Bergundsteigen 2/05 30 Bewertungssysteme Für Klassische

Total Page:16

File Type:pdf, Size:1020Kb

Load more

Hochtouren. Die alpintechnischen Schwierigkeiten sind in erheblichem Maße von den Verhältnissen abhängig. Dies muss im Bewertungsschema berücksichtigt werden. Bewertungssysteme für klassische Bergsportarten von Ueli Mosimann Gemessen an den abendfüllenden Diskussionen um die "richtige" Klassifikation einer Kletterroute werden Bewertungen bei anderen Bergsportarten wenig beachtet. Doch auch hier wurden und werden Skalen definiert mit dem Ziel, die Schwierigkeitsangaben in den Führerwerken zu standardisieren, um damit dem Bergsteiger eine griffige Planungshilfe in die Hand zu geben. In diesem Beitrag soll diese Entwicklung anhand einiger Bewertungssysteme für klassische Bergsportarten näher vorgestellt werden. bergundsteigen 2/05 30 Typen und Charakteristik Schwierigkeit einer Tour auf- oder abzuwerten. Dies ist der Transparenz eines Schemas abträglich: Es ist nicht einzusehen, Wie soll oder kann man beim Berg- und Alpinwandern, bei den weshalb ein alpintechnisch trivialer Weg durch ein langes Tal Hochtouren und beim Tourenskilauf Schwierigkeitsgrade defi- plötzlich schwieriger sein soll, nur weil die Länge dieser Tour nieren? Hier einen allgemein gültigen Konsens zu finden, ist - eine gewisse Stundenzahl überschreitet. im Vergleich zum reinen Felsklettern - noch wesentlich kompli- Nach wie vor unzureichend gelöst ist die Frage, wie man die zierter und vielschichtiger. Einerseits ist die bewegungstechni- Ernsthaftigkeit einer Route beschreiben und darstellen kann. sche Geschicklichkeit schwieriger zu definieren und zu verglei- Hierzu gibt es verschiedene Ansätze und Methoden (siehe im chen als beim Klettern. Andererseits haben auch die witterungs- Beitrag von Koen Hauchecorne). Diese "Ernsthaftigkeitsbewer- bedingten Verhältnisse einen erheblichen Einfluss auf die tungen" haben praktisch nur lokale Bedeutungen und sind Begehbarkeit des Geländes: So kann zum Beispiel eine Hochtour untereinander kaum vergleichbar. Dies dürfte auch damit - je nach Ausaperung - verhältnismäßig einfach oder aber deut- zusammenhängen, dass sich bereits der Begriff "Ernsthaftigkeit" lich anspruchsvoller sein. Auch auf Skitouren hat der variable kaum auf einen einfachen Nenner bringen lässt. Geländezustand einen hohen Einfluss auf die alpintechnischen Anforderungen: Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man über Die Frage der Darstellung einen Steilhang bei griffiger Schneeoberfläche oder bei beinhart gefrorener Schneedecke aufsteigt oder abfährt. Der Trend, keine langen Texte mehr zu schreiben (und lesen zu Praktisch alle Ansätze und Lösungen, dieses facettenreiche wollen), sondern die wesentlichen Aussagen in Grafiken und Spektrum in Schwierigkeits- oder Anforderungsskalen zu ver- Piktogrammen zu verdichten, hat auch in der Führerliteratur dichten, unterscheiden sich in zwei Hauptgruppen: längst Einzug gehalten. Diese Visualisierung hat eine ganze 1. Man definiert die alpintechnischen Fähigkeiten, die erforder- Bergwandern. Besonders im Bereich des anspruchvollen Alpin- lich sind, um eine Route zu bewältigen. wanderns sind sehr viele Elemente zu berücksichtigen. 2. Die Beschaffenheit und Topografie des Geländes dienen als Führerwerken und verantwortlich für die Bergunfallstatistik der Schweiz. Basis für das Bewertungsschema. Vertreter der ersten Gruppe sind vor allem ältere Skalen für Ski- touren und Bergwandern. So zum Beispiel die Blachère Skitou- renskala, die noch heute im französischsprachigen Raum stark verbreitet ist. Bezeichn. Aussage SM skieur moyen (mittlerer Skifahrer) Dipl. Ing (FH) Ueli Mosimann, 55, ist staatl. geprüfter Berg- und Schiführer, Ausbilder Autor von BS bon skieur (guter Skifahrer) TBS très bon skieur (sehr guter Skifahrer) Reihe von Vorteilen. Am augenfälligsten zeigt sich dies bei den BSA bon skieur alpiniste (guter Skifahrer hochalpin) Topos in Kletterführern. Im Vergleich zu früheren Schilderungen, TBSA très bon skieur alpinste (sehr guter Skif. hochalpin) in denen wortreich Seillänge um Seillänge beschrieben wurde und die Begeher einer Route häufig vor dem Rätsel standen, Neuere Skalen basieren meist auf der zweiten Gruppe. Ein typi- welches nun wohl die "seichte Verschneidung links der Kante, scher Vertreter dafür ist das im Beitrag von Koen Hauchecorne die man rechts an ihrer Begrenzung erklettert", sein könnte, ist erwähnte "Europäische Alpine System" für die Bewertung von man mit einem Topo wesentlich besser bedient. Hochtouren, auf das etwas später noch detaillierter eingegan- Immer häufiger werden auch Piktogramme eingesetzt, um die gen wird. Bei verschiedenen Skalen werden auch Mischformen wesentlichen Aussagen über den Zeitbedarf, das Material und verwendet. So etwa bei der Bewertung von Bergwanderungen, die Absicherung kurz und prägnant aufzuzeigen. wo Attribute wie "Trittsicherheit" oder "Schwindelfreiheit" mit Diese stossen aber im alpinen Gelände sehr rasch an Grenzen: berücksichtigt werden. Manchmal werden auch zusätzliche Kri- Dass man eine bestimmte Stelle unbedingt vor Tagesanbruch terien einbezogen, um die Schwierigkeitsbewertung nach oben erreichen sollte, ein Pfad bei hohem Vegetationsstand im Som- oder unten zu korrigieren. Zum Beispiel wird in einigen Führer- mer kaum erkennbar ist oder dass ein Bergschrund nach starker werken die Länge der Tour als Parameter dafür verwendet, die Ausaperung ein unüberwindbares Hindernis werden kann; solche kleinen, aber oft sehr wesentlichen Nuancen sind mit grafischen Skitouren. Aufstieg, ein allfälliger Teil zu Fuss und die Abfahrt Mitteln kaum vernünftig vermittelbar. müssen bei einer Gesamtbewertung mit einbezogen werden. Keine Es ist wie bei den Wetterlageberichten: Auch hier wird man sich leichte Aufgabe - Verhältnisse können sehr unterschiedlich sein. vor einem langen und anspruchsvollen Wanddurchstieg kaum nur darauf verlassen, mit wie viel Sonne und grau eingefärbten Wölklein die Tageszeitung in ihrer Meteoecke das Wetter ankündigt. So wird die Führerliteratur auch in Zukunft kaum darum herumkommen, die Sprache einzusetzen, um alle not- wendigen Informationen zu vermitteln. Wie werden nun diese Anforderungen umgesetzt? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit ein Blick auf einige der gängigen Bewertungssysteme bei klassischen Bergsportarten: bergundsteigen 2/05 31 Hochtourensskala in der Schweiz (SAC) UIAA Beispiele Bewertung Fels (nur Fels) Firn und Gletscher (aus den Berner Alpen) L In der Regel einfaches Gehge- I - II Einfache Firnhänge, kaum Wildhorn Normalroute, Über- (Leicht) lände ( Geröll, einfache Block- Spalten. schreitung Petersgrat, Äbeni grate). Allfällige Kletterstellen Fluh Normalroute. sind kurz und problemlos. WS Meistens noch Gehgelände, II - III Mehrheitlich wenig steile Balmhorn Normalroute, Dol- (Wenig schwierig) jedoch erhöhte Trittsicherheit. Hänge, steilere Passagen sind denhorn Normalroute. Kletterstellen sind übersichtlich kurz. Wenig Spalten. und nur wenig exponiert. ZS Es muss wiederholt gesichert wer- III - IV Steilere Hänge, gelegentlich Wildhorn Germannrippe, Nor- (Ziemlich schwierig) den. Guter Routensinn und effi- bereits Standplatzsicherung malrouten von Bietschhorn und ziente Seilhandhabung erforder- notwendig. Viele Spalten. Schreckhorn. lich. Bereits recht lange und expo- nierte Kletterstellen vorhanden. S Guter Routensinn und effiziente IV - V Sehr steile Hänge, zumeist Blüemlisalphorn N-Wand, Eiger (Schwierig) Seilhandhabung. Die Kletterstel- Standplatzsicherung erforder- Mittellegigrat, Schreckhorn- len sind lang und erfordern lich. Zerrissene Gletscher. Lauteraarhorn Traversierung. häufig Standplatzsicherung. SS In den schwierigen Abschnitten V - VI Anhaltendes Steilgelände, Doldenhorn Ostgrat, Lauter- (Sehr schwierig) durchgehende Standplatzsiche- durchgehende Standplatz- brunnen Breithorn Chervetrip- rung erforderlich. Wandrouten sicherung. pe, Schreckhorn S-Pfeiler. oder grosse Gratrouten mit sehr anspruchsvollen und anhaltenden Kletterpassagen. AS Wanddurchstiege, welche sehr VI - VII Sehr steile und senkrechte Klassische Eiger Nordwand (Äußerst schwierig) großes Engagement erfordern. Stellen erfordern Eiskletterei. (Heckmair). EX Wanddurchstiege, die grösstes Ab VII Extremstes Eis- oder Wetterhorn Nordwand (Extrem schwierig) Engagement erfordern. und höher Mixed-Gelände. (Trikolore). Hochtourenskalen Dankbar hat man deshalb praktisch im ganzen europäischen h In diesem Bereich entstanden bereits während der Pio- Alpenraum die Welzenbachskala übernommen, mittels derer nierzeit die ersten Routenbeschreibungen. Dazu dien- zumindest die felstechnischen Schwierigkeiten recht präzise ten vor allem die Erstbegeherberichte, aufgrund derer man sich klassifiziert werden konnten. Im hochalpinen Gelände sind es über den Routenverlauf und die alpintechnischen Anforderun- aber nur selten allein die klettertechnischen Schwierigkeiten, die gen orientieren konnte. Solche Beschreibungen und Einschät- eine Tour prägen: Gletscherzustand, Neigung von Firn- oder Eis- zungen waren häufig sehr originell, darüber hinaus aber aus- hängen, Felsqualität und Routenverlauf sind - vor allem im klas- schliesslich von der subjektiven Wahrnehmung der Verfasser sischen Tourenbereich - die entscheidenden Faktoren, welche abhängig. die alpintechnischen Anforderungen beeinflussen. Vor allem in Frankreich und in der Schweiz hat sich deshalb das bereits Durch die Nordostwand genannte "Europäische alpine System" durchgesetzt. Dieses (des Tschingellochtighorns, Berner Alpen. Auszug aus dem Hoch- orientiert sich an dem aus der Welzenbachskala entstandenen gebirgsführer durch die Berner Alpen, Band 2): UIAA Bewertungsschema und klassifiziert das Gelände
Recommended publications
  • Managementstrategie Für Das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn

    Managementstrategie Für Das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn

    Managementstrategie für das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn Naters und Interlaken, 1. Dezember 2005 07_Managementstrategie_D_Titelse1 1 15.1.2008 11:11:27 Uhr Zitierung Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, 2005: Managementplan für das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn; Naters und Interlaken, Schweiz: Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Autoren Wiesmann, Urs; Wallner, Astrid; Liechti, Karina; Aerni, Isabel: CDE (Centre for Development and Environment), Geographisches Institut, Universität Bern Schüpbach, Ursula; Ruppen, Beat: Managementzentrum UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, Naters und Interlaken Kartenredaktion Hiller, Rebecca und Berger, Catherine; CDE (Centre for Development and Environment), Geographisches Institut, Universität Bern in Zusammenarbeit mit der Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, Naters und Interlaken Kontaktadressen Trägerschaft und Managementzentrum UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn Postfach 444 CH-3904 Naters und Jungfraustrasse 38 CH-3800 Interlaken [email protected]; www.welterbe.ch © Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn, Naters, Schweiz Alle Rechte vorbehalten Titelfotos Trägerschaft UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn (2005) Albrecht (1999); Ehrenbold (2001); Andenmatten (1995); Jungfraubahnen Kein Gebilde der Natur, das ich jemals sah, ist vergleichbar mit der
  • 13 Protection: a Means for Sustainable Development? The

