Katalogbroschüre

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Katalogbroschüre 2 Text auf dem Querbehang Zwei Bundestafeln Goldener Leuchter Goldener Altar Schaubrot Kupfernes Waschbecken Text auf dem Vorhang Krone der Tora Das spendeten und seine Ehefrau der gelehrte R. Moses, sein Fels und Frau Fromet, sie Erlöser möge ihn schützen, möge leben Sohn des Rabbiner R. Menachem Mendel Tochter s.[eligen] A.[ngedenkens] unseres Lehrers aus Dessau R. Abraham s.[eligen] A.[ngedenkens] Gugenheim 535 nach der kleinen Zeitrechnung Text on the valance Two Tablets of the Covenant Golden candle holder Golden altar Showbread (“Bread of the Presence”) Copper wash basin Text on the curtain Crown of the Torah This was donated by and by his wife the learned R. Moses, may his rock Ms. Fromet, [long] and savior protect him, may she live, son of Rabbi R. daughter of Menachem Mendel of blessed memory, our teacher from Dessau. R. Abraham, of blessed memory, Gugenheim. In the year 535 according to the Jewish calendar 2 Inhalt / Content Banner Texte Deutsch .....................................................................................................2 Objekttexte Deutsch ........................................................................................................6 Banner Texts English ....................................................................................................13 Object Texts English ......................................................................................................17 Moses Mendelssohn gründet eine Familie ....................................................................24 Sommernachtstraum / Impressum / Imprint ...................................................................32 1 Hochzeit – eine kurze Einleitung Hochzeit – ist nicht das Gleiche wie High Noon (der Zweikampf „12 Uhr mittags“!). Obwohl eine Art Duell dazugehört: Heiraten kann man nicht sich selbst. Der Anlaß – boy meets girl – ist alt wie die Welt. Die Zeremonie legitimiert in vielen Kulturen die gemein- same Ausübung von Sexualität. Beim Begriff Trauung geht es um Vertragstreue: Dauer in Zeit und Raum. Im Wortpaar Heirat treffen sich zwei alte Silben, die mit Haus oder Lager und mit dem Hausrat zu tun ha- ben: Wir gründen einen Wirtschaftsbetrieb unter Fortpflanzungsaspekten. Arrangierte und andere Vernunft- Ehen waren das Erfolgsmodell der Vergangenheit; die Liebesheirat, bei der Einheirat, Mitgift und ruinöse Partykosten angeblich nicht so wichtig sind, hat das humanere Image. Verwandtenehen kommen vor. Öfter verbindet das Integrationsprojekt Hochzeit unterschiedliche Milieus, Kulturen oder Religionen. Manchmal wird daraus ein Politikum: Der Eine schützt oder gefährdet die Ande- re, oder umgekehrt. Vielleicht verhindert eine Ehe die Deportation, verhilft zur Aufenthaltserlaubnis. Hochzeit hießen im Mittelalter-Deutsch die Superfeste des Jahres. Der „schönste Tag des Lebens“ ist ein mit utopischer Ewigkeits-Erwartung aufgeladener Moment, die Proklamation unbefristeter Liebe. Statistisch nimmt der Drang zur Vermählung ( = Versprechen) heutzutage ab, während die Hochzeits-Branche der Event-Ausstatter boomt. Während die „Weiße Hochzeit“ als westlicher Pop-Export alle Kontinente erobert, steigen die Scheidungsraten. Mit der Hochzeit wird aus einer Beziehung im Fall des Gelingens: gesellschaftlich verantwortete Partner- schaft, Familiengeschichte, Genealogie und Überlieferung. Bei den Nachkommen des Philosophen und Seidenfabrikanten Moses Mendelssohn finden sich – wie in den besten Familien – Duelle, Treue, Verwandtenehen, politisch riskante Heiraten, Glücksmomente, Scheidungen. Angefangen hat die Geschichte dieses Clans, dessen Bankiers, Künstler und Gelehrte deutsch-jüdische Geschichte machten, mit der Hochzeit von Moses und Fromet: am 22. Juni 1762 in Ber- lin. 2 Die Hochzeiten der Mendelssohns Die jüdischen, christlichen, glamourösen oder riskanten Hochzeiten der Nachkommen von Moses und Fromet Mendelssohn spiegeln bewegte Familiengeschichte: die Etablierung der Zuwanderer, ihre Anpas- sung an die Mehrheitsreligion, ihre Inszenierung großbürgerlichen Selbstbewußtseins. Bis zur Bedrohung der „Nicht-Arier“ unter den nationalsozialistischen Rassegesetzen. 