POWERPLAY
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
18.02.2018 I AUSGABE 22
Heilbronner Falken vs Ravensburg Towerstars
VORWORT
- Der zwischenzeitliche Abwärtstrend unserer
- einer hart umkämpften Partie dann doch dem
Tabellenführer in der Verlängerung geschlagen geben. Leider füllte sich das Falkenlazarett in dieser Partie wieder, sodass am Dienstag in Kassel neben Richard Gelke, Kyle Helms und Justin Kirsch auch Routinier Mark Heatley ausfiel. Trotzdem zeigten unsere Jungs beim Team von Rico Rossi eine klasse Leistung und gingen trotz der Gegentreffer durch die Ex-Falken Adriano Carciola und Tyler Gron als Sieger vom Eis.
Falken scheint wieder gestoppt zu sein. Sieben Punkte holten unsere Jungs aus den letzten drei Partien. Den Anfang machten die Falken am vergangenen Freitag gegen den direkten Konkurrenten um den Einzug in die Pre-Playoffs, die Lausitzer Füchse. Nach überstandener Krankheits- und Verletzungswelle konnte Coach Gerhard Unterluggauer bis auf Richard Gelke und Kyle Helms personell aus dem Vollen schöpfen. Einen besonderen Empfang wurde dabei Markus Eberhardt beschert, der nach seiner schweren Verletzung aus der Sommerpause sein erstes Saisonspiel für unsere Falken absolvierte. Dementsprechend durfte er als erster alleine zum Warmup aufs Eis und sich feiern lassen. Spieler des Abends wurde beim 3:2-Sieg Justin Kirsch, der sowohl den Ausgleich als auch den Siegtreffer der Partie erzielen konnte.
An diesem Wochenende gastiert unsere Mannschaft zunächst beim Tabellenletzten in Bad Tölz, der keine Chancen mehr auf eine Teilnahme an den Pre-Playoffs hat. Am Sonntag empfangen die Falken dann den Tabellensechsten aus Ravensburg in der Kolbenschmidt-Arena. Wir wünschen unserer Mannschaft viel Erfolg und allen unseren kranken und verletzten
- Spielern eine baldige Genesung.
- Beim letzten Hauptrundenderby der Saison in
Bietigheim fiel Justin Kirsch dann leider erkrankt aus. Mit Leon Frensel im Tor mussten sich unsere Cracks trotz zweimaliger Führung in
Philipp Milbich (Redaktionsleitung)
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
RAVENSBURG TOWERSTARS
Das drittletzte Heimspiel der Hauptrunde bringt die Ravensburg Towerstars in die Kolbenschmidt-Arena. Das Team von Trainer Jiri Ehrenberger liegt aktuell im gesicherten oberen Tabellendrittel und damit zumindest auf sicherem Pre-Playoff-Kurs. Die Oberschwaben spielen trotz gutem Tabellenplatz ein recht wechselhafte Saison, weshalb es in Fankreisen öfters kritische Stimmen gibt. Die bisherigen Vergleiche zwischen beiden Teams sahen jeweils Siege für beide Mannschaften nach regulärer Spielzeit in Ravensburg und einen Overtimesieg der Towerstars in Heilbronn. Die letzte Partie ist für beide Teams von immenser Bedeutung. Die Towerstars werden alles daran setzen, die direkte Playoff-Qualifikation zu schaffen, wohingegen die Falken im Kampf um Platz zehn auf jeden Punkt angewiesen sind, da aktuell auch die Teams aus dem unteren Mittelfeld immer für überraschende Punkte gut sind. Die Spannung dürfte für diese Partie absolut garantiert sein.
Torhüter: Im Tor setzt man mit Jonas Langmann und Jimmy Hertel auf ein deutsches Torhütergespann, wobei Langmann die klare Nummer eins ist. Der frühere Bremerhavener Goalie ist eine sichere Stütze in der Hintermannschaft der Towerstars und kann an einem guten Tag das Zünglein an der Waage sein. Jedoch schien es zuletzt, dass er leicht überspielt wirkte. Man darf gespannt sein, wer in dieser Partie starten wird. Ausgehen sollte man der Wichtigkeit nach auf jeden Fall von Langmann, jedoch hat auch Hertel schon seine Eiszeit in dieser Saison bekommen. man auf Letzteren schon seit geraumer Zeit verletzungsbedingt verzichten muss. Doch mit Sören Sturm, Thomas Supis und Kilian Keller ist noch mehr als genügend Qualität in der Hintermannschaft. Gerade der frühere Falken Stürmer hat sich seit seiner Förderlizenz-Zeit bei den Falken enorm weiterentwickelt und ist zum Führungsspieler gereift. Komplettiert wird die Ravensburger Defensive durch Maximilian Kolb und Martin Kokes.
