Rhein-Neckar-Takt 2020

Rhein-Neckar-Takt 2020

<p><strong>Rhein-Neckar-Takt </strong></p><p><strong>2020 </strong></p><p><strong>Rhein-Neckar-Takt </strong></p><p><strong>2020 </strong></p><p>4 / 5 </p><p>Vorwort </p><p>Mobil zu sein ist eine Grundvoraussetzung unseres modernen Lebens. Und um auch zukünftig mobil sein zu können, bedarf es leistungsfähiger Verkehrsysteme. Schon heute hat der Öffentliche Verkehr eine bedeutende Stellung im Gesamtverkehrssystem inne. Und diese Bedeutung wird künftig noch erheblich wachsen. Dabei spielt der Verkehr auf der Schiene eine wichtige Rolle. Schnell, pünktlich, leistungsfähig und komfortabel sind seine ureigenen Charaktaristika. <br>Mit dem Rhein-Neckar-Takt 2020 liegt nun ein mittelfristiges Gesamtkonzept für die Entwicklung des SPNV vor. Die Planungen basieren auf den Konzepten der zuständigen SPNV- Aufgabenträger und sind in den „Drei-Löwen-Takt“ sowie den „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“ eingebunden. Für alle Schienenstrecken im VRN – inklusive der Ausbaumaßnahmen im Meterspurnetz – werden Zielvorstellungen sowie die Maß- nahmen, die zu deren Umsetzung notwendig sind, formuliert. </p><p>Dass ein leistungsfähiger Schienenpersonennahverkehr von der Bevölkerung auch angenommen wird, zeigt nichts besser als die S-Bahn Rhein-Neckar. Während die erste Stufe bereits seit Dezember 2003 in Betrieb ist, wird mit großem Engagement die Umsetzung der zweiten Stufe vorangetrieben. Doch unser Fokus beschränkt sich nicht nur auf die S-Bahn. So muss auch auf den Regionalstrecken ein leistungsfähiges Angebot vorhanden sein, das auf die Busverkehre abgestimmt ist. Nur so kann der Öffentliche Personennahverkehr eine Alternative zum privaten PKW sein. <br>Neben der Sicherstellung der Mobilität ist der Rhein-NeckarTakt 2020 ein konkreter Beitrag zum Umweltschutz. Denn der ÖPNV ist besonders energieeffizient. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise wird die Bedeutung eines attraktiven Nahverkehrs, der Mobilität in der Region ermöglicht, weiter steigen. </p><p>Nun gilt es die gesetzten Ziele gemeinsam mit den SPNV- Aufgabenträgern in den kommenden Jahren umzusetzen. Damit können wir unseren Beitrag für die Zukunft leisten. </p><p>Dr. Jürgen Schütz Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Vorsitzender der Zweckverbands Verkehrsverbund Rhein-Neckar </p><p>Inhaltsverzeichnis </p><p>Vorwort ................................................................................................................................................................................................................................................... </p><p>5</p><p>1. S-Bahn&nbsp;Rhein-Neckar </p><p>1.1 </p><p>S-Bahn 1. Stufe .................................................................................................................................................................................................................................... </p><p>Kaiserslautern – Neustadt – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Mosbach – Osterburken<sup style="top: -0em;">................................................................................. </sup></p><p>Germersheim – Speyer – Ludwigshafen – Mannheim – Heidelberg – Bruchsal – Karlsruhe<sup style="top: -0em;">............................................................................................ </sup></p><p>888<br>1.1.1 1.1.2 1.2 </p><p>S-Bahn 2. Stufe <sup style="top: -0em;">.................................................................................................................................................................................................................................... </sup>10 Kaiserslautern – Homburg<sup style="top: -0em;">.................................................................................................................................................................................................................. </sup>10 Bruchsal – Germersheim <sup style="top: -0em;">.................................................................................................................................................................................................................... </sup>12 