    13 Protection: a Means for Sustainable Development? The

    13 Protection: A Means for Sustainable Development? The Case of the Jungfrau- Aletsch-Bietschhorn World Heritage Site in Switzerland Astrid Wallner1, Stephan Rist2, Karina Liechti3, Urs Wiesmann4 Abstract The Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn World Heritage Site (WHS) comprises main- ly natural high-mountain landscapes. The High Alps and impressive natu- ral landscapes are not the only feature making the region so attractive; its uniqueness also lies in the adjoining landscapes shaped by centuries of tra- ditional agricultural use. Given the dramatic changes in the agricultural sec- tor, the risk faced by cultural landscapes in the World Heritage Region is pos- sibly greater than that faced by the natural landscape inside the perimeter of the WHS. Inclusion on the World Heritage List was therefore an opportunity to contribute not only to the preservation of the ‘natural’ WHS: the protected part of the natural landscape is understood as the centrepiece of a strategy | downloaded: 1.10.2021 to enhance sustainable development in the entire region, including cultural landscapes. Maintaining the right balance between preservation of the WHS and promotion of sustainable regional development constitutes a key chal- lenge for management of the WHS. Local actors were heavily involved in the planning process in which the goals and objectives of the WHS were defined. This participatory process allowed examination of ongoing prob- lems and current opportunities, even though present ecological standards were a ‘non-negotiable’ feature. Therefore the basic patterns of valuation of the landscape by the different actors could not be modified. Nevertheless, the process made it possible to jointly define the present situation and thus create a basis for legitimising future action.
  • Aletsch 5 4 7 8 10 99 14 15 16 17 3  2 6

    Aletsch 5 4 7 8 10 99 14 15 16 17 3  2 6

    Luftbilder der Schweiz UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau - Aletsch 5 4 7 8 10 99 14 15 16 17 3 2 6 18 13 1 12 11 © Schweizer© Schweizer Luftwaffe, Luftwaffe 2010 1 Bildkoordinaten 647'570/143'290 2 Olmenhorn (3314 m) 3 kleines Dreieckshorn (3639 m) 4 Geisshorn (3740 m) 5 Aletschhorn (4193 m) 6 Mittelaletschbiwak SAC (3013 m) 7 Jungfrau (4158 m) 8 Mönch (4107 m) 9 Eiger (3970 m) 10 Trugberg (3933 m) 11 Station Bettmergrat (2647 m) 12 Bettmergrat 13 Märjelensee 14 Chamm (3866 m) 15 Fiescher Gabelhorn (3876 m) 16 Schönbühlhorn (3854 m) 17 Grosses Wannenhorn (3905 m) 18 Grosser Aletschgletscher In historischer Aufnahme aus dem Jahr 1921 © Schweizer Luftwaffe, 12. Juli 1921 © PHBern © Schweizer Luftwaffe Aletschgletscher Seite 1 Luftbilder der Schweiz Das UNESCO Weltnaturerbe Jungfrau - Aletsch Abbildung entnommen aus: «Welt der Alpen - Erbe der Welt», Haupt Verlag Bern, 2007 © PHBern © Schweizer Luftwaffe Aletschgletscher Seite 2 Luftbilder der Schweiz ungefähre Aufnahmerichtung des Luftbildes 11 Schweiz. Landeskarte 1 : 100'000, Blatt 42, Oberwallis © 2011 swisstopo (BA110304) Aufnahme in die Welterbeliste Für die Aufnahme als Welterbe in die Welterbeliste gelten für Naturgüter gemäss den «Operational Guidlines for the Implementation of the World Heritage Convention» vier Kriterien, wovon mindestens eines erfüllt sein muss. Gemäss IUCN (The World Conversation Union) erfüllt das Gebiet Schweizer Alpen Jungfrau- Aletsch drei der vier Kriterien wie folgt (Küttel, 1998, IUCN, 2001): Kriterium (i): Das Gebiet Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch ist ein eindrückliches Beispiel der alpinen Gebirgsbildung und der damit verbundenen vielfältigen geologischen und geomorphologischen Formen. Das am dichtesten vergletscherte Gebiet der Alpen enthält mit dem Grossen Aletschgletscher den grössten Gletscher im westlichen Alpenraum.
  • BLN 1706/1507 Berner Hochalpen Und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (Südlicher Teil)

    BLN 1706/1507 Berner Hochalpen Und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (Südlicher Teil)

    Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung BLN BLN 1706/1507 Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (südlicher Teil) Kantone Gemeinden Fläche Wallis Ausserberg, Baltschieder, Bellwald, Bettmeralp, Bitsch, Blatten, Blitzingen, 47 320 ha Eggerberg, Ferden, Fieschertal, Grafschaft, Kippel, Münster-Geschinen, Naters, Niedergesteln, Raron, Reckingen-Gluringen, Riederalp, Steg- Hohtenn, Wiler (Lötschen) Bern Grindelwald, Guttannen, Lauterbrunnen 1 BLN 1706/1507 Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (südlicher Teil) Die Wahrzeichen der Berner Hochalpen: Eiger, Mönch BLN 1706/1507 Berner Hochalpen und Aletsch- und Jungfrau Bietschhorn-Gebiet Aletschgletscher, Blick vom Jungfraujoch Lötschental, Blick von der Anenhütte talabwärts Sefinental mit Jungfrau Ausschmelzmoräne Blüemlisalpgletscher 2 BLN 1706/1507 Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (südlicher Teil) 1 Begründung der nationalen Bedeutung für den gesamten Raum 1.1 In weiten Teilen unberührte und unerschlossene Hochgebirgslandschaft 1.2 Eiger, Mönch und Jungfrau: eine der weltweit bekanntesten Gipfelgruppen 1.3 Grösste zusammenhängende Eisfläche der Alpen mit dem Grossen Aletschgletscher als längstem und ausgedehntestem Gletscher der Alpen 1.4 Vielfältiger geologischer und geomorphologischer Formenschatz: Zeugnis der alpinen Gebirgsbildung und der eiszeitlichen Vergletscherung 1.5 Besondere glaziologische Erscheinungen an der Grimsel mit Rundhöckern, versumpften Mulden, Schliffgrenzen und Rückzugsstadien 1.6 Eindrückliche dynamische
  • Automatic Photo-To-Terrain Alignment for the Annotation of Mountain Pictures

    Automatic Photo-To-Terrain Alignment for the Annotation of Mountain Pictures

    Automatic Photo-to-Terrain Alignment for the Annotation of Mountain Pictures Lionel Baboud∗⋆ Martin Cadˇ ´ık⋆ Elmar Eisemann†† Hans-Peter Seidel⋆ ⋆Max-Planck Institute Informatik, †Telecom ParisTech/CNRS-LTCI Pikes Peak Almagre Mountain Cameron Cone Sachett Mountain 4303.5 m, 21 km 3776.5 m, 20 km 3839 m, 20 km Devils Playground 3776.5 m, 20 km 3264.5 m, 14 km 3983 m, 23 km Sheep Mountain 2989.5 m, 15 km Mt. Manitou 2989.5 m, 15 km 2880.5 m, 13 km Crystal BM 3200.5 m, 19 km Abstract 1. Introduction The internet offers a wealth of audio-visual content We present a system for the annotation and augmen- and communities such as Flickr and YouTube make large tation of mountain photographs. The key issue resides amounts of photos and videos publicly available. In many in the registration of a given photograph with a 3D geo- cases, an observer might wonder what elements are visible referenced terrain model. Typical outdoor images contain on a certain shot or movie. Especially for natural scenes, little structural information, particularly mountain scenes the answer to this question can be difficult because only whose aspect changes drastically across seasons and vary- few landmarks might be easily recognizable by non experts. ing weather conditions. Existing approaches usually fail on While the information about the camera position is (at least such difficult scenarios. To avoid the burden of manual reg- roughly) known in many cases (photographer’s knowledge istration, we propose a novel automatic technique. Given or camera GPS), the camera orientation is usually unknown only a viewpoint and FOV estimates, the technique is able to (digital compasses have poor accuracy).
  • Leseprobe BE3.Pdf

    Leseprobe BE3.Pdf

    Impressum Impressum Titelbild Blick vom Galletgrat (Doldenhorn) zum Berner Alpen-Gipfelmeer, Juli 2013 Seite 1 Vielfalt der Berner Alpen am Doldenhorn: Blumen, Kalkfelsen und Gletscher. Seite 3 Morgensonne am Trugberg-NW-Grat, © F. Schwager (Foto: Juli 2014) Fotos Sofern nicht anders vermerkt aus dem Archiv der Autoren Topos / Layout Daniel Silbernagel, Basel Lektorat / Übersetzungen Gaby Funk, freie Journalistin, Autorin, Oy-Mittelberg, Deutschland Fachlektorat Tobias Erzberger, Basel Kartenrechte Reproduziert mit Bewilligung von swisstopo (BM120149) Druck Vetter Druck AG, Thun, COC-Zertifikat SQS-COC-100180 3. komplett überarbeitete, erweiterte Ausgabe, Sommer 2016 ISBN 978-3-9524009-0-6 Autoren das buch zum berg Daniel Silbernagel, Basel, Schweiz, [email protected] Stefan Wullschleger, Allschwil, Schweiz, [email protected] © topo.verlag www.topoverlag.ch das buch zum berg [email protected] PERFORMANCE neutral Drucksache No. 01-15-464073 – www.myclimate.org © myclimate – The Climate Protection Partnership Anregungen und Korrekturen Die Angaben in diesem Führer wurden mit grösstmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen der Autoren zusammengestellt. Die Begehung der vorgeschlagenen Routen und Touren erfolgt auf eigene Gefahr. Die Schwierigkeiten hängen stark von den Verhältnissen ab. Hinweise auf Fehler und Ergänzungen nehmen die Autoren dankbar entgegen. 2 Hochtouren Topoführer – Berner Alpen – 3. Auflage 2016 Inhaltsverzeichnis / table of contents / Index Inhaltsverzeichnis table of contents / Index Einleitung Seite
  • Critical Issues in Managing Protected Areas by Multi-Stakeholder Participation – Analysis of a Process in the Swiss Alps

