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Veröffentlichungen der Sektion Religionssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie Herausgegeben von Ch. Gärtner, Münster M. Koenig, Göttingen G. Pickel, Leipzig K. Sammet, Leipzig H. Winkel, Potsdam WirtschaftHerausgegeben und vonGesellschaft ist ein wichtiges Themenfeld der Sozialwissenschaften. Dr.Daher habil. diese Christel Buchreihe: Gärtner Sie will zentrale InstitutionenDr. Kornelia des SammetWirtschaftslebens wie Märkte, WestfälischeGeld und Unternehmen Wilhelms-Universität sowie deren Münster EntwicklungsdynamikenUniversität Leipzig sozial- und gesellschafts- theoretisch in den Blick nehmen. Damit soll ein sichtbarer Raum für Arbeiten Prof.geschaffen Dr. Matthias werden, Koenig die die Wirtschaft PDin Dr.ihrer Heidemarie gesellschaftlichen Winkel Einbettung Universitätbetrachten Göttingenoder aber soziale Effekte des WirtschaftsgeschehensUniversität Potsdam und wirtschaftlichen Denkens analysieren. Prof. Dr. Gert Pickel UniversitätDie Reihe stehtLeipzig für einen disziplinären wie theoretischen Pluralismus und pflegt ein offenes Themenspektrum. Auswahl bisher erschienener Titel: Andrea Maurer, Handbuch der Wirtschaftssoziologie, 2008 Andrea Maurer, Uwe Schimank, Die Gesellschaft der Unternehmen – Die Unternehmen der Gesellschaft. Gesellschaftstheoretische Zugänge zum Wirtschaftgeschehen, 2008 Neil Fligstein, Die Architektur der Märkte, 2010 Gertraude Mikl-Horke, Historische Soziologie – Sozioökonomie – Wirtschaftssoziologie, 2011 Lorenz Graitl Sterben als Spektakel Zur kommunikativen Dimension des politisch motivierten Suizids Lorenz Graitl Berlin, Deutschland Dissertation Freie Universität Berlin, 2011 ISBN 978-3-531-18461-6 ISBN 978-3-531-19062-4 (eBook) DOI 10.1007/978-3-531-19062-4 Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Springer VS © VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden 2012 Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht aus- drücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Einbandentwurf: KünkelLopka GmbH, Heidelberg Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier Springer VS ist eine Marke von Springer DE. Springer DE ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media. www.springer-vs.de Danksagung Ohne die Hilfe und den Beistand zahlreicher Personen wäre die Fertigstellung dieser Arbeit nicht möglich gewesen. Eine wesentliche Unterstützung kam von meinen Gutachtern Hel- gard Kramer und Rolf-Dieter Hepp, die sich sofort zur Betreuung meiner Dissertation be- reit erklärten und mich stets mit Informationen versorgten. Zu Dank verpflichtet bin ich auch dem Centre Marc Bloch, das mein Projekt durch ein Kurzzeitstipendium förderte. Be- sonderer Dank gilt ebenfalls Kornelia Sammet und Jutta Lütten-Gödecke, deren For- schungswerkstatt mir eine wichtige Hilfe für das Erstellen meiner Fallauswertungen war. An dieser Stelle sei auch den Mitgliedern meiner Interpretationsgruppe gedankt, ohne die ich meine Auswertungen nicht hätte fertig stellen können: Çalar, Fatma, Leo, Lilith, Regi- na, Samira und Zülfukar. Unersetzbar waren auch die Übersetzungen aus dem Türkischen, Tschechischen und Arabischen, die Zülfukar, Serdal, Fatma, Çalar, meine Schwester Re- becca, Jan und Claudia für mich anfertigten. Auch Freunde und Familie haben mir „in täti- ger Ergebenheit zur Seite gestanden“ (Durkheim), indem sie Medienberichte für mich sammelten, meinen Computer reparierten und meine Dissertation akribisch Korrektur lasen. Hierfür gilt mein Dank Çarı, Conni, Georg, meiner Tante Dagmar, Marcus, Moritz, Oli- ver, meiner Mutter Petra, Serdal, Stefan, Steve und Uli. Danken möchte ich auch Michael Biggs und Britt Ziolkowski, die mir unveröffentlichte Dokumente zukommen ließen. Assaf Moghadam gewährte mir freundlicherweise Zugang zu seinem Datenbankset. Besonders bedanken möchte ich mich bei Peter Schalk, der mir mehrmals Fragen per Email beantwor- tete und mir ein wichtiges Feedback zu einzelnen meiner Kapitel gab. Mein außerordentli- cher Dank gilt zudem Tayad stanbul und dem Anwalt Behiç Açı, der mir während seines Todesfastens ein Interview gewährte und mich während dieser schweren Zeit in seiner Wohnung beherbergte. Lorenz Graitl Inhalt 1 Einleitung: Über Durkheim hinaus.................................................. 