Heidelberg – Aglasterhausen/Sinsheim – Eppingen<sup style="top: -0em;">................................................................................................................................................................... </sup>14 Mannheim – Schwetzingen – Graben-Neudorf – Karlsruhe <sup style="top: -0em;">..................................................................................................................................................... </sup>16 (Mannheim –) Ludwigshafen – Worms – Mainz<sup style="top: -0em;">........................................................................................................................................................................... </sup>18 </p><p>Mannheim/Heidelberg – Weinheim – Bensheim – Darmstadt – Frankfurt (Main-Neckar-Bahn)<sup style="top: -0em;">................................................................................... </sup>20 </p><p>Mannheim – Lampertheim – Biblis – Frankfurt (Riedbahn) <sup style="top: -0em;">..................................................................................................................................................... </sup>22 S-Bahn-Anbindung BASF<sup style="top: -0em;">.................................................................................................................................................................................................................... </sup>24 Knoten Mannheim – Heidelberg <sup style="top: -0em;">...................................................................................................................................................................................................... </sup>26 </p><p>1.2.1 1.2.2 1.2.3 1.2.4 1.2.5 1.2.6 1.2.7 1.2.8 1.2.9 </p><p>1.2.10 Sprinter-&nbsp;/ Regional-Express-Linien<sup style="top: -0em;">................................................................................................................................................................................................ </sup>27 </p><p>2. Regionalstrecken&nbsp;in Baden-Württemberg </p><p>2.1 2.2 2.3 2.4 </p><p>(Miltenberg –) Wertheim – Lauda – Bad Mergentheim (– Crailsheim) (Tauberbahn).......................................................................................................... 28 </p><p>Seckach – Buchen – Walldürn (– Miltenberg) (Madonnenlandbahn)<sup style="top: 0em;">...................................................................................................................................... </sup>30 (Heilbronn – Bad Friedrichshall –) Osterburken – Lauda (– Würzburg) (Frankenbahn)<sup style="top: 0em;">...................................................................................................... </sup>32 </p><p>(Heilbronn – Bad Friedrichshall) – Mosbach &amp; (Heilbronn – Bad Friedrichshall) – Sinsheim&nbsp;(Stadtbahn Heilbronn-Nord)<sup style="top: -0em;">..................................... </sup>34 </p><p>3. Regionalstrecken&nbsp;Hessen </p><p>3.1 </p><p>Worms – Bürstadt – Lorsch – Bensheim (Nibelungenbahn) &amp;&nbsp;Worms - Biblis .................................................................................................................... 36 </p><p>3.2 </p><p>Weinheim – Mörlenbach – Fürth im Odenwald (Weschnitztalbahn)<sup style="top: -0em;">....................................................................................................................................... </sup>38 </p><p>4. Regionalstrecken&nbsp;in Rheinland-Pfalz </p><p>4.1 4.2 4.3 </p><p>Neustadt – Landau – Karlsruhe........................................................................................................................................................................................................ 