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C:\Users\User\Documents\04 Reimann\00A-Inhalt-Vorwort.Wpd
Vorwort Aribert Reimann ist einer der erfolgreichsten lebenden Komponisten Deutschlands, von Publikum und Kritik gleichermaßen hoch geschätzt. Bis heute, kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag, hat er 78 Vokalwerke kom- poniert. Dazu gehören neben drei Chorwerken und zwei Requiems vor allem Lieder mit Klavier, mit Orchester oder in verschiedenen Kammermusik- besetzungen sowie acht Opern, die weltweit aufgeführt werden. Auch den solistischen Stimmen ohne jede Instrumentalbegleitung bietet Reimann höchst anspruchsvolle Kompositionen: Innerhalb dieses noch immer relativ ungewöhnlichen Genres findet sich neben sieben textinterpretierenden Werken eine sechsteilige Reihe von ganz den ‘Farben’ der menschlichen Stimme nachspürenden Vokalisen. Eine weitere Besonderheit stellen seine Kammermusikbearbeitungen romantischer Klavierlieder von Schubert, Mendelssohn-Bartholdy, Schumann, Brahms und Liszt dar. Obwohl auch die Liste von Reimanns Instrumentalwerken umfangreich und vielfältig ist, konzentriert sich diese Studie ausschließlich auf seine Vokalmusik. Hier kann Reimann aufgrund seiner intimen Vertrautheit mit der menschlichen Stimme aus einem einzigartigen Schatz an Einsichten schöpfen. Seine Affinität zum Gesang hat ihre Basis in seiner Kindheit mit einer Gesangspädagogin und einem Chorleiter als Eltern, in seinen frühen Auftritten als solistischer Knabensopran in konzertanten und szenischen Produktionen und in seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Klavierpartner großer Sänger. Den kompositorischen Ertrag dieses Erfahrungsreichtums durch detaillierte Strukturanalysen zu erschließen und in ihrer textinterpre- tierenden Dimension zu würdigen kommt einer Autorin, deren besonderes Interesse dem Phänomen “Musik als Sprache” gilt, optimal entgegen. Die vorliegende Studie stellt in den fünf Hauptkapiteln je fünf Werke aus den vier letzten Dekaden des 20. Jahrhunderts und aus der Zeit seit 2000 vor, darunter die Opern Lear (nach Shakespeare), Die Gespenstersonate (nach Strindberg), Bernarda Albas Haus (nach Lorca) und Medea (nach Grillparzer). -
Mösch Publikationen U.A
Prof. Dr. Stephan Mösch Publikationen, Rundfunk- und Fernseharbeit, Jury-Tätigkeit u.a. (Stand: Januar 2021) A. Publikationen I. Bücher II. Wissenschaftliche Aufsätze, Reden III. Lexikonartikel IV. Aufsätze in Opernwelt und Programmheften V. Gedruckte Roundtable-Gespräche VI. Größere Beiträge in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und CD-Booklets VII. In Büchern und Fachzeitschriften gedruckte bzw. von ARD-Anstalten gesendete Interviews VIII. Buchrezensionen IX. Weitere Beiträge in Printmedien B. Pressespiegel I. Pressespiegel Habilitationsschrift II. Pressespiegel Dissertation III. Pressespiegel zu weiteren Publikationen C. Rundfunk- und Fernseharbeit, CD-Reihe I. Sendeanstalten II. Sendeformen III. Themen der Radio-Essays IV. TV-Projekte V. CD-Produktionen D. Jury-Tätigkeit (Wettbewerbe, Preise) 1 A. Publikationen I. Bücher • »Weil jede Note zählt«. Mozart interpretieren. Essays und Gespräche Kassel: Bärenreiter / Berlin: Metzler 2020 (Herausgeber) • »Es gibt nichts ›Ewiges‹«. Wieland Wagner: Ästhetik, Zeitgeschichte, Wirkung (Wagner in der Diskussion 16), Würzburg: Königshausen & Neumann 2019 (Herausgeber, gemeinsam mit Sven Friedrich) • Komponieren für Stimme. Von Monteverdi bis Rihm. Ein Handbuch Kassel: Bärenreiter 2017, 22018 (Herausgeber) • Singstimmen. Ästhetik, Geschlecht, Vokalprofil (Thurnauer Schriften zum Musiktheater 28), Würzburg: Königshausen & Neumann 2017 (Herausgeber, gemeinsam mit Saskia Maria Woyke, Katrin Losleben und Anno Mungen) • Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Parsifal in Bayreuth 1882–1933 Kassel: Bärenreiter / Stuttgart: Metzler 2009, 22012 • Der gebrauchte Text. Studien zu den Libretti Boris Blachers Stuttgart: Metzler 2002 • Jahrbuch Oper, Jahrgänge 1994 – 2013 (zwanzig Bände) Berlin: Der Theater Verlag (Herausgeber, gemeinsam mit Albrecht Thiemann [2005–2013], Bernd Feuchtner [1996–2004] und Thomas Voigt [1994–1995]) »Weil jede Note zählt« Mozart interpretieren Gespräche und Essays Stephan Mösch (Hrsg.) BÄRENREITER METZLER 2 II. Wissenschaftliche Aufsätze, Reden 1. »Fragen des menschlichen Daseins«. -
Die Gespenstersonate, Aribert Reimann
DIE GESPENSTER- SONATE Aribert Reimann DIE GESPENSTERSONATE JOHANSSON Ist es ein Musikabend, Eine Kammeroper von Aribert Reimann oder was soll es werden? Text von August Strindberg, aus dem Schwedischen übertragen und BENGTSSON Es ist das gewöhnliche für Musik eingerichtet vom Komponisten und Uwe Schendel Gespenstersouper. Sie trinken Tee, sagen nicht ein Wort, MUSIKALISCHE LEITUNG Michael Wendeberg oder der Oberst spricht allein, INSZENIERUNG | VIDEO Otto Katzameier und knabbern am Gebäck, AUSSTATTUNG Stephan von Wedel alle auf einmal, LICHT Irene Selka wie Mäuse in der Dachkammer. DRAMATURGIE Roman Reeger JOHANSSON Warum Gespenstersouper? DER ALTE, DIREKTOR HUMMEL David Oštrek * DER STUDENT ARKENHOLZ Matthew Peña BENGTSSON Weil sie aussehn wie Gespenster. JOHANNSSON, DIENER BEI HUMMEL | DER OBERST Noriyuki Sawabu Und so halten sie es schon DIE MUMIE, FRAU DES OBERSTEN Alexandra Ionis zwanzig Jahre, – DAS FRÄULEIN, IHRE TOCHTER Paula Rummel BENGTSSON, BEDIENTER BEIM OBERST Adam Kutny * Immer dieselben Menschen, DIE DUNKLE DAME, TOCHTER DES TOTEN | DIE KÖCHIN BEIM OBERST Natalia Skrycka * die dasselbe sagen, – * Mitglied des durch die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung geförderten oder schweigen, um sich nicht Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden schämen zu müssen. Mitglieder der Staatskapelle Berlin und der Orchesterakademie VIOLINE David Delgado | Diego Ponce Hase** BRATSCHE Josephine Range*** Gleich zu Beginn des zweiten Aktes nimmt das Gespräch der beiden Diener Johansson und Bengts- VIOLONCELLO Nikolaus Hanjohr-Popa KONTRABASS Hans Stockhausen*** son die zentrale Szene in August Strindbergs Kammerspiel »Die Gespenstersonate« vorweg: In | FLÖTE Christiane Weise Leonie Bumüller** OBOE Katharina Wichate einem vornehm scheinenden Haus trifft sich seit über 20 Jahren eine Tischgesellschaft, die schwei- KLARINETTE Sylvia Schmückle-Wagner | Vincent Burkowitz*** gend an Keksen nagt, da ein jeder über die unausgesprochenen Lügen des anderen Bescheid weiß. -
Inventare Der Paul Sacher Stiftung Sammlung Aribert Reimann