Verteidiger: Die Defensive der Towerstars hat mit Lukas Slavetinsky zugleich einen der erfahrensten und torgefährlichsten Defender in ihren Reihen. Auch in dieser Saison gehört er zu den torgefährlichsten Abwehrspielern seines Teams. Zwei weitere erfahrene Spieler in der Abwehr sind Ondrej Pozivil, der zuletzt auch als Stürmer eingesetzt wurde, und Raphael Kapzan, wobei
Stürmer: Im Sturm der Towerstars gab es
- verletzungsbedingt
- einige
- Änderungen.
Verzichten muss man aktuell auf den Kanadier Mathieu Pompei. Dafür gelang mit seinem kanadischen Landsmann Justin Buzzeo eine starke Nachverpflichtung, der im letzten Spiel gegen die Falken schon stark aufspielte.
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
RAVENSBURG TOWERSTARS
Seit Jahren eine Bank in der Offensive ist der US-Amerikaner Brian Roloff, dessen Scoringpotenzial hinlänglich bekannt sein sollte. Die letzten beiden Kontingentstellen im Team belegen der Tscheche Jakub Svoboda und der Slowake Adam Lapsansky, die aber beide auch schon mit Verletzungen zu kämpfen hatten in dieser Saison. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass mit Arturs Kruminsch aktuell auch ein deutscher Spieler im Kampf um den Goldhelm ganz vorne mit dabei ist. Zwei torgefährliche deutsche Stürmer sind David Zucker und Robin Just, der letzte Saison noch bei den Bietigheim Steelers spielte. Gerade Just gehört immer noch zu den stärksten deutschen
Stürmern in der Liga. Neben Buzzeo bei den Kontingentspielern verpflichtete man mit dem früheren Stürmer der Kassel Huskies, Carter Proft, auch einen deutschen Stürmer, der durch seine Torgefahr kombiniert durch sein körperlich robustes Spiel eine wichtiger Faktor für jede Offensive sein kann. Vervollständigt wird die Ravensburger Offensive durch Vincenz Mayer, Daniel Pfaffengut, Marc Schmidpeter und Daniel Schwamberger.
Auf dem Papier sicherlich ein starker Gegner, jedoch haben die Falken zuletzt wieder bewiesen, dass sie gegen vermeintlich stärkere Gegner die Punkte holen können. Im Kampf um Platz zehn wäre diese umso wichtiger.
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
AUFSTELLUNG RAVENSBURG
- Trainer:
- Sturm:
SCHIEDSRICHTER AM 18.02.18
- Jiri Ehrenberger
- 9 Arturs Kruminsch
10 Daniel Schwamberger 13 Vincenz Mayer 14 Brian Roloff
Hauptschiedsrichter
Roland Aumüller Cori Müns
Tor:
31 Jimmy Hertel
- 34 Jonas Langmann
- 15 Carter Proft
Linienrichter
Andreas Fladl David Tschirner
17 Robin Just
Verteidigung:
19 Mathieu Pompei 20 Marc Schmidpeter 37 Justin Buzzeo 77 Daniel Pfaffengut 81 Adam Lapsansky 91 Jakub Svoboda 94 Julian Tischendorf 96 David Zucker
16 Thomas Supis 21 Sören Sturm 25 Ondrej Pozivil 27 Kilian Keller 28 Maximilian Kolb 50 Lukas Slavetinsky 61 Raphael Kapzan 88 Martin Kokes
HEAD TO HEAD
- Heilbronner Falken
- Ravensburg Towerstars
Platz 6, 71 Pts, 174:149 Tore Platz 6, 43 Pts, 95:69 Tore Platz 8, 28 Pts, 79:80 Tore
Arturs Kruminsch 46 Pts (11+35)
David Zucker 20
Platz 9, 65 Pts, 152:152 Tore Platz 10, 32 Pts, 74:73 Tore Platz 4, 33 Pts, 78:79 Tore
Brandon Alderson 50 Pts (23+27)
Justin Kirsch 25
Bilanz zu Hause auswärts Topscorer Toptorjäger
- Justin Maylan 31
- Topassistent
Topverteidiger
„Bad Guy“
Arturs Kruminsch 35
Jordan Heywood 32 Pts (12+20)
Mark Heatley 107 Strafmin.