40 </p><p>(Karlsruhe –) Wörth – Germersheim (Stadtbahn)<sup style="top: 0em;">......................................................................................................................................................................... </sup>42 Grenzüberschreitende Bahnstrecken Wörth – Lauterbourg &amp;&nbsp;Winden – Wissembourg<sup style="top: -0em;">...................................................................................................... </sup>44 </p><p>6 / 7 </p><p>4.4 </p><p>Winden – Bad Bergzabern.................................................................................................................................................................................................................. 46 </p><p>Neustadt – Bad Dürkheim – Grünstadt – Monsheim &amp; Frankenthal Hbf – Freinsheim – Grünstadt – Ramsen (– Eiswoog) <sup style="top: 0em;">.................................... </sup>48 </p><p>Worms – Monsheim – Alzey – Bingen<sup style="top: 0em;">............................................................................................................................................................................................. </sup>50 Mainz – Alzey – Kirchheimbolanden<sup style="top: 0em;">............................................................................................................................................................................................... </sup>52 Landau – Annweiler – Pirmasens (Queichtalbahn)<sup style="top: 0em;">...................................................................................................................................................................... </sup>54 Hinterweidenthal Ost – Bundenthal (Wieslautertalbahn)<sup style="top: 0em;">.......................................................................................................................................................... </sup>56 Pirmasens – Zweibrücken – Saarbrücken<sup style="top: 0em;">....................................................................................................................................................................................... </sup>58 Homburg – Zweibrücken (– Flughafen Zweibrücken) (Reaktivierung) <sup style="top: 0em;">..................................................................................................................................... </sup>60 Pirmasens – Kaiserslautern – Bingen<sup style="top: 0em;">.............................................................................................................................................................................................. </sup>62 Kaiserslautern – Lauterecken-Grumbach &amp; Lampertsmühle-Otterbach – Weilerbach<sup style="top: 0em;">........................................................................................................ </sup>64 Kaiserslautern – Landstuhl – Kusel<sup style="top: 0em;">.................................................................................................................................................................................................. </sup>66 (Kaiserslautern –) Münchweiler – Monsheim – Worms <sup style="top: 0em;">.............................................................................................................................................................. </sup>68 Anbindung Air Base Ramstein<sup style="top: 0em;">........................................................................................................................................................................................................... </sup>70 </p><p>4.5 4.6 4.7 4.8 4.9 4.10 4.11 4.12 4.13 4.14 4.15 4.16 </p><p>5. Meterspurstrecken </p><p></p><ul style="display: flex;"><li style="flex:1">5.1 </li><li style="flex:1">Stadtbahnverbindung Mannheim-Feudenheim – Ilvesheim – Ladenburg – Schriesheim (– Heidelberg)..................................................................... 