich nach scheinbar, denn die Analyse würde zeigen, tons, eine analog schreitende Bewegung Es ist dieselbe Spanne zwischen Höhe und den Rhythmen der beiden Sätze bewegen, dass in dieser hochorganisierten Werk-Welt unterhalb des Grundtons, spiegelbildlich. Es Tiefe, derselbe Ton der Klarinette, mit dem in schweben leicht über dem Erdboden dahin alles mit allem zusammenhängt. In diesem ist erstaunlich, wie sehr die Kreisbewegung lichter Entrückung der nächste Satz anhebt: und berühren nur manchmal im Fluge die Widerspruch liegt das Wunder. den alten Brahms beschäftigt, bis hin zu der das Thema erinnert von fern an den Einsatz Spitzen der Gräser und Blüten der Kräuter.“ Peter Gülke schrieb: „In anderer Weise erstaunlichsten Konzentration im späten des Sopran-Solos im Schlußsatz des Requi- Auf die „durch den Klangzauber hervor- als der Beethoven der letzten Quartette, Klavier-Intermezzo op. 118 Nr. 6 Es-Moll, das ems: „Selig sind die Toten, die in dem Herrn gebrachte visionäre Täuschung eines Geis- der Verdi des ‚Falstaff’ oder der Wagner des aus dem scheinbar ziellosen Kreisen innerhalb sterben“, – nur Trost und Seligkeit sollen uns terreigens“ (Kalbeck a. a. O.) folgt ein sturm- ‚Parsifal’ steht der späte Brahms als Flucht- eines Terzrahmens ein so ungeheuerliches am Ende erwarten. bewegtes Finale: inmitten des Themas ein punkt
Recommended publications
  • Vorwort Der Ihm Eigenen Selbstironie – Das Ma­ Folgenden Johannes Brahms
    Vorwort der ihm eigenen Selbstironie – das Ma­ Folgenden Johannes Brahms. Briefwech- nuskript des ganzen Werks als „Probe“ sel, Bd. XII, hrsg. von Max Kalbeck, Ber­ bezeichnete und es komplett an Mandy­ lin 1919, Reprint Tutzing 1974, S. 47 ff.). czewski schickte. Dieser begann mit der Nach der Berliner Uraufführung über­ Zwar hatte Johannes Brahms (1833 – 97) Partiturabschrift des Quintetts, vermut­ sandte er ihm am 24. Dezember 1891 im Dezember 1890 seinem Verleger Fritz lich weil Brahms’ damaliger Hauptko­ zunächst die Partiturabschrift des Quin­ Simrock angekündigt, mit dem Kompo­ pist William Kupfer zu dieser Zeit noch tetts als Vorlage für ein geplantes Ar­ nieren aufhören zu wollen, aber schon mit der Abschrift des Klarinettentrios rangement für Klavier zu vier Händen. bald sollte er nochmals tätig werden. Ein befasst war. Nach Abschluss von Satz I Kurz nach der zweiten Aufführung des wichtiger Impuls dafür ging von dem durch Mandyczewski setzte Kupfer die Klarinettenquintetts in Wien gingen am Klarinettisten der Meininger Hofkapelle Abschrift fort und kopierte die Stim­ 23. Januar dann auch die abschriftlichen Richard Mühlfeld aus, den Brahms im men, vermutlich schrieb er auch die al­ Stimmen an Simrock zur Vorbereitung Frühjahr 1891 näher kennen und sehr ternative Solopartie für Viola aus. Wann des Stichs. Vermutlich im Februar 1892 schätzen lernte. Begeistert schwärmte die abschriftlichen Materialien fertigge­ las der Komponist Druckfahnen von er am 17. März in einem Brief an Clara stellt waren, kann nicht genau festge­ Partitur und Stimmen Korrektur, denn Schumann, man könne „nicht schöner stellt werden. Spätestens zu den ersten am 25. Februar beklagte er sich brief­ Klarinette blasen, als es der hiesige Herr Proben der beiden neuen Stücke mit Ri­ lich darüber, dass die Stimmen bereits Mühlfeld tut“.