    Critical Issues in Managing Protected Areas by Multi-Stakeholder Participation – Analysis of a Process in the Swiss Alps

    Research eco.mont - Volume 1, Number 1, June 2009 ISSN 2073-106X print version 45 ISSN 2073-1558 online version: http://epub.oeaw.ac.at/eco.mont Critical Issues in Managing Protected Areas by Multi-Stakeholder Participation – Analysis of a Process in the Swiss Alps Astrid Wallner & Urs Wiesmann Keywords: protected areas, participation, integrated management, Switzerland, World Heritage Site Abstract Profile There is common agreement in discourses on nature protection that it can only Protected area succeed if local participation in conservation measures is granted. In the region of the UNESCO World Heritage Site Swiss Alps Jungfrau-Aletsch a multi-stakeholder UNESCO World Heritage Site participatory process was initiated to negotiate concrete objectives for the World Heritage Site Jungfrau-Aletsch. In this way persistent conflicting expectations should Swiss Alps Jungfrau-Aletsch be overcome and ownership and common responsibility for the region enhanced. In this paper we critically reflect this multi-stakeholder participatory process and Mountain range evaluate three core issues, which we regard as decisive in participatory processes: conflict resolution, power play, and continued participation. We conclude that Alps participatory processes support mutual learning, but at the same time inherent multi- level power play can threaten continued participation. Country Switzerland Introduction In its operational guidelines for the implementation of the World Heritage Convention, the UNESCO World Heritage Committee requires a management plan for each property inscribed in the World Heritage List (http://whc.unesco.org/archive/opguide08-en. pdf). In the case of the World Heritage Site Swiss Alps Jungfrau-Aletsch (WHS) – nominated by the World Heritage Committee in 2001 – a unique process was launched to negotiate concrete objectives, measures and activities for the WHS, which was to form the ba- sis for developing the management plan: a multi-stake- | downloaded: 16.5.2016 holder participatory process in the region.
  • Inhalt Vorwort 5

    Inhalt Vorwort 5

    Inhalt Vorwort 5 Zum Gebrauch des Führers 8 1 Wildhom Anstieg von Süden (Normalweg) 12 2 Wildstrubel Von der Lämmerenhütte (Normalweg) 15 3 Balmhorn Südwestgrat, »Zackengrat« 18 4 Doldenhorn Nordspom des Ostgrates, »Galletgrat« 22 5 Blümlisalphorn Überschreitung 24 6 Nordwand 27 7 Bietschhorn Westgrat 29 8 Eiger Nordwand, »Heckmair-Route« 33 9 Wetterhorn Über den Wettersattel (Normalweg) 38 10 Schreckhorn Südwestgrat 41 11 Südostgrat 45 12 Jungfraujoch - Oberaarsee Durchquerung der Berner Alpen 48 13 Walcherhorn Überschreitung Nordwestgrat - Südflanke 58 14 Jungfrau Rottalsporn und Südostgrat (Normalweg) 60 15 Mönch Südostgrat (Normalweg) 66 16 Südwand 68 17 Nordostwand • Nordnordostgrat 70 18 Nordwestbollwerk, »Eisnollen« 72 19 Trugberg Überschreitung Nordwestgrat — Ostflanke 74 20 Aletschhom Nordwand, »Haslerrippe« 76 21 Südwestrippe (Normalweg) 78 22 Gross Grünhorn Südwestgrat über Grünegghorn (Normalweg) 81 23 Finsteraarhorn Nordwestgrat (Normalweg) 84 24 Gross Wannenhorn Nordostflanke (Normalweg) 88 25 Gross / Hinter Fiescherhorn Überschreitung 90 26 Gross Fiescherhorn Nordwestgrat, »Fieschergrat« 92 27 Oberaarhom Südgrat (Normalweg vom Oberaarjoch) 94 28 Studerhorn - Oberaarhom Überschreitung 96 29 Lauteraarhorn Südwandcouloir - Südostgrat (Normalweg) 100 Urr.er A'pen 30 Galenstock Südgrat (Normalweg) 104 Wailiser Alpen 31 Petit Combin Nordflanke (Zentralpfeiler) 106 32 Toumelon Blanc Westflanke und Südrücken 110 33 Grand Combin Westgrat, »Meitin-Grat« 112 34 Mont Vélan Über den Glacier de Valsorey (Normalweg) 119 35 Rosablanche
  • Swiss Alps Jungfrau Swiss