3 Die Erzählung geht von der Heirat der Stammeltern 1762 bis ins 21. Jahrhundert. Paare der 2. Generation, die mit ihrer Eheschließung dem Wunsch des Patriarchen Moses entsprachen, versammeln sich im Portrait: Brendel / Dorothea Mendelssohn und Simon Veit (1783), Recha Mendels- sohn und Mendel Meyer (1785), Joseph Mendelssohn und Henriette Meyer (1793). Zwei dieser Lebens- bünde wurden geschieden. Vom Bestand einer weiteren jüdischen, nach dem Tod des Vaters geschlosse- nen Ehe (1804) zeugt der Silberhochzeitspokal für Abraham Mendelssohn (Bartholdy) und dessen Frau Lea, geb. Salomon. Beispiele aus der Enkel-Generation zeigen Eheschließungen als Wege in die Assimilation. Mit Johannes Veit und Flora Riess (1821) verbinden sich zwei katholische, mit Paul Mendelssohn Bartholdy und Albertine Heine (1835) zwei evangelische Konvertiten jüdischer Herkunft. Fanny Mendelssohn Bartholdy (1829) und ihr Bruder Felix (1835), dessen „Hochzeitsmarsch“ bald zum globalen Trauungs-Hit avancieren wird, ent- scheiden sich für Partner aus protestantischen Häusern. Präsente zur Goldenen Hochzeit (1871) feiern das kinderreiche jüdische Paar Alexander und Marianne Mendelssohn. Alexander von Humboldts Toast für eine Urenkelin des Moses, Alexandrine Mendelssohn, und den Bräuti- gam John Horsfall (1847) wirft ein Licht auf das gesellschaftliche Ansehen der 4. Generation. Souvenirs von der Bankiershochzeit des Witwers Robert Warschauer mit Adéle Thevoz (1905) und zur Vermählung seiner Tochter Marie mit Edgar Fuld (1914) präsentieren gut vernetzte Mendelssohn-Nachkommen der 5. und 6. Generation am Vorabend des Epochen-Bruchs. Wie im „Dritten Reich“ belastende Ehe-Namen von einst abgelegt oder Abstammungsnachweise lebensret- tend kaschiert wurden, verdeutlichen die Papiere der Musiker Dorothea (1912 – 1997) und Sebastian ( 1914 – 1944) Winand / Mendelssohn-Bartholdy (6. Generation) sowie die Erinnerungen Marie Heer-von Herrmanns (geb. 1923, 8. Generation). Foto-Collagen des 20. / 21. Jahrhunderts setzen den Stammbaum fort: Hochzeit heißt auch „Das Leben geht anders weiter“. 3 Hochzeit im Judentum Nach rabbinischem Recht kann eine jüdische Braut auf drei Arten „erworben“ werden: durch Geld, im We- ge eines Vertrags oder durch Vollzug des, an sich ja ehelichen, Verkehrs. In der Praxis kommen normaler- weise alle drei Arten ins Spiel, wobei die Zahlung in Form einer Münze mit niedrigstem Nennwert erfolgen kann – meistens aber erfüllt der Ring diese Funktion, den der Bräutigam seiner Braut während der Trauung überstreift. Im Altertum – und in einigen Gemeinden noch heute – wurden jüdische Ehen von den Familien der Braut- leute abgemacht. Die Braut galt als wertvolles Gut, und so wurden Bedingungen für die Ehe verhandelt, denen beide Familien zustimmen mussten. Sie regelten die Pflichten des Mannes gegenüber seiner zu- künftigen Ehefrau und sahen häufig auch ihre finanzielle Absicherung im Falle einer Scheidung vor. Die schließlich vereinbarten Bestimmungen wurden in einem Rechtsdokument, der so genannten Ketubba, festgehalten. Dieser jüdische Ehevertrag findet auch heute noch Anwendung und wird im Rahmen der Trauung der Braut vom Bräutigam übergeben. Mit der Ausbreitung des Judentums auf der ganzen Welt haben auch die unterschiedlichen jüdischen Gruppierungen ihre jeweils eigenen Hochzeitsbräuche und -traditionen entwickelt. Eines aber haben alle gemeinsam: Die Hochzeit findet immer unter einem Traubaldachin statt, der Chuppa – Symbol des Hau- ses, das zukünftig vom Ehepaar gebaut und bewohnt werden wird. In der Bibel heißt es: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (Gen 2,18). Im traditionellen Judentum gilt die Ehe als ein wesentlicher Seinszustand von grundlegender Bedeutung für den Menschen, der Liebe, Gemeinschaft und Nähe braucht – die Fortpflanzung ist nicht ausschließlicher Zweck der Ehe. Sexualität 4 und Freude spielen eine erhebliche Rolle, und das in anderen Religionen zu findende Konzept der Ehelo- sigkeit und Keuschheit wird abgelehnt. Über die Jahrhunderte wurde der Stand der Ehe theologisch überhöht, wobei die Schöpfungsgeschichte im Paradies eine zentrale Rolle spielt. Heutzutage gibt es im Judentum werden die verschiedensten Lehren und Praktiken gelebt, getragen von ultraorthodoxen Bewahrern der Tradition und von progressiven Libera- len. Der Stand der Ehe ist dabei nach wie vor Thema, wobei Traditionalisten vehement die Linie „Adam and Eve, not Adam and Steve!“ vertreten. 4 Die Hochzeit von Fromet Gugenheim und Moses Mendelssohn ANBAHNUNG Die Hamburgerin ist 24, neugierig auf Literatur, hübsch und selbstkritisch. Der Berliner ist 31, erfolgreicher Seidenkaufmann, verwachsen, ein charmanter, stotternder Intellektueller. Sie stammt von berühmten Kaufleuten ab, ihr Vater steht vor dem Bankrott. Seiner war Synagogendiener in Dessau; als perfekter Talmudschüler hat sich Moses in zehn Jahren an der Spree autodidaktisch den europäischen Kanon erobert. Fromets Freundin Friebche, eine Schwägerin Saras (der Tochter seines Berliner Chefs), ist verlobt mit Moses‘ gelehrtem Freund Aaron, einem Gugenheim-Verwandten: Das Trio hat dem Berliner einen Vierwochen-Aufenthalt bei ihrer Familie in Altona einfädelt. Verstohlene Blicke, Erröten. Der Funke zündet. Geistreiche Flirts. Abschiedsknutscherei im „wüsten Gartenhäuschen“. 22. JUNI 1762 In über 60 zärtlich-witzigen Brautbriefen, die Mendelssohn von seiner Hamburger Abreise bis Ende Mai 1762 verfaßt, wird Sehnsucht
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