Inventare der Paul Sacher Stiftung Sammlung Aribert Reimann Musikmanuskripte Vorläufiges Verzeichnis der Bestände Stand 18. Dezember 2017 Wissenschaftliche Bearbeitung: Felix Meyer Archivarische Bearbeitung: Sabine Hänggi-Stampfli Sammlung Aribert Reimann: Musikmanuskripte S. 2/19 Abkürzungsverzeichnis und Benutzungshinweise siehe separate Listen unter: www.paul-sacher-stiftung.ch/de/sammlungen/hinweise-inventarlisten.html www.paul-sacher-stiftung.ch/en/collections/notes-inventories.html 2017 by Paul Sacher Stiftung, Basel, Schweiz Alle Rechte vorbehalten www.paul-sacher-stiftung.ch Paul Sacher Stiftung, Basel: 18. Dezember 2017 Sammlung Aribert Reimann: Musikmanuskripte S. 3/19 Inhaltsverzeichnis 1 Eigene Werke (inkl. Eigenbearbeitungen) ................................................................................................. 4 2 Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten .................................................................................. 18 Paul Sacher Stiftung, Basel: 18. Dezember 2017 Sammlung Aribert Reimann: Musikmanuskripte S. 4/19 1 Eigene Werke (inkl. Eigenbearbeitungen) Adagio (Vl 2, Va, Vc ; 2006) Zum Gedenken an Robert Schumann – Materialien (Fotokopien) und Skizzen [3 S. + 2 S.] – Partitur (1. Reinschrift) [8 S. + 1 S. Umschlag] – Partitur (2. Reinschrift) [11 S.] Amalia im Garten (S, Kl ; 2005) siehe: Aria e Canzona (S, Kl ; 2004–2005) An Hermann (T, Kl ; 2008) Text von Eduard Mörike – 1. Reinschrift [9 S. + 1 S. Umschlag] – 2. Reinschrift [12 S.] – Text (Druck : Fotokopie) [1 S.] Ein apokalytisches Fragment (Mez, Kl, Orch ; 1987) Text von Karoline von Günderode – Skizzen [12 S.] – Partitur (1. Niederschrift) [109 S. + 1 verworfene S. + 1 Umschlagseite] Aria e Canzona (S, Kl ; 2004–2005) Aria: Amalia im Garten ; Canzona: Singen möcht ich von Dir Text von Friedrich Schiller (Aria) und Friedrich Hölderlin (Canzona) Aria (2005) – Skizzen [3 S.] – Partitur (1. Reinschrift) [12 S. + 1 S. Umschlag] – Partitur (2. Reinschrift) [17 S. -
Le Opere Del Novecento
Le opere del Novecento Michele Girardi (in fieri, 9 ottobre 2016) data luogo titolo librettista compositore 1900: 6 Roma Tosca Giuseppe Giacosa, Luigi 14.I Giacomo Puccini Teatro Costanzi melodramma, 3 a tti Illica (da SARDOU) Wien Es war einmal 22 Maximilian Singer Alexander von Zemlinsky Hofoper Märchenoper, p, 3 Paris Louise 2.II Gustave Charpentier Opéra-Comique roman musical, 4a , 5q Venezia Cenerentola 22 Maria Pezze Pascolato Ermanno Wolf-Ferrari T. La Fenice fiaba musicale, 3a Mosca Skažka o care Saltane V.N. Belsk’ij 3.XI Nikolaj Rimsk’ij-Korsak’ov T. Solodovnikov opera, p, 4a, (da PUŠKIN) Milano Zazà 10 Ruggero Leoncavallo T. Lirico opera, 4 a 1901: 6 Genova, Milano, Napoli, Le maschere 17.I Roma, Torino, Verona, Luigi Illica Pietro Mascagni Venezia commedia lirica e giocosa, P 3 a Prag Rušalka 31.III Jaroslav Vrchlicky Antonìn Dvorák T. Nazionale racconto lirico, 3 atti Paris L’ouragan 29.IV Émil Zola Alfred Bruneau Opéra-Comique drame lyrique, 4a Mainz Die Rose vom Liebesgarten 9.XI J. Grun Hans Pfitzner Stadttheater opera, P, 2 a, e Paris Grisélidis 20.XI A. Silvestre, E. Morand Jules Massenet OC conte lyrique, p, 3a Dresden Feuersnot 21 Ernst von Wolzogen Richard Strauss Königliches Opernhaus poema cantato, 1a 1902: 6 Monte Carlo Le jongleur de Notre Dame 18.II Maurice Léna Jules Massenet Théâtre de l’Opéra miracle, 3a Milano Germania 11.III Luigi Illica Alberto Franchetti T. alla Scala dramma lirico, P 2q E Paris Pelléas et Mélisande 30.IV Maurice Maeterlink Claude Debussy OC opéra, 5a Pietroburgo Servilija Nikolaj Rimsk’ij-Korsak’ov 14.X T. -
