Roderich Kiesewetter MdB Platz der Republik 11011 Berlin Telefon 030 227-77594 Telefax 030 227-76594 [email protected] Internet: www.roderich-kiesewetter.de Wahlkreisbüro: Wellandstraße 58 73434 Aalen Telefon 07361 5249 201 Telefax 07361 5249 202 [email protected] Kiesewetter kompakt 10/2012 Gemeinsamer Wille zum Gelingen der Energiewende / Persönliche Notizen "Wir wollen den Erfolg, jeder in seiner Verantwortung." energiepolitischen Fragen an. Darin einbezogen Der erfolgreiche Einstieg in die Energiewende werden ebenso Gesellschaft, Energieunterneh- bleibt untrennbar mit dem Namen des bisheri- men und Kommunen. Schon im Juni wird die gen Bundesumweltministers Norbert Röttgen Bundeskanzlerin erneut mit den Ministerpräsi- verbunden. Unter seiner Verantwortung konnte denten über die Energiepolitik sprechen. Thema der Anteil der erneuerbaren Energien an der wird dann der erste Entwurf des Netzentwick- Stromerzeugung auf über ein Fünftel gesteigert lungsplans sein. Diesen werden die Übertra- werden. Daran gilt es nun anzuknüpfen. In die- gungsnetzbetreiber in der kommenden Woche ser Woche wurden in diesem Sinne entschei- in der Bundesnetzagentur übergeben. Dabei dende Schritte auf dem Weg zur Energieversor- geht es um die Netze, die in den nächsten zehn gung der Zukunft gegangen. Am Dienstag, dem Jahren zu bauen sind. 22. Mai, wurde Peter Altmaier auf Vorschlag der Bundeskanzlerin durch den Bundespräsidenten Bis Ende des Jahres wollen Bund und Länder Joachim Gauck zum Bundesumweltminister er- sich zu diesem wichtigen Thema der Energie- nannt. wende abstimmen. Bei dem Gespräch wurden neben der Festlegung des generellen Verfahrens Bereits einen Tag nach der Ernennung Peter auch konkrete Aufträge erteilt. Der verabredete Altmaiers zum Bundesumweltminister lud die Plan "Energieversorgung muss sicher, umwelt- Bundeskanzlerin Angela Merkel die zuständigen freundlich und bezahlbar sein für die Menschen Bundesminister sowie die Regierungschefs der in Deutschland" bleibe dabei unverändert, be- Bundesländer zum Gespräch über das weitere tonte die Kanzlerin. Auf der Tagesordnung der Vorgehen in der Energiewende. Bundeskanzle- Runde stand eine breite Palette von Themen: rin Angela Merkel betonte nach dem dreistün- Zum Beispiel der Netzausbau, die Anbindung digen Treffen im Bundeskanzleramt, dass es von Offshore-Windparks und die Forschung zu zukünftig eine intensive Koordinierung der Speichertechnologien. Zudem ging es unter an- notwendigen Schritte geben werde. An oberster derem um eine bessere Verzahnung des Aus- Stelle werden das die Bundeskanzlerin und die baus der Erneuerbaren Energien mit der Mo- Ministerpräsidenten in halbjährlichen Ge- dernisierung der Stromnetze. Da die Produktion sprächsrunden übernehmen. Eingerahmt wird aus Wind und Sonne naturgemäß schwankt, der Prozess von einem intensiven Austausch müssen Kraftwerke bereitgestellt werden, die der Fachministerien auf Bundes- und Länder- im Bedarfsfall einspringen. Zur Frage, wie sol- ebene. Dabei streben Bund und Länder auch che so genannten Kapazitätsmärkte geschaffen eine stärkere europäische Zusammenarbeit in werden, wird der Bund einen Vorschlag ma- Freitag, 25. Mai 2012 10/2012 Seite 1 von 4 Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten chen. Außerdem verständigten sich Bund und ihre Haushalte konsolidieren oder ihre Ver- Länder darauf, für die im Bundesrat gestoppte schuldungspolitik weiterbetreiben. Befürworter Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes betrachten Euro-Bonds als Mittel, die Schulden- eine Arbeitsgruppe einzurichten. Das Gremium krise im Euro-Raum zu überwinden. Der stell- wird einen Ergebnisvorschlag erarbeiten. Das vertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Ziel ist, noch vor der Sommerpause zu einer Michael Meister erinnerte daran, dass die Väter Einigung im Vermittlungsverfahren zu kommen. der Währungsunion keine gemeinsame Haftung Zu dem Treffen im Bundeskanzleramt und zum vorgesehen hätten. Auch die Rechtslage in bisherigen Verhalten der Länder erklärt der Deutschland und Europa gebe das momentan Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU- nicht her. Meister machte deutlich, was Euro- Bundestagsfraktion, Thomas Bareiß: „Die Bun- Bonds in letzter Konsequenz bedeuten: Sie führ- desländer sind in der Pflicht, denn auch sie ha- ten zu höheren Zinsen in Deutschland, obwohl ben der Energiewende im vergangenen Sommer es an den Finanzmärkten eine hohe Bonität ge- zugestimmt. Jetzt blockieren sie aber entschei- nieße. In anderen Euro-Ländern, die auf Pump dende Projekte zum Gelingen der Energiewen- den Konsum anheizten, würden die Zinsen da- de, wie die steuerliche Förderung der Gebäude- gegen sinken. Dies könne man den deutschen sanierung und die Photovoltaiknovelle. Das er- Steuerzahlern nicht zumuten, betonte der stell- höht den Strompreis und verhindert mehr vertretende Fraktionsvorsitzende: „Dass wir die Energieeffizienz und Wachstum.