Wildbachgenossenschaft

Wildbachgenossenschaft

WILDBACHGENOSSENSCHAFTEN IN SALZBURG Ein BEST PRACTICE Beispiel? DI Anker Franz Gebietsbauleitung Pinzgau --- 1 --- 12. Juni 2018 Schmittenbach in Zell am See --- 2 --- 12. Juni 2018 Hochwasserkatastrophe in Zell am See vom 3. Juli 1737 --- 3 --- 12. Juni 2018 Schmittenbach, Gemeinde Zell am See Generelles Projekt 1884 --- 4 --- 12. Juni 2018 Schmittenbach, Gemeinde Zell am See Aufforstungserfolge im Einzugsgebiet --- 5 --- 12. Juni 2018 --- 6 --- 12. Juni 2018 Urslau, Gemeinde Saalfelden Hochwasser 3.6.2013 --- 7 --- 12. Juni 2018 Högmoos Ost, Gemeinde Taxenbach Hochwasser 3.6.2013 --- 8 --- 12. Juni 2018 HISTORISCHE ENTWICKLUNG Die Idee der gemeinsamen Gefahrenabwehr reicht weit vor die Zeit der staatlichen Wildbachverbauung zurück. Etabliert nur im Bundesland Salzburg – Ca. 230 Wildbachgenossenschaften (6 in Gründung) – Anzahl der Mitglieder zwischen 3 und 630, durchschnittlich 109 Daten Pinzgau Daten – Interessentenbeitrag 20,5 – 28% der Projektkosten – Beitrag je WG-Mitglied € 2.500 – 7.000 – 2014 wurden isgesamt € 5,5 Mio. an Interessentenbeiträgen geleistet (inkl. WV) --- 9 --- 12. Juni 2018 Beispiel Obere Salzach, Gemeinde Wald i. P. Abgrenzung des „Inudationsgebietes“ 1926 --- 10 --- 12. Juni 2018 Überlagerung mit dem aktuellen Gefahrenzonenplan --- 11 --- 12. Juni 2018 Oberste Salzach, Gemeinde Wald i. P. Hochwasser 31.7.2014 --- 12 --- 12. Juni 2018 Oberste Salzach, Gemeinde Wald i. P. Hochwasser 31.7.2014 --- 13 --- 12. Juni 2018 GRUNDSÄTZE Solidarische Naturgefahrenvorsorge Risikobasierte Lastenverteilung Eigenvorsorge Selbstverwaltungscharakter / autonome Entscheidungsfindung Prinzip der Freiwilligkeit bei der Gründung einer WG Satzungsautonomie Solidarische Aufbringung finanzieller Mittel WG-Mitgliedschaft als „Grundlast“ Demokratische Entscheidungsfindung Schlichtung von Streitigkeiten --- 14 --- 12. Juni 2018 RECHTLICHE GRUNDLAGEN Wasserrechtsgesetz 1959 – WRG 1959 BGBl. Nr. 215/1959 Neunter Abschnitt „Von den Wassergenossenschaften“ §§ 73 – 86 Wassergenossenschaftswesen Zuständige Behörde ist i. d. R. die Bezirksverwaltungsbehörde Juristische Person öffentlichen Rechts --- 15 --- 12. Juni 2018 ARTEN VON GENOSSENSCHAFTEN Freiwillige Wassergenossenschaft Anerkennung einer freien Vereinbarung Wassergenossenschaft mit Beitrittszwang Anerkennung eines Mehrheitsbeschlusses und Beiziehung der widerstrebenden Minderheit Zwangsgenossenschaft (LH zuständig) Wenn im öffentlichen Interesse dringend geboten --- 16 --- 12. Juni 2018 ZWECK DER WASSERGENOSSENSCHAFTEN Realisierung und Finanzierung von Schutz- und Regulierungswerken Interessent als Leistungsempfängerin für Subventionen aus Mitteln des Katastrophenfonds des Bundes Überwachung und Instandhaltung Vertretung gemeinschaftlicher Interessen nach Außen Antragstellung an die Wasserrechtsbehörde Trägerin von Wasserrechten Bereitstellung von Liegenschaften für Schutzmaßnahmen (Eigentumsübergang oder Dienstbarkeit) --- 17 --- 12. Juni 2018 AUFBAU DER WASSERGENOSSENSCHAFTEN Struktur ist gesetzlich vorgegeben Genossenschaftsorgane – Mitgliederversammlung – Ausschuss oder die Geschäftsführung – Obmann und dessen Stellvertreter Satzungen enthalten Regelungen – Zweck, Recht und Pflichten der Mtglieder – Genossenschaftsgebiet – Kriterien der Mitgliedschaft – Stimmrecht / Gewichtung – Maßstab für die Aufteilung der Kosten – Regelung für Schlichtung bei Streitigkeiten --- 18 --- 12. Juni 2018 AUFGABEN DER ORGANE Mitgliederversammlung – Beschlussfassung über Satzungsänderungen – Wahl des Ausschusses – Erstellung von Voranschlägen / laufende Gebarung Ausschuss – Leitung und Besorgung der Genossenschaftsangelegenheiten Obmann – Vertritt die WG nach Außen i.d.R. werden alle Ämter ehrenamtlich ausgeführt; z. T. Entschädigungsleistungen für besondere Dienste --- 19 --- 12. Juni 2018 MITGLIEDSCHAFT BEI WASSERGENOSSENSCHAFTEN Betroffene Eigentümer betroffener Liegenschaften oder Halter gefährdeter Anlagen bzw. durch Schutzmaßnahmen