Marcel Melichercik SVS% 91,89 %
Platz 13, 16,24 Min/Spiel
Platz 12, 76,2 %
Sören Sturm 35 Pts (7+28) Kilian Keller 63 Strafmin.
Jonas Langmann SVS% 91,56 %
Platz 4, 10,48 Min/Spiel
Platz 7, 81,9 %
Topgoalie Strafzeiten Unterzahlbilanz Überzahlbilanz
Höchste Niederlage
Höchster Sieg Zuschauerschnitt
- Platz 13, 15,4 %
- Platz 4, 19,9 %
0:3 EC Bad Nauheim (A)
8:3 Eispiraten Crimmitschau (H)
Platz 14, 1.479
0:4 Lausitzer Füchse (A) 10:1 Bayreuth Tigers (H)
Platz 5, 2.591
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
AUFSTELLUNG FALKEN
# 4 Jordan Heywood
(Verteidiger)
# 8 Stephan Kronthaler
(Verteidiger)
# 29 Moritz Ertl
(Torhüter)
# 83 Marcel Melichercik
(Torhüter)
# 97 Leon Frensel
(Torhüter)
# 10 Christoph Eckl
(Verteidiger)
# 17 Henry Martens
(Verteidiger)
# 24 Corey Mapes
(Verteidiger)
# 44 Marcus Götz
(Verteidiger)
# 96 Patrick Kurz
(Verteidiger)
# 19 Brandon Alderson
(Stürmer)
# 27 Dennis Palka
(Stürmer)
# 7 Kyle Helms
(Stürmer)
# 12 Justin Kirsch
(Stürmer)
# 14 Kevin Lavallée
(Stürmer)
# 71 Mark Heatley
(Stürmer)
# 36 Jonas Schlenker
(Stürmer)
# 40 Michael Fink
(Stürmer)
# 47 Justin Maylan
(Stürmer)
# 68 Tim Bernhardt
(Stürmer)
# 94 Markus Eberhardt
(Stürmer)
# 81 Brad Ross
(Stürmer)
# 92 Richard Gelke
(Stürmer)
Gerhard Unterluggauer
(Cheftrainer)
Marco Schütz
(Assistenztrainer)
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
TABELLE / TOP-SCORER
- Position
- Club
- Spiele
46 46 46 46 46 46 46 46 46 46 46 46 46 46
- Punkte Tore:Gegentore
- Tordifferenz
+45 +39 +38 +23 +29 +25 -11
- 1
- Bietigheim Steelers
SC Riessersee
98 92 89 78 74 71 70 68 65 65 57 51 45 43
171:126 171:132 188:150 167:144 149:120 174:149 140:151 138:145 152:152 139:166 126:160 130:165 124:172 140:177
2
- 3
- Löwen Frankfurt
EC Kassel Huskies ESV Kaufbeuren Ravensburg Towerstars EC Bad Nauheim Dresdner Eislöwen Heilbronner Falken Eispiraten Crimmitschau Lausitzer Füchse EHC Freiburg
4567
- 8
- -7
- 9
- 0
10 11 12 13 14
-27 -34 -35
Bayreuth Tigers Tölzer Löwen
-48 -37
(Stand: 15.02.2018)
Heilbronn Spieler Tore
- Platz 1
- Platz 2
- Platz 3
- Brandon Alderson
- Jusin Maylan
- Kyle Helms
23 27 50 46
- 7
- 9
Assists Punkte Spiele
31 38 46
27 36 44
Ravensburg Spieler Tore
- Platz 1
- Platz 2
- Platz 3
- Arturs Kruminsch
- Brian Roloff
- David Zucker
11 35 46 46
16 28 44 42
20 17 37 34
Assists Punkte Spiele
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
WUSSTEN SIE SCHON
...dass das Eishockey-Turnier bei den Olympi-
Am vergangenen Dienstag musste der Kanadier seinen Platz an der Bande der „Beachboys“ aufgeben. Der Verein reagierte damit auf die sportliche Misere der vergangenen Wochen in der Oberliga Nord.
schen Spielen mit gleich zwei Überraschungen begann?