Opernmagazin Januar / Februar 2014
MAGAZIN SAISON 2013/2014 JANUAR ––– FEBRUAR Premieren: Die Gespenstersonate Falstaff Edgar Wiederaufnahmen: The Tempest Werther Orlando furioso Liederabende: Mojca Erdmann Johannes Martin Kränzle 1 Inhalt 4 Die Gespenstersonate Wir danken unseren Unterstützern: Aribert Reimann 10 Falstaff Giuseppe Verdi 14 Edgar Giacomo Puccini 18 Liederabend Mojca Erdmann 19 Liederabend Johannes Martin Kränzle 20 The Tempest Thomas Adès 21 Werther Jules Massenet 22 Orlando furioso Antonio Vivaldi 23 Daphne Richard Strauss 27 JETZT! Oper für dich 24 Im Ensemble Björn Bürger 28 Die neuen Kapellmeister Karsten Januschke und Sebastian Zierer 30 Kammermusik 31 Soziales Engagement 32 Essay Dieter David Scholz 34 Service Viele Sängerpersönlichkeiten bereichern unser Angebot für die nächsten Monate: Anja Silja ist zu erleben in Reimanns Gespenstersonate, Zˇeljko Lucˇic´ gibt sein Rollendebüt als Falstaff in der Regie von Keith Warner, neben fabelhaften Kollegen und unter dem Dirigat von Bertrand de Billy. Der Liebe Freunde der neben Jonas Kaufmann womöglich interessanteste Tenor Oper Frankfurt, der Gegenwart, Bryan Hymel, debütiert bei uns mit der Titel partie von Puccinis sehr selten zu hörender Oper Edgar, es kursiert ja immer wieder die Behauptung, der Theater- die wir konzertant geben. John Osborn, ein weiterer erster apparat, insbesondere der Opernapparat, sei schwerfällig, Tenor, singt den Werther in der nach wie vor beeindrucken- ineffektiv. Müde kollektive Massen schleppten sich zur den Regie von Willy Decker. Und Maria Bengtsson kehrt als Arbeit, Flexibilität sei ein Fremdwort. Natürlich wissen selbst Daphne zurück! Außenstehende, dass Planung für die Oper einen gewissen Natürlich haben wir auch diverse kulturpolitische Papiere Vorlauf braucht: Wer gute Künstler für ein interessantes zur Kenntnis genommen: ein Kultur-Papier der CDU, ein Projekt gewinnen will, muss »früh aufstehen«. -
Aribert Reimann Aribert Reimann Wurde 1936 in Berlin Geboren
Reimann, Aribert Aribert Reimann Aribert Reimann wurde 1936 in Berlin geboren. Nach dem Abitur 1955 studierte er dort Komposition und Kla- * 4. März 1936 in Berlin, Deutschland vier, wechselte 1958 kurzzeitig nach Wien, kehrte jedoch bald nach Berlin zurück, wo er sein Studium 1960 absch- Komponist, Pianist, Liedbegleiter, Professor für loss. Von 1974 bis 1983 hatte er eine Professur für zeitge- Komposition und Liedbegleitung nössisches Lied an der Hochschule für Musik und darstel- lende Kunst Hamburg inne, anschließend übernahm er „Sie heißen Melusine, Hekabe, Bernarda Alba oder Me- bis 1998 eine ebensolche Professur an der Hochschule dea: Kein Zweifel, Aribert Reimann ist ein ‚Frauen-Kom- der Künste Berlin. Er lebt und arbeitet in Berlin. ponist‘. Er schreibt den Sopranistinnen die halsbreche- Biografie rischsten Koloraturen in die ‚geläufige Gurgel‘ wie wei- land Richard Strauss, vertraut ihnen Partien von äußers- Aribert Reimann wurde am 4. März 1936 als Sohn des ter Expressivität an. Selbst