begünstigt Lastenverteilungsregel Beitragsleistung nach dem Verhältnis des erlangten Vorteils oder dem Grad des abgewendeten Nachteils Einbeziehung der widerstrebenden Minderheit – WG mit Beitrittszwang – § 86 WRG: Beitragsleistung von Nichtmitgliedern --- 20 --- 12. Juni 2018 --- 21 --- 12. Juni 2018 ERMITTLUNG EINES AUFTEILUNGSSCHLÜSSELS Operatsgebiet WG Honalgraben --- 22 --- 12. Juni 2018 Obersulzbach, Gemeinde Neukirchen Hochwasser 25. August 1987 --- 23 --- 12. Juni 2018 Numerische Hochwassersimulation --- 24 --- 12. Juni 2018 Ausmaß der Gefährdung Wert der Liegenschaft Einstufung in der Genossenschaft --- 25 --- 12. Juni 2018 VERGLEICHSWERTVERFAHREN - BEISPIELE --- 26 --- 12. Juni 2018 --- 27 --- 12. Juni 2018 Sonderfall Bewertung Infrastruktur --- 28 --- 12. Juni 2018 AUFGABEN DER BEZIRKSVERWALTUNGSBEHÖRDE Anerkennung der Gründung einer Wassergenossenschaft Voraussetzung gesetzmäßige Satzung und ordnungsgemäße Beschlussfassung Genehmigung der Änderung von Satzungen Genehmigung von Änderungen des Schlüssels für die Aufteilung der Kosten Ausspruch über die Auflösung einer Wassergenossenschaft Entscheidung über Streitigkeiten aus dem Genossenschaftsverhältnis Behandlung von Anträgen auf Einbeziehung oder Ausscheiden von Liegenschaften Aufsichtsbehörde --- 29 --- 12. Juni 2018 WIE ENTSTEHT EINE FREIWILLIGE WG? Definition der Problemstellung / Erkennen des Handlungsbedarfs Gründung eine Proponentenkomitees / Eröffnung des Dialogs Abstimmung mit Fachdienststellen und Behörden: – Erstellung eines Schutzkonzeptes durch die WLV – Vorabstimmung der Förderwürdigkeit gem. WBFG – Erstellung Einschätzungsoperat / Risikobewertung – Beratung in rechtlichen Fragestellungen - z. B. Mustersatzung – Unterstützung durch die Gemeinden (Infrastruktur, Bewertungsdaten, etc.) – Starthilfe durch Förderung im Rahmen der „Ländlichen Entwicklung“ --- 30 --- 12. Juni 2018 Österreichischen Programm für Ländliche Entwicklung 2014-2020 Zuschuss bis zu 90% zu anrechenbaren Kosten --- 31 --- 12. Juni 2018 ÜBERZEUGUNGSARBEIT IST ANGESAGT! Überzeugung der Betroffenen zur freiwilligen Gründung Sachliche Informationsarbeit – Informationsveranstaltungen in der Gemeinde – Sprechtage – Individuelle Betreuung der „Problemfälle“ Qualifizierte, überzeugte Mehrheit beschließt freiwillig die Satzungen und wählt die Organe Protokoll und Satzungen werden an die BH mit Antrag auf rechtliche Anerkennung übermittelt --- 32 --- 12. Juni 2018 --- 33 --- 12. Juni 2018 NACHTEILE MODELL WASSERGENOSSENSCHAFT Hoher organisatorischer und wirtschaftlicher Aufwand in der Gründungsphase Schwierige Überzeugungsarbeit bei fehlender regionaler Tradition des Modells „Wassergenossenschaft“ Abseits der „heißen Phase“ nach einem Ereignis oft langwierige Umsetzungsphasen Schwierigkeit, geeignete Proponenten und Organe zu finden Angewiesen auf institutionelle Unterstützung, da eigene Expertise idR. Fehlt Behördlicher Bürokratismus hemmt rasche Umsetzung --- 34 --- 12. Juni 2018 VORTEILE MODELL WASSERGENOSSENSCHAFT Hohe Identifizierung mit Schutzprojekten und damit verbundenen Aufgaben Breite Zustimmung im WR Bewilligungsverfahren von Schutzprojekten Gute Kenntnis der Anlagen Hohe Bereitschaft zur Eigenverantwortung Dingliche Bindung garantiert dauerhafte Erhaltung / Räumung, etc. Entlastung öffentlicher Haushalte Bonus in der öffentlichen Förderung --- 35 --- 12. Juni 2018 Obersulzbach, Gemeinde Neukirchen Hochwasser 31. Juli 2014 Hochwasser 31. Juli 2014 Gewittrige Starkniederschläge 86 mm in 24 Stunden (Station Kürsingerhütte) Regen in allen Höhen 148 m³/s Abflussspitze ~ 300.000 m³ Geschiebe & Wildholz --- 36 --- 12. Juni 2018 Obersulzbach, Gemeinde Neukirchen Fertigstellung Talsperre 2017 --- 37 --- 12. Juni 2018 Wassergenossenschaftstag Pinzgau 2017, Zell am See --- 38 --- 12. Juni 2018 Obmann der WG Trattenbach, Gemeinde Wald --- 39 --- 12. Juni 2018 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! --- 40 --- 12. Juni 2018.

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