Infos Für Das Leben in Winnenden

Infos Für Das Leben in Winnenden

WINNENDER WEGWEISER Infos für das Leben in Winnenden www.winnenden.de INHALTSVERZEICHNIS 1 Grußwort 2 Winnenden – Eine Stadt stellt sich vor 2 Stadtgeschichte 4 Stadtrundgang 7 Winnenden im Überblick 8 Städtepartnerschaften 11 Stadtverwaltung und Gemeinderat 11 Stadtverwaltung Winnenden 14 Der Winnender Gemeinderat 17 Ihr Rathaus von A bis Z 29 Abfallentsorgung 30 Winnenden für Kinder und Jugendliche 30 Kindergärten, Kindertagesstätten 32 Schulen, Betreuungsangebote an Schulen 35 Kommunale Kinder- und Jugendarbeit 37 Kultur in Winnenden 37 Kulturelle Angebote 38 Märkte, Feste und Einkaufsspaß 40 Stadtbücherei 42 Stadtjugendmusik- und Kunstschule 44 Volkshochschule 45 Museen 50 Vereinsverzeichnis 60 Sport in Winnenden 60 Sportstätten und Mehrzweckhallen 62 Schwimmbäder 64 Eispark 66 Kirchen und soziale Einrichtungen 66 Kirchen und religiöse Gemeinschaften 68 Bürgerstiftung Winnenden 69 Paulinenpflege Winnenden e.V. 70 Gesundheit und Pflege 70 Klinikum Schloß Winnenden 72 Rems-Murr-Klinikum Winnenden 75 Soziale Dienste 78 Ärzte, Apotheken, Krankengymnastik 85 Barrierefreiheit in Winnenden 86 Notruftafel 88 Branchenverzeichnis/Impressum WILLKOMMEN HERZLICH WILLKOMMEN IN WINNENDEN Dieser Wegweiser erleichtert Ihnen als Gast Das Wohnen, Arbeiten, Leben und Einkaufen oder Neubürger den Start in unserer Stadt. ist hier attraktiv – Unternehmen, Handel, Ver- Wohnen Sie schon länger hier, enthält er eine und die Kommune tun dafür ihr Bestes. genauso Wissenswertes. Das Wichtigste über uns halten Sie schon Winnenden liegt in der Mitte des Rems-Murr- in den Händen, Aktuelles finden Sie unter Kreises mit rund 27.500 Einwohnern. Die www.winnenden.de. Große Kreisstadt hat sich zuletzt stark ent- wickelt: Die neue B14-Ortsumgehung bietet Freuen Sie sich auf Winnenden – wir freuen der Innenstadt neue Perspektiven. uns auf Sie! Mit dem Zentrum für Psychiatrie und seit Mitte 2014 mit dem Rems-Murr-Klinikum Ihr sind wir als Gesundheitsstadt bestens aufgestellt. Alle Arten von Schulen und sozialen Einrich- Hartmut Holzwarth tungen finden sich bei uns. Oberbürgermeister 1 WINNENDEN – EINE STADT STELLT SICH VOR STADTGESCHICHTE: WURZELN DER STADT GEHEN AUF DAS JAHR 1212 ZURÜCK Der Name Winnenden wurde vermutlich kurz Um 1180 erbte dieser als Nachgeborener die Erbfolgekrieg verlief ähnlich katastrophal für nach 850 n. Chr. für das Siedlungsgebiet am Gegend um den Buchenbach und baute sich die Winnender: Ihre Stadt wurde 1693 von Buchenbach gebräuchlich. Damals ließ Kaiser hier die Burg Winnenden – von der heute Armee-Einheiten Ludwigs XIV. systematisch Ludwig der Fromme kriegsgefangene Slawen noch der Wehrturm im Teilort Bürg zeugt – als und vollständig niedergebrannt. und Mähren zwangsweise im Reich ansie- Herrschaftszentrum. Gottfrieds Schwieger- Trotzdem erlebte die Stadt nach dem Wie- deln. Die ältesten Fundamente der Schloss- sohn Heinrich von Neuffen holte 1212 im Auf- deraufbau im 18. Jahrhundert eine Blütezeit. kirche stammen aus dieser Zeit und weisen trag der deutschen Fürsten den zukünftigen Als Residenzstadt der Herzöge Friedrich Carl darauf hin, dass die Pfarrei zur Christianisie- Stauferkaiser Friedrich II. zur Krönung aus Sizi- und