in seinem größten Erfolg, Kirchenmusikers Wolfgang Reimann (1887-1971) und dem ‚Lear‘ nach Shakespeares Königsdrama, sind Frau- der Oratoriensängerin Irmgard Reimann-Rühle en die Drahtzieher, jede durch ganz eigene Tonfolgen (1894-1972) in Berlin geboren, die „es toll fand“, als er charakterisiert. ‚Die weibliche Stimme hat einfach mehr als Kind schon Lieder komponierte (vgl. Reimann im In- Möglichkeiten. Sie ist flexibler, geht leichter an Grenzen terview mit Volker Hagedorn 2009). Von 1955 bis 1960 und darüber hinaus‘, findet der Komponist.“ studierte er Komposition bei Boris Blacher, Kontrapunkt (Isabel Herzfeld 2016) bei Ernst Pepping und Klavier bei Otto Rausch in Berlin. Das Komponieren entwickelte er gleichzeitig mit seiner Pianistenlaufbahn als Solist und Liedbegleiter hervorra- gender Sängerinnen und Sänger. -
A List of Operas the First Nineteen: 1
A List of Operas The First Nineteen: 1. Alban Berg, Lulu 2. Arnold Schoenberg, Moses und Aron 3. Arnold Schoenberg, Von Heute auf Morgen 4. Richard Wagner, Tristan und Isolde 5. Richard Wagner, Parsifal 5. Aribert Reimann, Medea 6. Arnold Schoenberg, Die glückliche Hand 7. Alban Berg, Wozzeck 8. Arnold Schoenberg, Erwartung 9. Richard Wagner, Die Walküre 10. Aribert Reimann, Melusine 11. Claude Debussy, Pelléas et Méllisande 12. Richard Wagner, Tanhäuser 13. Richard Wagner, Lohengrin 14. Wolfgang Fortner, Bluthochzeit 15. Brian Ferneyhough, Shadowtime 16. Franz Schreker, Die Gezeichneten 17. Benjamin Britten, The Rape of Lucretia 18. Paul Dessau, Einstein 19. Richard Wagner, Siegfried The Others: Aribert Reimann, Lear Hans Werner Henze, Elegy for Young Lovers Gloria Coates, Stolen Identity Maurice Ravel, L'enfant et les sortilèges Hans Werner Henze, L'Upupa und der Triumph der Sohnesliebe Paul Hindemith(libretto Oskar Kokoschka), Mörder, Hoffnung der Frauen Benjamin Britten, The Turn of the Screw Samuel Barber, Vanessa Pascal Dusapin, Faustus, The Last Night Richard Strauss, Die Frau Ohne Schatten Wolfgang Amadeus Mozart, Idomeneo Harrison Birtwistle, The Minotaur Olivier Messiaen, St François d'Assise Hans Werner Henze, Gogo no Eiko (Das verratene Meer) Giuseppe Verdi, Otello Richard Strauss, Die ägyptische Helena Othmar Schoeck, Penthesilea Hans Werner Henze, Boulevard Solitude Richard Wagner, Götterdämmerung Paul Hindemith (libretto August Stramm), Sancta Susanna Gaetano Donizetti, Lucia di Lammermoor Richard Strauss, Salome Darius -
Aribert Reimann L’Invisible ARIBERT REIMANN L’INVISIBLE TRILOGIE LYRIQUE Nach MAURICE MAETERLINCK (1862–1949) Libretto Vom Komponisten
ARIBERT REIMANN L’INVISIBLE ARIBERT REIMANN L’INVISIBLE TRILOGIE LYRIQUE nach MAURICE MAETERLINCK (1862–1949) Libretto vom Komponisten Kompositionsauftrag der Deutschen Oper Berlin, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung Uraufführung am 8. Oktober 2017 in der Deutschen Oper Berlin Live-Aufnahme vom 5. Oktober (Generalprobe), 8. Oktober (Uraufführung) sowie 22. und 25. Oktober 2017, Deutsche Oper Berlin ARIBERT REIMANN (*1936) RACHEL HARNISCH – Marie Ursula / Marie / Ygraine RACHEL HARNISCH Der Onkel / Der Fremde THOMAS BLONDELLE ANNIKA SCHLICHT – Marthe Marthe / Bellangère ANNIKA SCHLICHT Tintagiles SALVADOR MACEDO THOMAS BLONDELLE – Der Fremde Dienerin RONNITA MILLER Drei