Am vergangenen Mittwoch begannen die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang auch für die EishockeyNationalteams. Dabei sorgte gleich zwei Mannschaften in den Auftaktpartien für Aufsehen. In der Partie der „Olympischen Athleten aus Russland“ gegen die Slowakei mussten sich die großen Gold-Favoriten aus Russland mit 2:3 geschlagen geben und das, nachdem sie bereits mit 2:0 vorne lagen. Ganz ähnlich erging es den Cracks aus den USA. Auch sie lagen mit 2:0 gegen Slowenien in Führung, gaben aber am Ende den Sieg doch noch aus der Hand und unterlagen mit 2:3 nach Verlängerung. Das deutsche Team trat am 15.Februar in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen die Mannschaft aus Finnland an. Dabei setzte Coach Marco Sturm auf Danny aus den Birken im Tor. Direkt am Freitag folgte die Partie gegen Schweden. Die letzte Vorrundenpartie findet am Sonntag, den 18. Februar statt.
...dass die historische koreanische DamenEishockey-Mannschaft bei den Olympischen Spielen zum Auftakt eine herbe Pleite einstecken musste?
Es ist eine ganz besondere Mannschaft, die in Pyeongchang auf dem Eis steht. Gemeinsam treten sowohl süd- als auch nordkoreanische Spielerinnen gegen die Konkurrenz aus der ganzen Welt an ‒ ein Zeichen der Versöhnung zwischen zwei Ländern, die sich offiziell noch im Krieg miteinander befinden. So erfolgreich die Geste war, so ernüchternd war das sportliche Ergebnis. Mit 0:8 ging das gesamtkoreanische Team gegen die Mannschaft aus der Schweiz unter. Im Stadion interessierte das Ergebnis aber kaum. Rund 200 Cheerleaderinnen aus Nordkorea sorgten mit ihrer perfekt synchronisierten Performance, die unter anderem auch Masken und Fächer enthielt, für choreografierte Stimmung.
...dass die Spieler nach dem Oberpfalzderby ihre Leistung selbst auf der anschließenden Pressekonferenz rechtfertigen mussten?
Es ist eine eher ungewöhnliche disziplinarische Maßnahme, die Regensburgs Coach Igor Pavlov nach der 5:7-Derby-Pleite gegen die Blue Devils Weiden heranzog. Nach dem Spiel mussten die Eisbären-Cracks um Kapitän Peter Flache für ihre schwache Leistung, insbesondere im ersten Drittel, selbst vor der Presse Rede und Antwort stehen. Die Eisbären lagen bereits nach den ersten 20 Minuten mit 1:6 zurück und konnten das Ergebnis bis zum Ende nur noch kosmetisch korrigieren.
...dass der EHC Freiburg in der heißen Phase der Saison auf Topspieler Mark Mancari verzichten muss?
Es war eine Hiobsbotschaft für den EHC Freiburg. Der Verein meldete, dass der Allrounder, der sowohl im Sturm als auch in der Verteidigung eingesetzt wird, ein mehrwöchige Verletzungspause einlegen muss. Mancari wurde schon seit längerer Zeit von Verletzungsproblemen in der oberen Körperhälfte geplagt, nun führt an einer Zwangspause kein Weg mehr vorbei. Noch hätten die Verantwortlichen des EHC Zeit zu reagieren und einen Ersatz zu verpflichten ‒ in diesem Jahr endet die Transferperiode aufgrund der Olympischen Spiele ausnahmsweise erst am 1. März.
...dass Steve Pepin seinen Hut beim EHC Timmendorfer Strand nehmen muss?
Der ehemalige HEC-Spieler Steve Pepin ist nicht länger Trainer beim EHC Timmendorfer Strand.
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
EINS GEGEN EINS
# 71 MARK HEATLEY
Warum Eishockey und kein anderer Sport?
Das kommt davon, dass ich in Kanada aufgewachsen bin. Mein Vater hat Hockey gespielt, mein Bruder hat Hockey gespielt, da war es ganz normal, dass ich auch spiele. Ich konnte am Anfang übrigens nicht gut skaten. Ich habe ein Jahr pausiert und dann im nächsten Winter mit meinem Vater skaten gelernt.
Warum im Angriff?
Ich weiß es gar nicht genau. Ich glaube, als ich jung war, machte einfach das Tore schießen mehr Spaß.
Hat deine Rückennummer eine Bedeutung?