    [Show full text]
  • A Brief History of the Sonata with an Analysis and Comparison of a Brahms’ and Hindemith’S Clarinet Sonata
    Central Washington University ScholarWorks@CWU All Master's Theses Master's Theses 1968 A Brief History of the Sonata with an Analysis and Comparison of a Brahms’ and Hindemith’s Clarinet Sonata Kenneth T. Aoki Central Washington University Follow this and additional works at: https://digitalcommons.cwu.edu/etd Part of the Composition Commons, and the Education Commons Recommended Citation Aoki, Kenneth T., "A Brief History of the Sonata with an Analysis and Comparison of a Brahms’ and Hindemith’s Clarinet Sonata" (1968). All Master's Theses. 1077. https://digitalcommons.cwu.edu/etd/1077 This Thesis is brought to you for free and open access by the Master's Theses at ScholarWorks@CWU. It has been accepted for inclusion in All Master's Theses by an authorized administrator of ScholarWorks@CWU. For more information, please contact scholarworks@cwu.edu. A BRIEF HISTORY OF THE SONATA WITH AN ANALYSIS AND COMPARISON OF A BRAHMS' AND HINDEMITH'S CLARINET SONATA A Covering Paper Presented to the Faculty of the Department of Music Central Washington State College In Partial Fulfillment of the Requirements for the Degree Master of Music Education by Kenneth T. Aoki August, 1968 :N01!83 i iuJ :JV133dS q g re. 'H/ £"Ille; arr THE DEPARTMENT OF MUSIC CENTRAL WASHINGTON STATE COLLEGE presents in KENNETH T. AOKI, Clarinet MRS. PATRICIA SMITH, Accompanist PROGRAM Sonata for Clarinet and Piano in B flat Major, Op. 120 No. 2. J. Brahms Allegro amabile Allegro appassionato Andante con moto II Sonatina for Clarinet and Piano .............................................. 8. Heiden Con moto Andante Vivace, ma non troppo Caprice for B flat Clarinet ...................................................
    [Show full text]
  • Brahms Clarinet Quintet & Trio 6 Songs
    martin fröst brahms clarinet quintet & trio 6 songs janine jansen boris brovtsyn maxim rysanov torleif thedéen boris brovtsyn | martin fröst | janine jansen | maxim rysanov | torleif thedéen roland pöntinen BIS-2063 BIS-2063_f-b.indd 1 2014-02-24 14.39 BRAHMS, Johannes (1833–97) Clarinet Quintet in B minor, Op. 115 37'46 1 I. Allegro 12'37 2 II. Adagio – Più lento 11'08 3 III. Andantino – Presto non assai, ma con sentimento 4'34 4 IV. Con moto 9'05 Janine Jansen & Boris Brovtsyn violins Maxim Rysanov viola · Torleif Thedéen cello Six Songs, transcribed by Martin Fröst for clarinet and piano 5 Die Mainacht, Op. 43 No. 2 3'32 6 Mädchenlied, Op. 107 No. 5 1'31 7 Immer leiser wird mein Schlummer, Op. 105 No. 2 3'12 8 Wie Melodien zieht es mir, Op. 105 No. 1 2'09 9 Vergebliches Ständchen, Op. 84 No. 4 1'31 10 Feldeinsamkeit, Op. 86 No. 2 3'22 Roland Pöntinen piano 2 Trio in A minor for Clarinet, Piano and Cello 24'33 Op. 114 11 I. Allegro 7'48 12 II. Adagio 7'39 13 III. Andantino grazioso 4'24 14 IV. Allegro 4'25 Roland Pöntinen piano · Torleif Thedéen cello TT: 78'55 Martin Fröst clarinet 3 n the same way that the world owes Mozart’s Clarinet Concerto, Trio and Quintet to the virtuosity of Anton Stadler, and Weber’s clarinet works to IHeinrich Baermann, so the creation of Brahms’s last four chamber works was sparked by the artistry of Richard Mühlfeld (1856–1907), the principal clarinettist of the Meiningen Orchestra.
