Rahmenkatalog-Jugendbegleiter.Pdf

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Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm Einleitung „Bildung, Betreuung und Erziehung sind nicht nur Aufgaben der Eltern und der Schule, sondern liegen in der Verantwortung der ganzen Gesellschaft. Die Schulen sollen deshalb für die Mitarbeit außerschulischer Partner und ehrenamtlich Tätiger stärker als bisher geöffnet werden. Dazu soll die Arbeit der hauptamtlich tätigen Lehrerinnen und Lehrer durch das qualifizierte Ehrenamt unter anderem aus Vereinen, Verbänden oder Kirchen unterstützt werden“, erklärten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Kultusminister Helmut Rau am 20. Dezember 2005. Durch das von der Landesregierung initiierte Jugendbegleiter-Programm werden vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation von Schule und außerschulischen Partnern eröffnet. Auf beiden Seiten findet das Jugendbegleiter-Programm große Resonanz. Mehr als 80 Institutionen haben bereits die offizielle Rahmenvereinbarung mit dem Land unterzeichnet und ständig kommen neue Kooperationspartner hinzu. Über 250 Schulen haben sich in der ersten Modellphase beworben und erproben das Programm in der Praxis. Dieser Rahmenkatalog soll Ihnen als engagiertem Akteur die ersten Schritte mit dem Jugendbegleiter-Programm erleichtern. Er enthält alle wesentlichen Informationen, bietet Ihnen Arbeitshilfen und -materialien und nennt Ihnen die wichtigsten Ansprechpartner für die unterschiedlichen Herausforderungen, die mit der Umsetzung innovativer Ideen wie dem Jugendbegleiter-Programm einhergehen. Um Sie über erste Erfahrungen, Weiter- entwicklungen und neue Kooperationspartner auf dem Laufenden zu halten, wird der vorliegende Rahmenkatalog als Lose-Blatt-Sammlung gestaltet, der bedarfsgerecht, auch durch Ihre eigenen Unterlagen, erweitert werden kann. Weitere Anregungen und Vorschläge Ihrerseits nehmen wir gerne auf. Allen Beteiligten, die am Rahmenkatalog mitarbeiten und für dessen Aktualität sorgen, sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt. Ihr Redaktionsteam Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeiner Rahmen 1.1 Rahmenvereinbarung 1.2 Eckpunkte 1.3 Zeitlicher Ablauf 1.4 Kontaktstelle 1.5 Häufig gestellte Fragen 2. Organisatorische Empfehlungen/Praxis 2.1 Checklisten und Vorschläge zur Einführung des Programms an der Schule 2.2 Koordinierungsgruppe 2.3 Budgetfragen 2.4 Förderbestätigung 2.5 Muster für eine Vereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm 2.6 Versicherungsregelungen 2.7 Rhythmisierung des Schulalltags 2.8 Schulverpflegung 2.9 Die Finanzierungsdatenbank im Jugendnetz 3. Qualifizierung der Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter 3.1 Ausbildungsabschlüsse im Bereich Kinder- und Jugendarbeit 3.2 Weiterbildung der Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter 4. Themenbereiche/Institutionen 4.1 Arbeitswelt 4.2 Hilfsorganisationen 4.3 Jugend 4.4 Kirche 4.5 Kunst, Kultur, Medien 4.6 Musik 4.7 Natur/Umwelt 4.8 Soziales 4.9 Sport 5. Netzwerke und Adressen 5.1 Jugendnetz Baden-Württemberg 5.2 Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement 5.3 Landesverband der Schulfördervereine 5.4 Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Erziehende 5.5 Liste der Modellschulen Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm 1. Allgemeiner Rahmen 1. Allgemeiner Rahmen 1.1 Rahmenvereinbarung 1.2 Eckpunkte 1.3 Zeitlicher Ablauf 1.4 Kontaktstelle 1.5 Häufig gestellte Fragen Im ersten Kapitel des Rahmenkatalogs finden Sie die am 14. Februar 2006 unterzeichnete Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Baden-Württemberg und interessierten Institutionen sowie das entsprechende Eckpunktepapier. Weitere Inhaltspunkte verdeutlichen den Ablauf des Programms und nennen Ihnen Kontaktadressen für Rückfragen. Die häufig gestellten Fragen und deren Antworten beleuchten nochmals wichtige Aspekte des Programms und geben einen kompakten Überblick. Allgemeiner Rahmen Seite 1 von 1 Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm 1. Allgemeiner Rahmen / Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm 1.1 Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm Bildung, Betreuung und Erziehung sind in erster Linie Recht und Pflicht der Eltern. Diese Aufgaben verdienen jedoch die Unterstützung der ganzen Gesellschaft und können sowohl von schulischen als auch von außerschulischen Institutionen mit wahrgenommen werden. Ziel muss es deshalb sein, die Schulen für außerschulische Institutionen und für engagierte Bürgerinnen und Bürger noch viel weiter zu öffnen als dies bisher der Fall ist. Hierzu soll qualifiziertes Ehrenamt von Vereinen, Verbänden, Kirchen und Eltern in die Ganztagesbetreuung integriert werden. Mit dem Jugendbegleiter-Programm werden mehrere gesellschaftspolitisch aktuelle Ziele verfolgt: • Zunächst gilt es, ganztägige Betreuungsangebote im schulischen Raum zu sichern und neu zu schaffen. • Gleichzeitig soll die gemeinsame