Dienerinnen der Königin TIM SEVERLOH Der Vater SETH CARICO MATTHEW SHAW Großvater / Der Alte / Aglovale STEPHEN BRONK MARTIN WÖLFEL DAS ORCHESTER DER DEUTSCHEN OPER BERLIN DONALD RUNNICLES Dirigent [IDO ArAD, 25. OktOBer] Regie der Uraufführungsproduktion: VASILY BARKHATOV Bühne: ZINOVY MARGOLIN | Kostüme: OLGA SHAISHMELASHVILI DEUTSCHE OPER BERLIN DIETMAR SCHWARZ, Intendant | DONALD RUNNICLES, Generalmusikdirektor THOMAS FEHRLE, Geschäftsführender Direktor | CHRISTOPH SEUFERLE, Operndirektor MATTHIAS HENNEBERGER, Justitiar und Medienbeauftragter CD 1 D III. La Mort de Tintagiles, Acte I 13:12 A I. L’Intruse 20:06 E Acte II 6:09 total 20:08 F Interlude III 2:00 CD 2 G Acte III 5:33 A Interlude I 3:22 H Acte IV 5:39 B II. Interieur 19:10 I Acte V 5:29 C Interlude II 3:38 total 64:19 5 RONNITA MILLER – Dienerin SETH CARICO – Der Vater ZU DIESER AUFNAHME Die Aufnahme von L’Invisible entstand als Koopera- einmal ohne Bühnengeschehen aufzunehmen. Alle tion zwischen der Deutschen Oper Berlin, die die Oper Aufnahmen fanden in der gleichen Besetzung statt, bei Aribert Reimann in Auftrag gab und die Aufnahme mit Ausnahme der Aufführung am 25. -
Speech in Honour of Aribert Reimann Stephan Mösch Dear Aribert
Speech in Honour of Aribert Reimann Stephan Mösch Dear Aribert Reimann, Ladies and gentlemen, Coincidence is wise company. As the date of today’s speech in honour of Aribert Reimann ap- proached, a quote from Bach’s Johannes-Passion crept up on me again and again. It comes from the beginning of a contemplative bass aria and almost sounds as if it could be by Mörike: “Betrachte, meine Seel’, mit ängstlichem Vergnügen“ [Consider, my soul, with anxious delight]. Delight in the preparations for today, to be sure. But also the question how I could present a whole cosmos in twenty minutes, a cosmos that encompasses more than six decades of an in- tensely lived composer’s life, the life of a pianist and chamber musician, and, last but not least, a teacher and ambassador for music. Coincidence – as I said, wise company – changed the anxious delight into pure delight. Re- cently, at a private dinner I met, no , not John Cage, but Helmut Lachenmann. And the way it is: at some point we couldn’t sit any longer and we were tired of small talk at the big table. So we wandered around the old apartment in Berlin-Charlottenburg, and I asked him about his rela- tionship with Aribert Reimann. It was quite late, and we were tired. Nevertheless, Lachenmann’s face lit up. When we went into the kitchen he said in his magnificently concentrated, laconic way: “Aribert – he still gets on my nerves.” It was the self-confident amazement of a member of the new music resistance who knows all the tricks of the trade. -
Festrede Der Sudetendeutschen Akademie Am 20. Oktober 2017