“ sozialistischen Träumereien in anderen Län- dern bezahlen, das kann nicht sein.“ Unionsfraktion lehnt Euro-Bonds vehement ab Neuregelung der Organspende Im Rahmen einer von CDU/CSU und FDP bean- An diesem Freitag debattierte der Deutsche tragten Aktuellen Stunde zum Thema "Keine Bundestag abschließend zwei Gesetzentwürfe Vergemeinschaftung europäischer Schulden – zur Änderung des Transplantationsgesetzes. Eurobondspläne der SPD: Haftung für deutsche Zum einen den Regierungsentwurf, der die Steuerzahler?" erteilte der haushaltspolitische Rahmenbedingungen für Organspenden verbes- Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle, sern soll. Unter anderem sollen bessere organi- Forderungen der Opposition nach der Einfüh- satorische Abläufe dazu beitragen, die Zahl der rung von Euro-Bonds eine klare Absage: „Wir Spender zu steigern. Und zum anderen einen wollen keine Euro-Bonds." Er stellte klar, Euro- fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf, demzu- Bonds seien nichts anderes als ein Instrumenta- folge gesetzliche und private Krankenkassen rium, um sich günstig neu zu verschulden. Somit ihre Versicherten, die älter sind als 16 Jahre, erleichterten sie die Fortsetzung der Schulden- schriftlich auffordern sollen, freiwillig eine Ent- politik, die Europa in die Krise geführt hat. Die scheidung zur Organspende abzugeben. Ziel ist gemeinsamen Anleihen setzten keinerlei Spar- es, dass mehr Menschen in Deutschland ihre Anreize für hoch verschuldete Länder. Im Ge- Bereitschaft zur Organspende erklären. Hinter- genteil: Sogar Länder, die kurz vor der Insol- grund: In Deutschland warten pro Jahr mehr als venz stünden, bekämen wieder leichteren Zu- 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, davon gang zum Finanzmarkt. „So bekämen wir neue 8.000 auf eine Niere. Die moderne Medizin kann Wachstumsprogramme auf Pump“, warnte die Lebenserwartung und die Lebensqualität Barthle. Hintergrund: Vor allem der neue fran- von Patienten mit schweren Erkrankungen von zösische Präsident François Hollande hat die Organen deutlich verbessern. Ohne Organe, die gemeinsamen Anleihen sowie Wachstumspro- von Spendern zur Verfügung gestellt werden, gramme in jüngster Zeit wieder auf die europäi- erreicht sie jedoch früher ihre Grenzen – statis- sche Agenda gesetzt. Mit Euro-Bonds könnten tisch gesehen sterben täglich drei auf ein Spen- die Euro-Staaten gemeinsame Anleihen am Ka- derorgan Wartende, da das Angebot an trans- pitalmarkt aufnehmen und würden dafür ge- plantationsfähigen Organen zu gering ist. Die samtschuldnerisch haften. Alle Staaten der Entscheidung über eine Organspende ist eine Währungsunion würden so Geld zum selben sehr persönliche Angelegenheit eines jeden ein- Zinssatz bekommen, unabhängig davon, ob sie zelnen Bürgers. Im Gesetz zur Regelung der Freitag, 25. Mai 2012 10/2012 Seite 2 von 4 Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten Kurznachrichten Entscheidungslösung im Transplantationsge- Persönliche Notizen setz geht es daher um Organspende und nicht um eine „Organbereitstellungspflicht“. Es wird 1.Wahlkreis und Land niemand gezwungen, sich zu entscheiden und Am 12. Mai hatten wir in Schwabsberg von der einen Spenderausweis auszufüllen. Es wird CDU-Ostalb einen wegweisenden Arbeitspartei- vielmehr jeder Bürger in die Lage versetzt und tag, bei dem unsere Mitglieder wertvolle Impul- aufgefordert, sich zu Lebzeiten mit der Frage se zur Neuausrichtung der CDU gegeben haben. seiner Spendenbereitschaft ernsthaft zu befas- Abends nahm ich in Ballmertshofen beim Neu- sen. Jeder wird gebeten, sich zu äußern – ange- mitgliedertreffen der CDU Heidenheim teil. Am sichts der Tatsache, dass eine derartige Ent- 14. Mai besuchte ich im Aalener Wirtschafts- scheidung Leben retten kann, erscheint diese zentrum und in Essingen zwei IT-Firmen, um Bitte gering. Neben der Einführung dieser soge- mir ein Bild von der neuesten Technik zu ma- nannten Entscheidungslösung wird die Mög- chen, aber auch um die Betreuung von Kinder- lichkeit geschaffen, die Bereitschaft zur Organ- gartenkindern durch eine dieser Firmen anzu- spende künftig freiwillig auf der Gesundheits- schauen. Ziel dieses berufsbegleitenden Enga- karte dokumentieren zu lassen. gements ist es, die Kinder spielerisch an mo- derne Technik heranzuführen. Anschließend KFOR-Einsatz verlängert fuhr ich nach Ellwangen ins Hariolf-Gymnasium, um mit Schulklassen über aktuelle Politik, ins- In namentlicher Abstimmung haben an diesem besondere über den Kosovo, zu diskutieren. Freitag die Abgeordneten auf Antrag der Bun- Nachmittags ging es dann weiter zur Senioren desregierung die deutsche Beteiligung an der Union Oberkochen.
Details
-
File Typepdf
-
Upload Time-
-
Content LanguagesEnglish
-
Upload UserAnonymous/Not logged-in
-
File Pages4 Page
-
File Size-