Arbeit aller für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragenden Personen gestärkt und das Ehrenamt in den schulischen Lebensraum junger Menschen intensiv einbezogen werden. • Schließlich wird die außerschulische Bildung Teil eines Gesamtbildungskonzeptes, verbunden mit einem Angebot, zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. • Der Zugang der Schülerinnen und Schüler zur außerschulischen Jugendbildung und Jugendarbeit soll bewusst hergestellt werden. Als eine Perspektive dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements bietet sich ein flächendeckendes, am Bedarf orientiertes Angebot an allgemein bildenden Schulen mit Ganztagesbetreuung an, die sich auf diese Weise als Bindeglieder beim Zusammenwirken von Schule und Gesellschaft erweisen und sich dem kommunalen Umfeld gegenüber öffnen. Es wird vereinbart, das Jugendbegleiter-Programm nach folgenden Grundsätzen durchzuführen: 1. Aufgabe Jugendbegleiter führen eigenständige Bildungs- und Betreuungsangebote in der Ganztagesbetreuung in der Primarstufe und Sekundarstufe I der allgemein bildenden Schulen durch. Ein Einsatz im Pflichtunterricht erfolgt nicht. Die Verantwortung für den Einsatz der Jugendbegleiter sowie die pädagogische, fachliche und organisatorische Aufsicht obliegt der Schulleitung. 2. Qualifikation Jugendbegleiter weisen eine Grundqualifikation für ihre Tätigkeit auf, die in der Regel durch Ausüben eines qualifizierten Ehrenamtes nachgewiesen wird. Darüber hinaus bieten Land, Kirchen, Vereine oder Verbände modulartig bei Bedarf eine Qualifizierung in pädagogischen, organisatorischen und administrativen Fragen an. 1.1 Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm Seite 1 von 5 Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm 1. Allgemeiner Rahmen / Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm 3. Zuverlässigkeit Der ehrenamtliche Einsatz erfolgt zuverlässig im Rahmen des schulischen Wochenplans. Jugendbegleiter bzw. die entsendenden Institutionen verpflichten sich, mindestens ein Schulhalbjahr an der Schule tätig zu sein. 4. Kooperation Die Jugendbegleiter kooperieren mit den Mitgliedern der Schulgemeinschaft, insbesondere den Lehrkräften, und werden von diesen unterstützt. Über die Durchführung des Jugendbegleiter- Angebots kann zwischen dem Schulträger, der sich mit der Schule abstimmt, und der örtlichen außerschulischen Einrichtung eine Vereinbarung geschlossen werden. 5. Einsatz Das Angebot des einzelnen Jugendbegleiters, der Zeitraum sowie die Nutzung der schulischen Räume und anderer Lernorte werden von der Schulleitung genehmigt. Die Bildung eines beratenden Kooperationsgremiums, in dem Vertreter der Kommunen und der kooperierenden Institutionen mitwirken, wird empfohlen. 6. Versicherung Betreuungsangebote im Rahmen des pädagogischen Konzepts der Schule sind schulische Veranstaltungen, so dass die Jugendbegleiter einen ausreichenden Versicherungsschutz erhalten (Haftpflichtversicherung, Unfallversicherung). Dieser orientiert sich an den Kriterien für ehrenamtlich tätige Personen. Daneben treten mit Wirkung zum 01. Januar 2006 Sammelversicherungsverträge des Landes zur Verbesserung des Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutzes für bürgerschaftlich und ehrenamtlich engagierte Menschen in Baden-Württemberg in Kraft. Diese Rahmenverträge sind subsidiär ausgestaltet. Dieser Versicherungsschutz tritt demnach zurück, wenn bereits ein anderweitiger privatvertraglicher oder gesetzlicher Unfallversicherungsschutz oder ein privatvertraglicher oder institutioneller Haftpflichtversicherungsschutz besteht. Das ist bei einem Großteil der ehrenamtlich Tätigen der Fall. Damit umfasst die Sammelversicherung des Landes zwar auch grundsätzlich die Jugendbegleiter, jedoch nur insoweit als ein anderer Unfall- oder Haftpflichtversicherungsschutz nicht besteht. 7. Kosten Das Land gewährt einen Zuschuss zur Einrichtung eines „Schulbudgets" beim kommunalen Schulträger, aus dem Kosten des Jugendbegleiter-Programms bestritten werden können. Eine Aufstockung des Schulbudgets durch kommunale Gelder ist seitens des Landes erwünscht. Ferner können evtl. Betreuungsentgelte erhoben werden, über die vor Ort befunden wird. Ebenso können Sponsorengelder in das Schulbudget eingehen. Die Mittelauszahlung übernimmt der kommunale Schulträger. Die Kommune schafft hierfür in ihrem Haushalt eine entsprechende Haushaltsstelle. 1.1 Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm Seite 2 von 5 Rahmenkatalog Jugendbegleiter-Programm 1. Allgemeiner Rahmen / Rahmenvereinbarung zum Jugendbegleiter-Programm Durch ihren Beitritt zu dieser Rahmenvereinbarung sichern die beteiligten Verbände und Institutionen ihre Mitwirkung am Jugendbegleiter-Programm unter verbindlicher Anerkennung der dargestellten Grundsätze zu. Unterzeichner der Rahmenvereinbarung Baden-Württembergischer Sängerbund Badischer Sängerbund Verband der baden-württembergischen Liebhaberorchester

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