Karl Alexander von Württemberg flo- rung dieser sogenannten Wenden gegründet lien nach Deutschland. Als Dank dafür erhielt rierten in ihr die Märkte und das Handwerk. wurde. Aus der Stammesbezeichnung für die er von diesem im Namen seines Schwiegerva- Zwei prachtvolle barocke Bürgerhäuser in der Wenden entwickelte sich dann der heutige ters das Recht, unterhalb der Burg die Stadt Marktstraßen-Fußgängerzone zeugen noch Name Winnenden. Winnenden zu erbauen. Winnenden ist damit von dieser Epoche. Die napoleonische Zeit die älteste Stadt im Rems-Murr-Kreis. 1325 verlangte der Stadt Winnenden nicht nur die X Stadtgründung durch kam die Stadt über Kauf an Württemberg, üblichen kriegsbedingten Opfer ab, sondern staufisches Privileg im Jahr 1212 dessen Schicksal sie von da an teilte. Unter auch den Verlust der politischen und verwal- den für die Stadt besonders einschneidenden tungsmäßigen Selbstständigkeit als Ober- Zur eigenen Herrschaft entwickelte sich das geschichtlichen Ereignissen ist der 30-jäh- amtsstadt. König Friedrich I. von Württemberg Gebiet um Winnenden jedoch erst in der rige Krieg zu erwähnen, dem 1643 die Stadt entschied sich 1808 in seiner Gebietsreform Regierungszeit Friedrichs I. (Barbarossa) von durch eine Brandschatzung zum Opfer fiel. für Waiblingen als Verwaltungszentrum des Staufen. Personell lässt sich dieser Prozess an In der Folge von Besetzungen, Plünderungen, neuen, vergrößerten Oberamts. der Person des Grafen Gottfried von Schau- Einfällen und der Pest verlor Winnenden drei enburg-Wolfsölden-Winnenden festmachen. Fünftel der Einwohnerschaft. Der pfälzische 2 WINNENDEN – EINE STADT STELLT SICH VOR X Wohlhabende Handwerkerstadt eingemeindet. Dadurch überschritt Winnen- verpasste industrielle Revolution den die Einwohnerzahl von 20.000 und wurde zum 1. Januar 1973 „Große Kreisstadt“. Mit Seit den 1830er Jahren machte sich in der der Eingemeindung von Birkmannsweiler am ehemals wohlhabenden Handwerkerstadt 1. Januar 1974 war die Phase der Eingemein- Winnenden die wirtschaftliche Strukturkrise dungen im Raum Winnenden beendet. der einsetzenden, industriellen Revolution sehr stark bemerkbar. Die politischen und Winnenden ist heute ein dynamisches sozialen Spannungen entluden sich in den Unterzentrum mit zentralen Funktionen im Jahren 1848/49, wo sich eine auffallend gesundheitlichen, wirtschaftlichen und schu- starke und aktive Fraktion der Bürgerschaft Auch 1876, als die Eisenbahn Winnenden lischen Bereich. Die reizvolle Verbindung von an die deutsche Demokratiebewegung mit Stuttgart verband, verstand man diesen Natur und Kultur und seine attraktive Lage anschloss und mit republikanisch-demokra- Vorteil nicht zu nutzen. Die Bedeutung der im Großraum Stuttgart macht die Stadt zu tischem Gedankengut für eine grundlegende Stadt sank, die Anziehungskraft Winnendens einem begehrten Wohnort mir optimaler Umwandlung des Staates kämpfte. Nach und der Zulauf zu den Märkten musste einen Lebensqualität. dem Scheitern ihres Einsatzes führten politi- gewaltigen Rückgang über viele Jahrzehnte in sche Machtlosigkeit, allgemeine Verarmung Kauf nehmen. und starre, gesellschaftliche Strukturen zu einer Massenauswanderung nach Übersee. X Der Aufschwung begann in den Die Zurückgebliebenen zogen sich in tradi- 50er Jahren tionalistisch-romantisierende Lebenswelten zurück. Eine zunehmende Provinzialisierung Der Aufschwung der Stadt begann nach dem war die Folge. 