    Swiss Alps Jungfrau Swiss

    SWISS ALPS JUNGFRAUJUNGFRAU----ALETSCHALETSCH SWITZERLAND The beauty of the Bernese Alps is internationally famous. They are the most extensively glaciated mountains in Switzerland and contain the largest glacier in Eurasia, the Aletschgletscher, a great range of glacial features and an outstanding record of the uplift and compression that formed the High Alps. Climate change can be measured by the varying retreat rates of its glaciers which also provide a diversity of ecosystems and examples of plant succession on the substrates they reveal. There is a wide variety of alpine and sub-alpine habitats The impressive North Wall of the Jungfrau, Mönch and Eiger are celebrated in European literature, art and mountaineering. COUNTRY Switzerland NAME Swiss Alps Jungfrau-Aletsch (formerly: Jungfrau-Aletsch–Beitschhorn ) NATURAL WORLD HERITAGE SITE 2001: Inscribed on the World Heritage List under Natural Criteria vii, viii and ix. 2007: Extension to the World Heritage site inscribed under Natural Criteria vii and ix. IIIUCNIUCN MANAGEMENT CATEGCATEGORYORY IV Protected Landscape BIOGEOGRAPHICAL PROVINCE Central European Highlands (2.32.12) GEOGRAPHICAL LOCATION The site is located in south-western Switzerland in the Bernese Alps, on the border between the French and German-speaking Cantons of Valais and Berne, about 25 km south of Interlaken and 20 km north of Brig. With the extension it covers the whole Aar massif from the Gasterntal in the west to the Grimselsee in the east, including the catchments of the Aletsch, Aar and Grindelwald glaciers. The centre of the site, Konkordiaplatz, is located at 46°30'00”N and 8°02'00”E. DATES AND HISTORY OF ESTABLISHMENT 1933: The Canton of Valais assumed responsibility for protection of the Aletsch forest; and in 1938 for protection of the Märjelen, both on the Rhone valley slopes; 1960: Berne Canton assumed management for the Hinteres Lauterbrunnental Nature Protection Zone.
  • Iucn Technical Evaluation

    Iucn Technical Evaluation

    WORLD HERITAGE NOMINATION – IUCN TECHNICAL EVALUATION JUNGFRAU–ALETSCH–BIETSCHHORN (SWITZERLAND) 1. DOCUMENTATION i) IUCN/WCMC Data Sheet: (12 references) ii) Additional Literature Consulted: Chevallet, M.P. and K. Dullnig. 1991. Les Espaces Protégés de L'Arc Alpin. International Centre for Alpine Environments; Stone. P. 1992. The State of The World's Mountains. Zed Books; Reynolds K. ed. 1990. The Mountains of Europe. Oxford University Press; Price, M. 1995. Mountain Research in Europe. MAB Series, Vol. 14. Parthenon; Lieberman, M.. 1991. The Alps. Steward, Tabori and Chang; Esping, L.E. 1998. Potential Natural World Heritage Sites in Europe. Parks for Life Report; Hsu, K.J. 1995. The Geology of Switzerland. Princeton University Press; Messerli, B. & J. Ives. 1997. Mountains of the World. Parthenon; CIPRA. 1998. Rapport sur l'état des Alpes. iii) Consultations: Meetings with Canton of Valais JAB Committee including mayors of communes, tourism representatives, NGOs and Minister of the Valais Cantonal Government; and Canton of Bern JAB Committee including commune mayors, tourism representatives, NGOs and Minister of Bern Cantonal Government; President – Patrons Committee. iv) Field Visit: J. Thorsell and M. Price. March 2001 2. SUMMARY OF NATURAL VALUES The Jungfrau-Aletsch-Bietschorn (JAB) region is located in the south central Swiss Alps midway between the cities of Brig and Interlaken. The site covers 54,000ha, 77% in the Canton of Valais and 23% in the Canton of Berne. Elevation ranges from 900m on the southern slopes to 4,274m on the summit of the Finsteraarhorn. Nine peaks in the site are higher than 4,000m. The geology of the site derives from the "Helvetic nappe" (a large body of rock that was thrust over younger rock in Europe during the Miocene period).
  • Oberaarhorn 3934 M 3785 M 3822 M 3797 M 3745 M 4193 M 4158 M 3454 M 4107 M 3970 M 4049 M 4274 M 3637 M