    [Show full text]
  • September 2019 Catalogue Issue 41 Prices Valid Until Friday 25 October 2019 Unless Stated Otherwise
    September 2019 Catalogue Issue 41 Prices valid until Friday 25 October 2019 unless stated otherwise ‘The lover with the rose in his hand’ from Le Roman de la 0115 982 7500 Rose (French School, c.1480), used as the cover for The Orlando Consort’s new recording of music by Machaut, entitled ‘The single rose’ (Hyperion CDA 68277). sales@europadisc.co.uk Your Account Number: {MM:Account Number} {MM:Postcode} {MM:Address5} {MM:Address4} {MM:Address3} {MM:Address2} {MM:Address1} {MM:Name} 1 Welcome! Dear Customer, As summer gives way to autumn (for those of us in the northern hemisphere at least), the record labels start rolling out their big guns in the run-up to the festive season. This year is no exception, with some notable high-profile issues: the complete Tchaikovsky Project from the Czech Philharmonic under Semyon Bychkov, and Richard Strauss tone poems from Chailly in Lucerne (both on Decca); the Beethoven Piano Concertos from Jan Lisiecki, and Mozart Piano Trios from Barenboim (both on DG). The independent labels, too, have some particularly strong releases this month, with Chandos discs including Bartók's Bluebeard’s Castle from Edward Gardner in Bergen, and the keenly awaited second volume of British tone poems under Rumon Gamba. Meanwhile Hyperion bring out another volume (no.79!) of their Romantic Piano Concerto series, more Machaut from the wonderful Orlando Consort (see our cover picture), and Brahms songs from soprano Harriet Burns. Another Hyperion Brahms release features as our 'Disc of the Month': the Violin Sonatas in a superb new recording from star team Alina Ibragimova and Cédric Tiberghien (see below).
    [Show full text]
  • Solo List and Reccomended List for 02-03-04 Ver 3
    Please read this before using this recommended guide! The following pages are being uploaded to the OSSAA webpage STRICTLY AS A GUIDE TO SOLO AND ENSEMBLE LITERATURE. In 1999 there was a desire to have a required list of solo and ensemble literature, similar to the PML that large groups are required to perform. Many hours were spent creating the following document to provide “graded lists” of literature for every instrument and voice part. The theory was a student who made a superior rating on a solo would be required to move up the list the next year, to a more challenging solo. After 2 years of debating the issue, the music advisory committee voted NOT to continue with the solo/ensemble required list because there was simply too much music written to confine a person to perform from such a limited list. In 2001 the music advisor committee voted NOT to proceed with the required list, but rather use it as “Recommended Literature” for each instrument or voice part. Any reference to “required lists” or “no exceptions” in this document need to be ignored, as it has not been updated since 2001. If you have any questions as to the rules and regulations governing solo and ensemble events, please refer back to the OSSAA Rules and Regulation Manual for the current year, or contact the music administrator at the OSSAA. 105 SOLO ENSEMBLE REGULATIONS 1. Pianos - It is recommended that you use digital pianos when accoustic pianos are not available or if it is most cost effective to use a digital piano.