72 </li></ul><p>5.2 </p><p>Straßenbahnverlängerung Eppelheim – Plankstadt – Schwetzingen<sup style="top: 0em;">...................................................................................................................................... </sup>74 Zweigleisiger Ausbau der OEG-Strecke an der Bergstraße<sup style="top: 0em;">........................................................................................................................................................... </sup>76 Straßenbahnverlängerung Leimen – Nußloch – Wiesloch<sup style="top: 0em;">.......................................................................................................................................................... </sup>78 Stadtbahn Mannheim-Nord<sup style="top: 0em;">............................................................................................................................................................................................................... </sup>80 Stadtbahn Windeckstraße (Mannheim 21)<sup style="top: 0em;">..................................................................................................................................................................................... </sup>82 Steigerung der Leistungsfähigkeit der Haltestellenanlage Mannheim Hauptbahnhof<sup style="top: 0em;">......................................................................................................... </sup>84 Stadtbahnverlängerung Mannheim-Feudenheim – Mannheim-Wallstadt <sup style="top: 0em;">........................................................................................................................... </sup>86 Stadtbahn Ludwigshafen-Mundenheim – Ludwigshafen-Maudach (– Mutterstadt)<sup style="top: 0em;">.......................................................................................................... </sup>88 Stadtbahnverlängerung Ludwigshafen-Rheingönheim – Neuhofen<sup style="top: 0em;">....................................................................................................................................... </sup>90 Stadtbahnverlängerung Ludwigshafen-Oppau – Edigheim – Pfingstweide <sup style="top: 0em;">.......................................................................................................................... </sup>92 Ludwigshafen-Oggersheim – Maxdorf – Bad Dürkheim&nbsp;(Rhein-Haardt-Bahn)<sup style="top: 0em;">................................................................................................................... </sup>94 Straßenbahnanbindung Heidelberg Neuenheimer Feld<sup style="top: 0em;">.............................................................................................................................................................. </sup>96 Straßenbahnerschließung Heidelberg Altstadt<sup style="top: 0em;">.............................................................................................................................................................................. </sup>98 Verzeichnis der Abkürzungen <sup style="top: 0em;">............................................................................................................................................................................................................</sup>100 Impressum <sup style="top: -0em;">.............................................................................................................................................................................................................................................</sup>102 </p><p>5.3 5.4 5.5 5.6 5.7 5.8 5.9 5.10 5.11 5.12 5.13 5.14 </p><p>1. S-Bahn&nbsp;Rhein-Neckar </p><p>1. S-Bahn&nbsp;Rhein-Neckar </p><p>1.1 S-Bahn&nbsp;1. Stufe </p><p>gerechte Ausbau der beiden Stationen in Ludwigshafen konnte im ersten Halbjahr 2009 abgeschlossen werden. Die Planungen bezüglich der Verlegung der Station MannheimRangierbahnhof an die Stadtbahn-Endstelle bei der SAP- Arena sind bereits angelaufen. Diese wird unter dem Namen „Mannheim Sport- und Messepark“ für den Verkehr bei Sport- und Großveranstaltungen ausgebaut werden. </p><p>1.1.2 Germersheim&nbsp;– Speyer – Ludwigshafen – <br>Mannheim – Heidelberg – Bruchsal – Karlsruhe </p><p>Die 1. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar ging am 14. Dezember 2003 in Betrieb. Der Erfolg hat alle Erwartungen in eine steigende Nachfrage übertroffen. Grundlage des Erfolgs ist neben einer hohen Pünktlichkeit und attraktivem Wagenmaterial der Ausbau der Stationen im S-Bahn-Standard. Dazu gehören neben einer Erhöhung der Bahnsteige auf 76 cm, die einen niveaugleichen Zustieg in die Fahrzeuge erlauben, eine zeitgemäße und kundenfreundliche Ausstattung mit Wetterschutz, Sitzgelegenheiten, Infovitrinen und anderen Ausstattungselementen. Des Weiteren wurde auf Teilstrecken auch das Verkehrsangebot deutlich verbessert. </p><p>Verkehrliche Funktion </p><p>Die Linien S 3 und S 4 verbinden seit Dezember 2003/2006 die Mittelzentren Germersheim und Speyer mit den Oberzentren Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Die Linien führen über die für Pendler wichtige Station WieslochWalldorf weiter nach Bruchsal und Karlsruhe. <br>Die Bahnsteige der Station Neidenfels sind bisher nur 160 m lang. Damit ist Neidenfels die einzige Station zwischen Ludwigshafen und Kaiserslautern, an der ein Halt von S-BahnZügen in Dreifachtraktion nicht möglich ist. Auch hier sind die Planungen für die Verlängerung der Bahnsteige auf 210 m bereits angelaufen. </p><p>Maßnahmenbeschreibung </p><p>1.1.1 Kaiserslautern&nbsp;– Neustadt – Ludwigshafen – <br>Mannheim – Heidelberg – Mosbach – Osterburken </p><p>Aufgrund der unerwartet hohen Nachfrage zwischen Bruchsal und Heidelberg ist die Infrastruktur in diesem Streckenabschnitt aus heutiger Sicht zu knapp bemessen, da bei einer Bahnsteiglänge von 140 m nur eine Bedienung in Doppeltraktion möglich ist. Um einen Betrieb in der Hauptverkehrszeit mit Dreifachtraktionen zu ermöglichen, ist daher geplant, die Bahnsteige auf 210 m zu verlängern. </p><p>Sachstand &amp; weiterer Handlungsbedarf </p><p>Die Station Mannheim Sport- und Messepark befindet sich in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung und soll bis 2010/2011 in Betrieb gehen. Die Station Mannheim-Seckenheim kann erst im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau Mannheim Hbf – Mannheim-Friedrichsfeld geplant und ausgebaut werden, der im Rahmen der 2. Stufe der S-Bahn realisiert werden soll. Die Baumaßnahmen in Neidenfels sind für die zweite Jahreshälfte 2010 vorgesehen. Die Realisierung von vier S-Bahn-Halten je Stunde in Ludwigshafen Mundenheim und Rheingönheim wird im Zuge der Neuausschreibung der S-Bahn angestrebt. Des Weiteren ist zu prüfen, ob und wie ein Halbstundentakt zwischen Mosbach und Osterburken angeboten werden kann. Es ist ferner zu analysieren, ob am Wochenende eine schnellere und verdichtete Bedienung nach Osterburken und weiter nach Lauda/ Würzburg realisiert werden kann. Dies kann durch eine Weiterführung von S-Bahn-Linien, die bisher in Eberbach enden, nach Osterburken oder andere Möglichkeiten erfolgen (s. 2.1 und 2.3). Soweit wirtschaftlich machbar sollen auch im Schülerverkehr zwischen Mosbach und Osterburken S-Bahn-Fahrzeuge eingesetzt werden. </p><p>Verkehrliche Funktion </p><p>Die S-Bahn-Linien S 1 und S 2 verbinden seit Dezember 2003 halbstündlich die Ober- und Mittelzentren Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg, Eberbach und Mosbach. Die Linie 1 führt stündlich darüber hinaus bis Osterburken. Die Linien sind besonders wichtig als Pendlerverbindung sowie zur Anbindung an den Fernverkehr. Darüber hinaus erschließen die Linien S1 und S 2 die Erholungsund Freizeitregionen Pfälzerwald und Weinstraße sowie das Neckartal und den Odenwald. </p><p>Sachstand &amp; weiterer Handlungsbedarf </p><p>Die Strecke ist ab Schifferstadt über Ludwigshafen und Mannheim bis Heidelberg mit einer Bahnsteiglänge von 210 m für Dreifachtraktion ausgebaut. Die Stationen zwischen Heidelberg und Bruchsal sind bis spätestens Dezember 2015 ebenfalls für Dreifachtraktion auszubauen. Des Weiteren sind zusätzliche umsteigefreie Verbindungen in der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) in der Relation Germersheim – Mannheim einzurichten. </p><p>Maßnahmenbeschreibung </p><p>Die Stationen Ludwigshafen-Mundenheim und LudwigshafenRheingönheim, Mannheim-Rangierbahnhof und MannheimSeckenheim konnten nur provisorisch ausgebaut werden, da die Frage des Umfangs des drei- bzw. viergleisigen Ausbaus in diesen Abschnitten noch nicht geklärt war. Der S-Bahn- </p><p>8 / 9 </p><p>1. S-Bahn&nbsp;Rhein-Neckar </p><p></p><ul style="display: flex;"><li style="flex:1">1.2 S-Bahn&nbsp;2. Stufe </li><li style="flex:1">1.2.1 Kaiserslautern&nbsp;– Homburg </li></ul><p></p><p>Verkehrliche Funktion </p><p>Die Strecken der 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar sollen die bereits bestehenden West-Ost-Strecken der 1. Stufe sinnvoll zu einem Gesamtnetz verbinden. Hierbei sind die Teilräume des Verdichtungsraumes Rhein-Neckar über die Ländergrenzen hinweg nachfragegerecht zu verknüpfen. Die Verflechtungen mit benachbarten Regionen, die über die Verbundgrenzen hinausgehen, sind dabei ebenfalls zu berücksichtigen. Der Zweckverband Verkehrsverbund RheinNeckar hat daher am 17. Juni 2004 das „Realisierungsprogramm Rhein-Neckar-Takt 2010“ als verkehrspolitische Leitlinie beschlossen. Grundlage dieses Realisierungsprogramms waren Untersuchungen, in denen für eine 2. Stufe der S-Bahn in mehreren Schritten ein hoher volkswirtschaftlicher Nutzen nachgewiesen werden konnte. <br>Mit der stündlichen Verlängerung der Linie S 1 der S-Bahn Rhein-Neckar über Kaiserslautern hinaus nach Homburg werden günstige Direktverbindungen von den Stationen an dieser Strecke in den Rhein-Neckar-Raum hergestellt. Die S-Bahn-Bedienung auf dieser Strecke wird überlagert durch die stündliche Regionalbahn-Bedienung Kaiserslautern – Saarbrücken. Mit den Verknüpfungsbahnhöfen in Homburg, Landstuhl und Kaiserslautern ist diese Linie fest in die Konzeption des Rheinland-Pfalz-Taktes integriert. </p><p>Maßnahmenbeschreibung </p><p>Die SPNV-Aufgabenträger haben sich darauf verständigt, den Betrieb der 1. und 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar als Gesamtnetz mit dem Ziel einer Betriebsaufnahme im Dezember 2015 auszuschreiben. Hierbei wird der Einsatz eines einheitlichen Fahrzeugtyps angestrebt. Die für das Gesamtnetz erforderliche Infrastruktur muss rechtzeitig vor Betriebsbeginn des Gesamtnetzes fertig gestellt sein. Zudem werden bereits bis zur Ausschreibung des S-Bahn-Betriebes grundsätzliche Regelungen zur Finanzierung und zur Baudurchführung aller Infrastrukturmaßnahmen benötigt. <br>Alle Stationen sind S-Bahn-gerecht mit Bahnsteigen von 170 m Länge und 76 cm Höhe ausgebaut. Der Ausbau erfolgte als erster Bauabschnitt der 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar. </p><p>Sachstand &amp; weiterer Handlungsbedarf </p><p>Fast alle Ausbaumaßnahmen konnten erfolgreich abgeschlossen werden, so dass die Verlängerung der S-Bahn-Linie S 1 bis Homburg ab dem Winterfahrplan 2006 in Betrieb genommen werden konnte. Die Stationen Vogelweh (Provisorium) und Kennelgarten gingen im Dezember 2007 in Betrieb. Dabei steht für Vogelweh ein weiterer Umbau im Rahmen des Projektes POS-Nord an (vsl. im Laufe des Jahres 2012). <br>Die DB AG hat deshalb nach Zustimmung der Länder und des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar förmlich die Aufnahme der 2. Stufe der S-Bahn in das GVFG-Bundesprogramm beantragt (Programmanmeldung – C-Antrag). </p><p>10 / 11 </p><p><strong>Lage im Verbundgebiet </strong></p><p>1. SS--BBaahhnnRRhheeinin--NNeecckkaarr </p><p>1.2.2 Bruchsal&nbsp;– Germersheim </p><p></p><ul style="display: flex;"><li style="flex:1">Verkehrliche Funktion </li><li style="flex:1">Sachstand &amp; weiterer Handlungsbedarf </li></ul><p></p><p>Die S-Bahn-Linie S 3 wird zukünftig ab Germersheim über Graben-Neudorf nach Bruchsal weitergeführt. Sie verbindet mindestens stündlich diese Städte und stellt eine wichtige Tangentialverbindung zwischen den Verdichtungsräumen Rhein-Neckar und Karlsruhe dar. Die Linie bietet Anschlussverbindungen in Graben-Neudorf nach Karlsruhe und in Bruchsal nach Heidelberg. Die Bedienung wird durch zusätzliche Fahrten in der HVZ ergänzt. Vorteile aus der Elektrifizierung ergeben sich auch für die durchgehende RegionalExpress-Verbindung Mainz – Ludwigshafen – Germersheim – Graben-Neudorf – Karlsruhe, da diese auf Elektrotraktion umgestellt werden kann. <br>Für die Strecke wurde mittlerweile eine Planungsvereinbarung zwischen der DB sowie den Landkreisen Karlsruhe und Germersheim abgeschlossen. Die Verwirklichung dieses S-BahnProjektes soll bis spätestens Dezember 2011 abgeschlossen sein. </p>

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