Festrede der Sudetendeutschen Akademie am 20. Oktober 2017. „Libretto, (un)gehorsame Tochter der Musik Blick in die Geschichte. Blick in die eigene Werkstatt“ Verehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kollegen der Akademie und nicht zuletzt sehr geehrte Gäste des heutigen Abends! In dem allerletzten Interview von Heiner Geißler vor wenigen Wochen lese ich in der Süddeutschen Zeitung auf die Frage, warum ihm die Menschen so gerne zugehört haben, folgenden Rat: „Das Geheimnis jeder guten Rede besteht darin, dass man eine Geschichte erzählen muss, am besten eine mit Humor!“ Nun, von der Geschichte des Librettos werde ich gleich berichten und humorvoll möchte ich zumindest beginnen mit dem augenblinzelnden Rat des Komponisten und Opern-Impressarios Rolf Liebermann. Nachdem ich erst kurze Zeit für ihn meinen ersten Librettotext verfasst hatte, sagt er zu mir: „Ach, Ursula, wunderbar, wie begeistert und intensiv und gut Sie für mich arbeiten, aber bedenken Sie: auf der Bühne, durch den Gesang und durch das Orchester, versteht man Sie sowieso fast gar nicht.“ In der gleichen Zeit finde ich außerdem in dem Buch „Die Frau in der Oper“ von Catherine Clément den noch abschreckenderen (aber für mich als Schriftsteller auch motivierenden) Satz: “Meine Sache als Librettistin ist der tote Teil des Musiktheaters, der Oper: Es ist die Sprache.“ Nun, verhält es sich wirklich so? Lassen Sie uns zurückschauen auf dieses Verhältnis von Sprache und Musik in der Oper, dieser verdichteten Welt, diesem Konzentrat von Gefühl und Erkenntnis. Hören Sie von der Geschichte des Librettos, des „kleinen Büchleins“, das nicht auffallen soll, das in seiner funktionalen Rolle an die Musik gebunden ist und vom Zuschauer vor dem Beginn der Oper oft noch schnell im Programmheft als Zusammenfassung der Handlung gelesen wird. -
Interview Mit Aribert Reimann – an Seinem Kompositionsschreibtisch 19.08.2016 – 18.00 Uhr
Interview mit Aribert Reimann – an seinem Kompositionsschreibtisch 19.08.2016 – 18.00 Uhr U: Was ist der Grund? Weswegen wollen Sie nicht (über die noch unfertige Oper) reden? R: Während ich an der Arbeit bin, kann ich öffentlich einfach nicht darüber reden, das kann ich nur zu dem Verlag und zum Opernhaus und zum Regisseur und zum Dirigenten, aber noch nicht etwas was nach Außen geht. Ich würde niemals in der Presse irgendetwas dazu sagen. Das kann ich erst, wenn ich mit der Oper fertig bin. 1.00 U: Ist das, weil Sie Angst haben, dadurch eingeengt zu werden, oder… R: Es ist eine Vorbelastung schon, eine Erwartungshaltung vom Publikum oder von wem auch immer, die ich vielleicht nachher nicht erfüllen kann. Ich weiß es nicht, also deswegen kann ich mich aus dem… aus dem, was in diesem Raum ist, geht noch nichts raus. Nicht nur die Partitur, von den ersten beiden, es sind ja drei Teile, von den ersten zwei Teilen, die sind schon im Verlag, die sind auch im Opernhaus, das ist was Anderes. Aber da ist es ja noch nicht an der Öffentlichkeit. Und ich kann einfach während der Entstehung eine Öffentlichkeit nicht einbeziehen, das kann ich nicht. Habe ich auch nie gemacht. 1:45 U: Aber wovon Sie sicher erzählen können, was mich interessieren würde zu erfahren, wäre: Bevor Sie anfangen eine Oper zu schreiben, welche Vorstellungen, welche Voraussetzungen, welche Festlegungen brauchen Sie, damit es losgehen kann? 2:08 R: Das ist jedes Mal anders. Also erstens Mal muss ich mich entscheiden überhaupt für den Stoff, der kommt dann auf mich zu oder nicht, und wenn er auf mich zugekommen ist, dann geh ich länger damit um, einige Jahre, manchmal sogar sehr lange, und dann weiß ich, irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, da kann ich nicht mehr darüber nachdenken und dann geht es an die Arbeit des Librettos.