    [Show full text]
  • The Role of Clarinet in Op. 114 a Minor Trio Composed by Johannes Brahms for Clarinet, Cello and Piano
    Global Journal of Arts, Humanities and Social Sciences Vol.7, No. 3, pp.80-90, March 2019 Published by European Centre for Research Training and Development UK (www.eajournals.org) THE ROLE OF CLARINET IN OP. 114 A MINOR TRIO COMPOSED BY JOHANNES BRAHMS FOR CLARINET, CELLO AND PIANO *İlkay Ak Lecturer, Music Department, Anadolu University, Eskişehir, Turkey ABSTRACT: Sonatas and chamber music works written for clarinetist Richard Mühlfeld by Johannes Brahms, who was one of the most important composers of the second half of Romantic period, in the last years of his life are among the irreplaceable works of clarinet training repertoire. These works which enable the musical improvement for the player are also significant to transfer the stylistic properties of the time. Op. 114 A Minor Trio composed for Clarinet, Cello and Piano by Brahms is among the most important works of chamber music training repertoire and often appears in concerts. The work consists of four parts. The first part is Allegro, the second part is Adagio, the third one is Andantino grazioso and the fourth one is Allegro. In this study, the life and musical identity of Brahms are going to be discussed first and then solo and chamber music works with clarinet are going to be mentioned. Next, the parts which can create technical and musical difficulties for the clarinet performance in Op. 114 A Minor Trio of the composer are determined and the things to decrease these are going to be suggested. KEYWORDS: Romantic Period, Brahms, Mühlfeld, Clarinet, Trio INTRODUCTION: JOHANNES BRAHMS Johannes Brahms (1833-1897) German Johannes Brahms as one of the prominent composers of the second half of 19th century was born on 7 May 1833 as a son of a double bass player.
    [Show full text]
  • The Ninth Season Through Brahms CHAMBER MUSIC FESTIVAL and INSTITUTE July 22–August 13, 2011 David Finckel and Wu Han, Artistic Directors
    The Ninth Season Through Brahms CHAMBER MUSIC FESTIVAL AND INSTITUTE July 22–August 13, 2011 David Finckel and Wu Han, Artistic Directors Music@Menlo Through Brahms the ninth season July 22–August 13, 2011 david finckel and wu han, artistic directors Contents 2 Season Dedication 3 A Message from the Artistic Directors 4 Welcome from the Executive Director 4 Board, Administration, and Mission Statement 5 Through Brahms Program Overview 6 Essay: “Johannes Brahms: The Great Romantic” by Calum MacDonald 8 Encounters I–IV 11 Concert Programs I–VI 30 String Quartet Programs 37 Carte Blanche Concerts I–IV 50 Chamber Music Institute 52 Prelude Performances 61 Koret Young Performers Concerts 64 Café Conversations 65 Master Classes 66 Open House 67 2011 Visual Artist: John Morra 68 Listening Room 69 Music@Menlo LIVE 70 2011–2012 Winter Series 72 Artist and Faculty Biographies 85 Internship Program 86 Glossary 88 Join Music@Menlo 92 Acknowledgments 95 Ticket and Performance Information 96 Calendar Cover artwork: Mertz No. 12, 2009, by John Morra. Inside (p. 67): Paintings by John Morra. Photograph of Johannes Brahms in his studio (p. 1): © The Art Archive/Museum der Stadt Wien/ Alfredo Dagli Orti. Photograph of the grave of Johannes Brahms in the Zentralfriedhof (central cemetery), Vienna, Austria (p. 5): © Chris Stock/Lebrecht Music and Arts. Photograph of Brahms (p. 7): Courtesy of Eugene Drucker in memory of Ernest Drucker. Da-Hong Seetoo (p. 69) and Ani Kavafian (p. 75): Christian Steiner. Paul Appleby (p. 72): Ken Howard. Carey Bell (p. 73): Steve Savage. Sasha Cooke (p. 74): Nick Granito.