Ich hatte schon verschiedene Nummern, aber in meiner Profikarriere war es meistens die 71. An der Universität hatte die 17, aber in meinem ersten Jahr in München war die schon vergeben, also habe ich die 71 genommen, die habe ich behalten. Für ein Jahr hatte ich in Freiburg noch mal die 17.
Genug Geld zu haben, dass ich nicht mehr arbeiten muss und die Welt bereisen kann.
Dein Schläger ‒ „customized“ oder „von der Stange“?
Hast du vor dem Spiel ein Ritual?
Customized, ich habe eine Standardbiegung, aber ich habe ein bestimmtes Spray drauf, das die Keller rauer macht, das macht ein besseres Gefühl.
Ja, ich habe ehrlich gesagt viele. Ich trinke zwei Stunden vor dem Spiel kein Wasser mehr um während des Spiels nicht auf die Toilette zu müssen. Im Warmup kaue ich einen Koffeinkaugummi. Ich versuche nicht später als sechs Stunden vor dem Spiel zu essen. Mein Warmup ist immer dasselbe. Erst mein Stretching. Dann auf dem Eis mache ich immer dasselbe. Ich gehe immer sechs oder sieben bestimmte Aktionen durch, wie ich schieße oder passe. Der erste Schuss ist immer ins linke obere Eck ...Gott, ich hab so viele Sachen... Wenn ich den ersten Pass bekomme, mache ich immer einen „Toe Drag“ und schieße von der linken Seite nach unten links, von der anderen Seite dann ins rechte obere Eck. Bei einer Zwei-auf-eins-Situation deute ich den Schuss an und gehe dann rechts vorbei. Wenn wir am Ende des Warmups im
Dein bisheriges sportliches Highlight?
Wahrscheinlich die zweite Meisterschaft in Bietigheim.
Kannst du dich an dein erstes Tor noch erinnern?
Mein erstes Tor in einer Profimannschaft war in einem Testspiel in Füssen gegen die Seibu Prince Rabbits aus Japan, die eine Europatour gemacht haben. Das war ein schöner Schuss oben ins Eck.
Gibt es einen Traum, den du dir noch erfüllen möchtest?
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
EINS GEGEN EINS
Halbkreis stehen und schießen, versuche ich immer ins rechte obere Eck zu treffen. Das müsste es sein. Ich mache oft das Biofreeze auf die Beine um sie zu Kühlen... oh und Mangos! Die sind wichtig. Ich esse vor jedem Drittel ein Drittel einer Packung getrockneter Mangos.
Lieber ein Tor oder ein Assist?
Eigentlich ein Tor. Aber wenn es ein richtig schö- ner Pass ist, mag ich den lieber. Aber der muss richtig schön sein, sonst ein Tor.
Zum Derby fällt mir ein...
...es ist aufregender. Ich mag Spiele, bei denen das Stadion voll ist und die Fans lauter sind. Es macht mehr Spaß. Jeder ist aufgeregter, es geht um mehr... da spiele ich besser.
Ich wollte unbedingt in Heilbronn spielen, weil...
...ich vier Jahre in Bietigheim gespielt habe und die Region mag. Das war schon ein wichtiger Grund. Heilbronn liegt zentral und es gibt viel zu erleben. Tolle Weihnachtsmärkte, Weinfeste. Man ist nah an Städten wie Stuttgart und Frankfurt. Dann kenne ich noch einige Spieler. Ich habe mit Henry Martens schon zusammengespielt, mit Patrik Vogl, der letzte Saison hier gespielt hat, und mit Kevin Lavallée. Ich habe mit ihnen gesprochen und sie haben mir bestä- tigt, dass es gut ist, hier zu spielen. Und es ist eine Herausforderung zu einem Team zu kommen und zu versuchen mit ihm Erfolg zu haben, nachdem Heilbronn ja letztes Jahr in die Playdowns musste.
Ein Emtpy-Net-Tor...
...ist immer schön.
Dein Alternativjob im Eishockey?
Ich bin mir nicht ganz sicher, da ich Wirtschaft studieren möchte. Ich habe mal drüber nachgedacht Trainer zu werden. Ich habe während der letzten Saison Management studiert und gefallen an Mitarbeiterführung gefunden. Ich denke, davon könnte ich Elemente auf ein Traineramt anwenden. Ich spiele jetzt seit so vielen Jahren, habe so viele Trainer gehabt und habe gesehen, was funktioniert und was nicht. Das wäre schon eine gute Herausforderung.