15 1.1 Durkheim und die Erforschung des altruistischen Suizids ...................16 1.2 Der politisch motivierte Suizid aus der Perspektive einer verstehenden Soziologie .......................................................................................................20 1.3 Aufbau der Arbeit ........................................................................................21 1.4 Vorbemerkung zu Neutralität und Sprachwahl......................................22 2 Theoretische Grundannahmen ........................................................ 24 2.1 Zum Problem einer Definition des Suizids...............................................24 2.2 Durkheims Konzept des altruistischen Suizids .......................................26 2.3 Selbst-Mord oder Opfer? Halbwachs’ Kritik an Durkheim .................29 2.4 Anwendbarkeit von Durkheims Konzept.................................................31 3 Formen des politisch motivierten Suizids........................................ 34 3.1 Protestsuizide und Selbstverbrennungen .................................................35 3.1.1 Definition und Abgrenzung ................................................................................ 35 3.1.2 Geschichte und Überblick................................................................................... 38 3.1.2.1 Historische Vorläufer................................................................................... 38 3.1.2.2 Erste Phase des modernen Protestsuizids 1871-1959................................ 39 3.1.2.3 Globale Diffusion der Protestform nach 1963 ........................................... 40 3.1.2.4 Suizidwellen am Beispiel Indiens 1965-2010............................................ 44 3.1.2.5 Religiöse und magische Elemente bei Protestsuiziden.............................. 58 3.1.2.6 Statistische Darstellung 1963-2010 ............................................................ 59 3.2 Todesfasten....................................................................................................62 3.2.1 Definition und Abgrenzung ................................................................................ 62 3.2.2 Geschichte und Überblick................................................................................... 64 3.2.2.1 Historische Vorläufer................................................................................... 65 3.2.2.2 Geschichte des modernen Todesfastens ..................................................... 65 3.2.2.3 Statistische Darstellung 1920-2010 ............................................................ 70 3.3 Suizidattentate ..............................................................................................72 8 Inhalt 3.3.1 Definition und Abgrenzung ................................................................................ 73 3.3.2 Geschichte und Überblick................................................................................... 76 3.3.2.1 Samson, Sicarii und Assassinen: Väter des Selbstmordanschlags?.......... 76 3.3.2.2 Erste Phase des modernen Suizidattentats.................................................. 81 3.3.2.3 Globalisierung des suicide bombing nach 1981......................................... 85 3.3.2.4 Exkurs: Hauptströmungen des islamischen Fundamentalismus ............... 91 3.3.2.5 Statistische Darstellung 1981-2008 ............................................................ 95 3.4 Differenz zu anderen altruistischen Suiziden ..........................................97 4 Politisch motivierter Suizid: Erklärungsmodelle der Forschung ... 98 4.1 Zerrbilder und imaginäre Ethnographien ...............................................99 4.2 Psychiatrische und psychologische Ansätze.......................................... 104 4.3 Politologische und soziologische Ansätze............................................... 111 5 Selbsttötung als kommunikativer Akt ............................................120 5.1 Die Schwierigkeit der Sinnrekonstruktion von politisch motivierten Suiziden.................................................................................. 120 5.2 Vom Abschiedsbrief zum Märtyrervideo: Kurze Geschichte der medialen Inszenierung.............................................................................. 121 5.3 Abschiedsnachrichten: Stand der Forschung....................................... 123 5.4 Auswahl des Untersuchungsmaterials ................................................... 126 5.5 Auswertungsmethode: Objektive Hermeneutik................................... 127 5.6 Interpretation ausgewählter Dokumente .............................................

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