    [Show full text]
  • Classical Music
    2020– 21 2020– 2020–21 Music Classical Classical Music 1 2019– 20 2019– Classical Music 21 2020– 2020–21 Welcome to our 2020–21 Contents Classical Music season. Artists in the spotlight 3 We are committed to presenting a season unexpected sounds in unexpected places across Six incredible artists you’ll want to know better that connects audiences with the greatest the Culture Mile. We will also continue to take Deep dives 9 international artists and ensembles, as part steps to address the boundaries of historic Go beneath the surface of the music in these themed of a programme that crosses genres and imbalances in music, such as shining a spotlight days and festivals boundaries to break new ground. on 400 years of female composition in The Ghosts, gold-diggers, sorcerers and lovers 19 This year we will celebrate Thomas Adès’s Future is Female. Travel to mystical worlds and new frontiers in music’s 50th birthday with orchestras including the Together with our resident and associate ultimate dramatic form: opera London Symphony Orchestra, Britten Sinfonia, orchestras and ensembles – the London Los Angeles Philharmonic, The Cleveland Symphony Orchestra, BBC Symphony Awesome orchestras 27 Orchestra and Australian Chamber Orchestra Orchestra, Britten Sinfonia, Academy of Ancient Agile chamber ensembles and powerful symphonic juggernauts and conductors including Sir Simon Rattle, Music, Los Angeles Philharmonic and Australian Choral highlights 35 Gustavo Dudamel, Franz Welser-Möst and the Chamber Orchestra – we are looking forward Epic anthems and moving songs to stir the soul birthday boy himself. Joyce DiDonato will to another year of great music, great artists and return to the Barbican in the company of the great experiences.
    [Show full text]
  • Brahms Rhapsodizing: the Alto Rhapsody and Its Expressive Double Author(S): Christopher Reynolds Reviewed Work(S): Source: the Journal of Musicology, Vol
    Brahms Rhapsodizing: The Alto Rhapsody and Its Expressive Double Author(s): Christopher Reynolds Reviewed work(s): Source: The Journal of Musicology, Vol. 29, No. 2 (Spring 2012), pp. 191-238 Published by: University of California Press Stable URL: http://www.jstor.org/stable/10.1525/jm.2012.29.2.191 . Accessed: 10/07/2012 14:09 Your use of the JSTOR archive indicates your acceptance of the Terms & Conditions of Use, available at . http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp . JSTOR is a not-for-profit service that helps scholars, researchers, and students discover, use, and build upon a wide range of content in a trusted digital archive. We use information technology and tools to increase productivity and facilitate new forms of scholarship. For more information about JSTOR, please contact support@jstor.org. University of California Press is collaborating with JSTOR to digitize, preserve and extend access to The Journal of Musicology. http://www.jstor.org Brahms Rhapsodizing: The Alto Rhapsody and Its Expressive Double CHristop H er R E Y noL ds For Donald C. Johns Biographers have always recognized the Alto Rhapsody to be one of Brahms’s most personal works; indeed, both the composer and Clara Schumann left several unusually specific com- ments that suggest that this poignant setting of Goethe’s text about a lonely, embittered man had a particular significance for Brahms. Clara 191 wrote in her diary that after her daughter Julie Schumann announced her engagement to an Italian count on 11 July 1869, Brahms suddenly began
    [Show full text]
  • Johannes Brahms & Richard Mühlfeld: Sonata in F Minor For
    Columbus State University CSU ePress Theses and Dissertations Student Publications 2010 Johannes Brahms & Richard Mühlfeld: Sonata in F Minor for Clarinet & Piano, Op. 120 No. 1 Emily Tyndall Columbus State University, tyndall_emily@columbusstate.edu Follow this and additional works at: https://csuepress.columbusstate.edu/theses_dissertations Part of the Music Performance Commons Recommended Citation Tyndall, Emily, "Johannes Brahms & Richard Mühlfeld: Sonata in F Minor for Clarinet & Piano, Op. 120 No. 1" (2010). Theses and Dissertations. 141. https://csuepress.columbusstate.edu/theses_dissertations/141 This Thesis is brought to you for free and open access by the Student Publications at CSU ePress. It has been accepted for inclusion in Theses and Dissertations by an authorized administrator of CSU ePress. Digitized by the Internet Archive in 2012 with funding from LYRASIS Members and Sloan Foundation http://archive.org/details/johannesbrahmsOOtynd Johannes Brahms and Richard Muhlfeld: Sonata in F Minor for Clarinet and Piano, Op. 120 No. 1 by Emily Tyndall A Thesis Submitted in Partial Fulfillment of Requirements of the CSU Honors Program for Honors in the degree of Music in Instrumental Performance Schwob School of Music Columbus State University Thesis Advisor Date Committee Member Date zh/z*/ L CSU Honors Program Director Date ^/7/^0/h Johannes Brahms and Richard Miihlfeld: Sonata in F Minor for Clarinet and Piano, Op. 120 No. 1 Johannes Brahms (1883-1897) originally planned to retire from composing after completing his String Quintet in G Major ("Prater"), Op. 111. However, his mind was quickly changed after being inspired by the performances of Meiningen clarinetist Richard Miihlfeld (1859-1907).