Wenn ich beim Spielen einen Zahn verliere...
Welche Regeländerung wünschst du dir für
kommende Saison?
...schüttele ich enttäuscht meinen Kopf.
Viel zu viele. Meine Erfahrungen mit der Disziplinarkommission sind in dieser Saison ja nicht die besten. Wenn etwas passiert, wird man zunächst gleich gesperrt, und es ist kompliziert dagegen vorzugehen. Einen Auf- und Abstieg zu haben wäre auch gut.
Wenn ich eine Million im Lotto gewinne...
...würde ich versuchen clever damit umzugehen, dass es zum Leben reicht.
Mit meinen Ritualen gehe ich anderen Leuten auf die Nerven:
Meine Mannschaftskameraden sind manchmal verärgert, da ich zum Beispiel auf eine bestimmte Art und Weise schießen muss. Manchmal stehen sie mir da im Weg und ich treffe sie beinahe.
Wer wäre der beste Notgoalie in der Mannschaft?
Gute Frage. Vielleicht Brandon Alderson, weil er der Größte ist.
HEILBRONNER FALKEN 2017/2018
SPEZIAL
Die Rückkehr des Königs. Die meisten werden gel. Ebenso präsent ist er in vielfältiger Weise in
und um das Stadion herum. Der Onlineshop jagrteam.cz wirbt auf der Bande, sein Konterfei ziert Fanshop, Wegweiser und Werbeplakate. Auf dem Eis indessen fuhr der Altmeister kurze Wechsel und fiel vor allem im Powerplay auf, wo er Ruhe bewahrte und Übersicht bewies. Die gefährlichsten Pässe vors Tor gingen dabei auf sein Konto. Ebenso abgeklärt agierte er beim Kampf um den Puck. Kein einziges Mal checkte er den Gegner, sondern verließ sich auf die Antizipation der gegnerischen Laufwege und die Reichweite seines Schlägers. Das nächste Tor allerdings erzielten erneut die Gäste aus Nordböhmen. Lukaš Chalupa war nach einem Traumpass durch den Slot in Überzahl zur Stelle und erhöhte auf 3:0. Den Anschlusstreffer in der 35. Minute durch Jan Kloz konterte nur vier Minuten später Denis Kusý zum 1:4. Dieses Ergebnis zur zweiten Pause sollte auch der Endstand sein. Das letzte Drittel hatte außer zwei wilden Schlägereien nichts mehr zu bieten. Bei der Verabschiedung des Heimteams vor der Fankurve hielt sich Jaromir Jágr dann dezent im Hintergrund und verließ als einer der ersten das heimische Eis. dabei wohl an den monumentalen Filmdreiteiler „Der Herr der Ringe“ denken. In Kladno, einer Kleinstadt in der Nähe der tschechischen Hauptstadt Prag, bekam dieser Titel am Samstag, den 10. Februar eine ganz neue Bedeutung. Der wohl berühmteste Sohn der Stadt war zurück. Nach 28 Jahre in der Ferne, nur unterbrochen durch die Lockouts, kehrte Jaromir Jágr zurück zu seinem Heimatverein, den Rytíři Kladno, bei denen er gleichzeitig Mehrheitseigner ist. Sein Ziel, nachdem er verletzungsbedingt in Calgary nur noch selten zum Zuge kam, ist das Erreichen der Playoffs und der Aufstieg seiner Ritter in die erste tschechische Liga. Nach zwei Auswärtsspielen mit vier Assists war es am Samstag soweit. Das erste Heimspiel, die Rückkehr des Königs „Návrat Králé“, so das Motto des Spiels. Vor ausverkauftem Haus im ČEZ Stadion von Kladno blieb der Altmeister in gewohnter Manier nur zehn Minuten zum Warmup auf dem Eis, bevor er wieder in der Kabine verschwand.
Dann allerdings sollte ihm auch ein königlicher Empfang bereitet werden. Die Mannschaftsaufstellung schien für ihn nicht angemessen. Nachdem beide Teams bereits an der blauen Linie Aufstellung genommen hatten, durften sich Spieler und Zuschauer an einem Video mit Szenen aus Jágrs bisheriger Karriere erfreuen. Die Dauer des Videos entsprach in etwa der Aufwärmzeit der Nummer 68. Dann durfte die Legende unter tosendem Applaus zu einem Feuerwerk allein aus der Kabine aufs Eis kommen und gleich in der Starting Six antreten.