2. Weltkrieg. Während sich am Anfang des Jahrhunderts die Bautätigkeit auf den Rand Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die des Stadtkerns (hauptsächlich im Süden und Stadt mit ihren bedeutenden Frucht-, Holz- Westen bis zum Bahnhof) erstreckte, begann und Viehmärkten Zentrum für das ganze jetzt ein umfangreicher und planmäßiger umliegende Gebiet. Diese Märkte bildeten Ausbau. Neue Wohngebiete wurden not- die Grundlage für die Erwerbstätigkeit der wendig, Industriegebiete erschlossen, denn Einwohner. Die zahlreichen Handwerker, die rasch steigende Einwohnerzahl – 1939 Bauern, Weingärtner und Gastwirte waren waren es 6.000, 1953 bereits 9.000 Einwoh- auf sie angewiesen. Die Menschen der Stadt ner – erforderte auch die Schaffung von verstanden es nicht, sich vom Handel und von Arbeitsplätzen. den Märkten auf die beginnende Industria- lisierung umzustellen. Man war sogar stolz Im Zuge der Gemeindereform wurden 1971 darauf, keine Fabrik auf der Gemarkung zu und 1972 Baach, Bürg, Breuningsweiler, haben. Hanweiler, Hertmannsweiler und Höfen 3 WINNENDEN – EINE STADT STELLT SICH VOR EIN BESUCH LOHNT SICH – EIN KLEINER STADTRUNDGANG X Diebsturm, Wallstraße Fachwerkstockwerke wurden 15 Jahre nach Ergeschoss die sogenannte Kornschranne: dem verheerenden Stadtbrand von 1693 wie- Verkaufsräume für Getreide während der Der Diebs-, früher Fangturm, steht an der der aufgebaut. überregional bedeutenden Wochenmärkte. südwestlichen Ecke der alten Stadtmauer. Er Seit der Altstadtsanierung im Jahr 1988 wurde ursprünglich als Gefängnis für Straf- X Storchenhaus, Marktstraße 24 befinden sich Volkshochschule und Stadtar- täter gebaut, die unter die hohe Gerichtsbar- chiv im Gebäude. keit fielen und mit der Todesstrafe rechnen Dreigeschossiges Giebelhaus mit hochbaro- mussten. Geringere Straftäter kamen in den cker Prachtfassade, um 1730 vom herzog- X Marktbrunnen, Marktplatz Torturm. Die Mauer an dieser Stelle war ein- lich-württembergischen Baumeister Johann mal neun Meter hoch. Die Durchfahrt von der Adam Groß aus Winnenden für seinen Bür- Der Marktbrunnen besteht aus Elementen Wall- in die Wagnerstraße wurde erst 1904 germeisterkollegen Johann Hauber erbaut. unterschiedlicher historischer Stilrichtungen. anlässlich eines Stadtbrands durchgebrochen. Das Wappen im alten Haupteingang zeigt das Der Sockel ist manieristisch (17. Jahrhundert), Hauber’sche Familienwappen. die Motive des Achtecktrogs stammen aus X Torturm, Marktstraße dem Barock (um 1720). Bei den Brunnentrö- X Altes Rathaus, Marktstraße gen handelt es sich um Kopien des Winnen- Der Torturm gehörte zusammen mit der der Bildhauers Martin Kirstein (um 1979). Seit Stadtmauer zur mittelalterlichen Stadtbe- Die Bausubstanz stammt aus der Zeit des 2012 ziert eine neue Brunnenfigur den Markt- festigung. Sein Durchgang, das sogenannte Wiederaufbaus nach dem Brand von 1693. brunnen – genau zum Jubiläum „800 Jahre Schwaikheimer Tor, war der Hauptein- Der von Säulen getragene Balkon mit schmie- Winnenden“. Das von

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