    [Show full text]
  • (Of(R) Viola) and Piano Op
    UNIVERSITY OF CINCINNATI Date: November 18, 2004 I, Kyung ju Lee _________________________________________________________, hereby submit this work as part of the requirements for the degree of: Doctor of Musical Arts in: Viola Performance It is entitled: An analysis and comparison of the clarinet and viola versions of the Two sonatas for clarinet (or Viola) And piano Op.120 by Johannes Brahms. This work and its defense approved by: Chair: Catharine Carroll Lee Fiser Steven Cohen 2 AN ANALYSIS AND COMPARISON OF THE CLARINET AND VIOLA VERSION OF THE TWO SONATAS FOR CLARINET (OR VIOLA) AND PIANO OP. 120 BY JOHANNES BRAHMS. A document submitted to the Division of Graduate Studies and Research of the University of Cincinnati In partial fulfillment of the requirements for the degree of DOCTOR OF MUSICAL ARTS In the Performance Studies Division of the College-Conservatory of Music 2004 by Kyungju Lee B.M., Yeungnam University, 1996 M.M., University of Cincinnati, 2000 A.D., University of Cincinnati, 2002 Committee Chair: Catharine Carroll, D.M.A. 2 3 ABSTRACT Johannes Brahms was one of the first composers to appreciate fully the viola’s potential, allowing the instrument a chance to shine in his chamber music. Although Brahms’ Two Sonatas in f-minor and E-flat major, Op.120, were originally written for clarinet and piano, they are also greatly loved in the viola repertoire. Upon examination of the clarinet and viola versions of the sonatas, Brahms seems to have been keenly aware of the potential of each instrument. He intentionally sought different effects from these two instruments by composing two different versions.
    [Show full text]
  • (2019) Disc 2. Define the Classical Idiom
    Incredible Decades (2019) Disc 2. define the Classical idiom. At the time of his first trios, the 1–3 Piano Trio in d minor, Hob. XV: 23 (1795) combination of piano, violin, and cello had not yet become JOSEPH HAYDN (1732–1809) established as a standard chamber ensemble; some of the Molto andante earliest piano trios have been accurately described as Adagio ma non troppo keyboard sonatas with violin and cello accompaniment. (In Finale: Vivace 1775, Carl Philipp Emanuel Bach designated a set of his own trios “Sonatas for Piano, which may equally well be GILBERT KALISH, piano; ADAM BARNETT-HART, violin; played solo, or accompanied by violin and violoncello.”) BROOK SPELTZ, cello But Haydn developed the piano trio into a sophisticated conversation among three voices. Consequently, the 4–6 Trio in B-flat Major for Clarinet, Cello, and Piano, medium’s popularity grew rapidly, with piano trio music op. 11 (1797) becoming an essential part of any amateur musician’s LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770–1827) library by the end of the eighteenth century. Allegro con brio The Trio in d minor, Hob. XV: 23, dates from the Adagio mid-1790s, the late period of Haydn’s career, by which time Tema con variazione: Allegretto he had thoroughly transformed Western music and (on “Pria ch’io l’impegno”) achieved international celebrity. Yet the immensity of his accomplishments notwithstanding, he continued, tirelessly, TOMMASO LONQUICH, clarinet; DAVID FINCKEL, cello; to innovate. Having already redefined the symphonic genre WU HAN, piano over the course of ninety-three symphonies, he composed his final twelve (the celebrated London symphonies) 7–10 String Quintet in E-flat Major, K.
    [Show full text]