    Oberaarhorn 3934 M 3785 M 3822 M 3797 M 3745 M 4193 M 4158 M 3454 M 4107 M 3970 M 4049 M 4274 M 3637 M

    BietschhornBreithorn Nesthorn Schinhorn Sattelhorn Aletschhorn Jungfrau Jungfraujoch Mönch Eiger Fiescherhörner Finsteraarhorn Oberaarhorn 3934 m 3785 m 3822 m 3797 m 3745 m 4193 m 4158 m 3454 m 4107 m 3970 m 4049 m 4274 m 3637 m Grosses Wannenhorn Dreieckhorn 3905 m 3810 m Geisshorn 3740 m Finsteraarhornhütte (SAC) Hohstock 3048 m Unterbächhorn 3226 m Grosses Fusshorn Konkordiahütten (SAC) 3554 m Zenbächenhorn - 3626 m 2850 m Wasenhorn B e h 3386 m Konkordiaplatz Kleines Wannenhorn i c h s c 3706 m 3447 m - l e t Olmenhorn r a r Rothorn 3314 m Grisighorn O b e e Sparrhorn n 3271 m 3177 m Oberaletschhütte (SAC) r 3021 m 2640 m ö h G s s Strahlhorn l e u 3050 m t F s r c e Setzehorn h e h 3061 m 2730 m Platta c Hohbiel, 2664 m r r s e 2380 m t h l e Täschehorn s c g Tyndalldenkmal l e t e r 3008 m 2351 m h g Eggishorn c h Risihorn s c e s Roti Seewe l e t 2926 m Märjelensee F i 2876 m A 360° Panoramarundsicht Gletscherstube Märjelewang 2680 m r Bergstation Eggishorn, 2869 m 2302 m Lengsee Lüsgasee s e Vordersee 2346 m Bruchegg s 2706 m Brusee Lüsga o Roti Chumme Gletscherblick 2130 m r 2369 m 2615 m Tällisee Wirbulsee 2724 m Belalp, 2094 m 2124 m 2130 m G Bettmerhorn Tälligrat Rinnerhitta UNESCO-Panoramaweg 2610 m 2653 m Hotel Belalp 2858 m Elsenlücke NESCO 2386 m 1931 m Furggulti-Berg, 2560 m Mittelsee Üssers Aletschji U enweg 2722 m Höh 2549 m Bäll 1756 m 2625 m Hängebrücke Chalchofu Chazulecher Bergstation Bettmerhorn, 2647 m Silbersand 2010 m 2010 m 2051 m Eiswelt Bettmerhorn/Faszination Aletschgletscher Spilsee 1922 m Grünsee chweg
  • 2017 Conservation Outlook Assessment (Archived)

    2017 Conservation Outlook Assessment (Archived)

    IUCN World Heritage Outlook: https://worldheritageoutlook.iucn.org/ Swiss Alps Jungfrau-Aletsch - 2017 Conservation Outlook Assessment (archived) IUCN Conservation Outlook Assessment 2017 (archived) Finalised on 10 November 2017 Please note: this is an archived Conservation Outlook Assessment for Swiss Alps Jungfrau- Aletsch. To access the most up-to-date Conservation Outlook Assessment for this site, please visit https://www.worldheritageoutlook.iucn.org. Swiss Alps Jungfrau-Aletsch SITE INFORMATION Country: Switzerland Inscribed in: 2001 Criteria: (vii) (viii) (ix) Site description: The extension of the natural World Heritage property of Jungfrau - Aletsch - Bietschhorn (first inscribed in 2001), expands the site to the east and west, bringing its surface area up to 82,400 ha., up from 53,900. The site provides an outstanding example of the formation of the High Alps, including the most glaciated part of the mountain range and the largest glacier in Eurasia. It features a wide diversity of ecosystems, including successional stages due particularly to the retreat of glaciers resulting from climate change. The site is of outstanding universal value both for its beauty and for the wealth of information it contains about the formation of mountains and glaciers, as well as ongoing climate change. It is also invaluable in terms of the ecological and biological processes it illustrates, notably through plan succession. Its impressive landscape has played an important role in European art, literature, mountaineering and alpine tourism. © UNESCO IUCN World Heritage Outlook: https://worldheritageoutlook.iucn.org/ Swiss Alps Jungfrau-Aletsch - 2017 Conservation Outlook Assessment (archived) SUMMARY 2017 Conservation Outlook Good with some concerns The WH values of the site are in good state with few negative trends.